Zum Nachdenken ...

 

Mimik

 


Autismus und eingeschränkte bzw. fehlende 'Emotionalität' ?

Ein Denkmodell ...

.

ÜBERSICHT

Mimische Muskulatur:

Tiefe Muskelschicht

Oberflächliche Muskelschicht

 

  • Die Muskeln werden innerviert (‚versorgt’) durch den Nervus facialis (VII. Hirnnerv).

 

Ausnahme:

  • Kaumuskel (Musculus masseter; tiefe Muskelschicht): Dieser wird innerviert durch den Nervus massetericus (Vc) bzw. den Nervus mandibularis (3. Ast des Nervus trigeminus; V. Hirnnerv).

 

Ausnahme:

  • Oberlidheber (Musculus levator palpebrae superioris) wird innerviert durch den Nervus oculomotorius (III. Hirnnerv).
  • Beteiligt bei ‘erstaunten Reaktionen’.

 

Ausnahme:

  • Müller-Muskel (M. superior tarsal muscle; glatte Muskulatur): Beeinflusst die Weite der Lidspalte; wird innerviert durch den Sympathikus.

 

 

Zur Erinnerung ...

Der Nervus facialis besteht aus einem motorischen Teil - dem Nervus facialis i. e. S. - und aus dem nichtmotorischen Nervus intermedius.

 

Der Nervus intermedius versorgt parasympathisch Tränen-, Nasen- und Speicheldrüsen (außer Ohrspeicheldrüse) und sensorisch die vorderen zwei Drittel der Zunge (Geschmack) und den äußeren Gehörgang und die Ohrmuschel (Oberflächensensorik).

 

Die motorischen Wurzelzellen des Nervus facialis liegen im Brückenkern:

  • Der obere Fazialiskern enthält die Fasern für die obere Gesichtsmuskulatur; er wird von der motorischen Rinde beider Hirnhemisphären ‚versorgt’ (innerviert).
  • Der untere Fazialiskern wird nur von der gegenüberliegenden (kontralateralen) Rinde innerviert.

 

Die motorischen Fasern des Nervus facialis versorgen die mimische Muskulatur des Gesichts und u. a. den Musculus stapedius für die ‚Feineinstellung’ der Gehörknöchelchenkette (Hammer, Amboss, Steigbügel).

 

Die 3 Äste des Nervus trigeminus versorgen:

Versorgungsgebiet – sensorisch:

V1

  • Dura mater (harte Hirnhaut) der vorderen Schädelgrube einschl. Tentorium cerebelli (Kleinhirnzelt)
  • Haut an Stirn, Oberlid, Nasenrücken
  • Siebbeinzellen (Cellulae ethmoidales)
  • Keilbein- und Stirnhöhle
  • Nasenhöhle
  • Augenbindehaut, äußere und mittlere Augenhaut

V2

  • Dura mater der mittleren Schädelgrube
  • Unteres Augenlid, Wange, Oberlippe, Nasenflügel, Schläfenhaut
  • Nasen- und Kieferhöhle
  • Gaumen
  • Zähne und Zahnfleisch des Oberkiefers

Versorgungsgebiet – sensorisch, motorisch:

V3 - sensorisch

  • Dura mater der mittleren Schädelgrube
  • Warzenfortsatzzellen (Cellulae mastoideae)
  • Mundbogen- und Wangenschleimhaut
  • Vordere zwei Drittel der Zunge
  • Zähne und Zahnfleisch des Unterkiefers
  • Kiefergelenk, Unterkiefer
  • Haut an Kinn, Unterlippe, Wange, Schläfe und äußerem Gehörgang

V3 – motorisch

  • Kaumuskeln
  • Gaumensegelspanner
  • Trommelfellspanner
  • Hauptmuskel des Mundbodens (Musculus mylohoideus)
  • ‚Zungenbeinmuskel’ (Musculus digastricus Venter anterior)

 

Der Nervus lingualis ist ein sensorischer Nerv; er ‚versorgt’ (innerviert):

Schlundenge, Gaumenmandel, Mundboden und die vorderen zwei Drittel der Zunge.

  • Er hat seinen Ursprung im Nervus mandibularis, dem unteren Ast (V3) des Nervus trigeminus.

 

... und der Vollständigkeit halber ...

Der Nervus glossopharyngeus (IX. Hirnnerv) versorgt sensorisch u. a. das hintere Drittel der Zunge und parasympathisch die Ohrspeicheldrüse und Drüsen des Zungengrunds.

 

FACS - Facial Action Coding System

BEISPIELE: Glücklichsein, Traurigsein, Ärger und beteiligte Muskeln

 

ANHANG:

Tractus habenulointerpeduncularis (Fasciculus retroflexus)

 

 

 

Hierzu bitte auch lesen bei Wikipedia:

http://de.wikipedia.org/wiki/Mimische_Muskulatur

http://en.wikipedia.org/wiki/Facial_muscles

http://en.wikipedia.org/wiki/Muscles_of_mastication

http://en.wikipedia.org/wiki/Microexpression

Etc.

 

 

Mimische Muskulatur

(Gesichtsmuskulatur)

 

Mit ihrer Hilfe können wir Gefühle zum Ausdruck bringen – Freude, Trauer, Staunen, Entsetzen usw.

 

BESONDERHEIT der ‚mimischen Muskeln’:

  • Die meisten dieser Muskeln setzen direkt an der Gesichtshaut an, oft auch ohne Zwischenschaltung einer Sehne.
  • Sie bewegen Gesichtshautpartien.

 

 

Tiefe Muskelschicht

 

Dazu gehören die Muskeln:

 

[Abkürzungen: M. für Musculus, Muskel; N. für Nervus, Nerv]

.

.

 

Wird innerviert (‚versorgt’) durch:

 

Funktion:

Kinnmuskel (M. mentalis)

 

Verläuft von den Juga alveolaria* der lateralen unteren Schneidezähne und des Eckzahns zur Kinnhaut.

 

* Juga alveolaria = durch die Zahnwurzeln bedingte Erhabenheiten an der Außenseite des Ober- und Unterkiefers.

 

 

N. facialis

 

 

 

 

 

 

[Der N. mentalis versorgt sensorisch die Haut des Kinns und Haut und Schleimhaut der Unterlippe.]

 

Heben der Kinnhaut

 

„Als mimischer Muskel verursacht er eine Runzelung des Kinns und schiebt die Unterlippe nach oben. Beim Menschen ist diese Mimik vor allem bei Missmut und Zweifel anzutreffen, weshalb der Muskel auch als „Schmollmuskel“ bezeichnet wird. [Wikipedia]

Kaumuskel (M. masseter)

 

 

N. massetericus (Kaumuskelnerv)

bzw. N. mandibularis (‚Unterkiefernerv’; 3. Ast des N. trigeminus)

 

Kieferschluss

Ringmuskel des Mundes (M. orbicularis oris)

 

Mit Anheftungsstellen an Ober- und Unterkiefer.

N. facialis

 

 

„Eine einseitige Fazialislähmung führt zu einem Herabhängen des Mundwinkels und damit zum Ausfließen von Speichel.“ [Wikipedia]

 

Schließen der Mundspalte, Regulierung des Tonus und der Stelllung der Lippen

 

Wangenmuskel (M. buccinator)

 

„Im Gegensatz zu den anderen mimischen Muskeln besitzt der M. buccinator eine eigene Muskelfaszie. Mit den oberen Schlundkopfschnürern* ist er über die Raphe pterygomandibularis** verbunden.“ [Wikipedia]

 

*Musculus constrictor pharyngis superior

 

** Sehnenstreifen zwischen Hamulus und Unterkieferinnenfläche

 

N. facialis

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

[Hamulus = hakenförmiger Fortsatz an der Lamina med. des Proc. pterygoideus ossis sphenoidales (= Flügelfortsatz des Keilbeins mit Laminae pterydoideae lateralis und medialis).]

 

[Lamina = Blatt, dünne Platte, Schicht]

 

Leerung der Backentasche beim Kauen, Verbreiterung der Mundspalte, Sprengung des Lippenschlusses beim Pfeifen

 

„Als mimischer Muskel unterstützt der M. buccinator zusätzlich den Ausdruck des Lachens bzw. Weinens.“ [Wikipedia]

 

Mundwinkelheber (M. levator anguli oris)

 

N. facialis

Hebung des Mundwinkels

 

M. nasalis

N. facialis

Verengung oder Erweiterung der Nasenlöcher, Herabziehen der Weichteilnase

 

M. procerus

N. facialis

Herabziehen der Stirnhaut, Bildung von Querfurchen an der Nasenwurzel

 

M. corrugator supercilii

N. facialis

Bildung senkrechter Falten zwischen den Augenbrauen

 

 

Zum Weiterlesen bei Wikipedia – ZUSAMMENHÄNGE ...

http://de.wikipedia.org/wiki/Musculus_mentalis

http://de.wikipedia.org/wiki/Musculus_orbicularis_oris

http://de.wikipedia.org/wiki/Musculus_buccinator

http://de.wikipedia.org/wiki/Musculus_constrictor_pharyngis_superior

  • Der Musculus constrictor pharyngis wird innerviert durch den Nervus glossopharyngeus (IX. Hirnnerv: Sensorischer, motorischer und parasympathischer Nerv; Nerv des 3. Kiemenbogens). –S. u.-

http://de.wikipedia.org/wiki/Musculus_levator_anguli_oris

http://de.wikipedia.org/wiki/Musculus_nasalis

http://de.wikipedia.org/wiki/Musculus_procerus

http://de.wikipedia.org/wiki/Musculus_corrugator_supercilii

 

http://de.wikipedia.org/wiki/Keilbein

http://de.wikipedia.org/wiki/Nervus_mandibularis

http://de.wikipedia.org/wiki/Unterkiefer (Blutversorgung etc.)

 

-> Siehe dazu auch: Wunderwerk Gehirn – Cornea (und Ganglion oticum), Hirnsinus, Hirnventrikel; Hirnnerven; Nuclei – Hirnnervenkerne; Wunderwerk Mensch – Reflexe; Glossar – Drüsen (Speicheldrüsen), Fossa cranii (Ganglion oticum etc.), Plexus (Ganglion oticum etc.)

 

Zur Erinnerung ...

„Das Ganglion oticum (von griechisch ganglion „Nervenknoten“, „Überbein“; us „Ohr“; „Ohrknoten“) ist ein parasympathisches Ganglion an der Schädelbasis am Nervus mandibularis [V3 – unterer Ast des Nervus trigeminus] nahe dem Foramen ovale.“

[Quelle und zum Weiterlesen: http://de.wikipedia.org/wiki/Ganglion_oticum]

 

Dazu noch einmal ...

Versorgungsgebiet des 3. Asts (V3) des NERVUS TRIGEMINUS, sog. ‚Unterkiefernerv’:

V3 - sensorisch

  • Dura mater der mittleren Schädelgrube
  • Warzenfortsatzzellen (Cellulae mastoideae)
  • Mundbogen- und Wangenschleimhaut
  • Vordere zwei Drittel der Zunge
  • Zähne und Zahnfleisch des Unterkiefers
  • Kiefergelenk, Unterkiefer
  • Haut an Kinn, Unterlippe, Wange, Schläfe und äußerem Gehörgang

V3 – motorisch

  • Kaumuskeln
  • Gaumensegelspanner
  • Trommelfellspanner
  • Hauptmuskel des Mundbodens (Musculus mylohoideus)
  • ‚Zungenbeinmuskel’ (Musculus digastricus Venter anterior)

 

Und zum Nachdenken ...

 

Verlauf des Ductus parotideus (Ausführungsgang der Ohrspeicheldrüse):

  • Um den Vorderrand des M. masseter (Kaumuskel) durch den M. buccinator (Wangenmuskel).
  • Mündet neben den 2. oberen Molaren (Mahlzähnen) in das Vestibulum oris (Raum zwischen Zahnreihen und Lippen bzw. Wangen).

 

[Noch einmal: Der Kaumuskel wird versorgt durch den Nervus trigeminus, der Wangenmuskel durch den Nervus facialis.]

 

Die Glandula parotidea (Ohrspeicheldrüse; seröse Speicheldrüse) liegt vor der Ohrmuschel und dem äußeren Gehörgang sowie hinter dem 3. Ast des Nervus trigeminus (V3: N. mandibularis, Unterkieferast).

 

-> Siehe dazu auch: Glossar – Drüsen; Zum Nachdenken – Fettabbau; Gedankensplitter – Bulbus olfactorius etc.

 

 

Musculus levator palpebrae superioris:

  • „Der Oberlidheber (Musculus levator palpebrae superioris) ist ein kurzer Muskel, der bei erstaunter Mimik eine Rolle spielt. Dieser Muskel wird in vielen Definitionen nicht zur mimischen Muskulatur, sondern zu den Augenmuskeln gezählt, da er auch nicht vom N. facialis, sondern vom N. oculomotorius* innerviert wird."

[Quelle und zum Weiterlesen: http://de.wikipedia.org/wiki/Mimische_Muskulatur]

 

* Der Nervus oculomotorius (III. Hirnnerv) ist ein motorischer und parasympathischer Nerv. Er versorgt:

- Motorisch vier der sechs äußeren quergestreiften Augenmuskeln.

- Parasympathisch über das Ganglion ciliare die Mm. ciliares und Mm. sphincter pupillae.

 

[Sog. ‚quergestreifte Muskulatur’ wird vom Zentralen Nervensystem gesteuert (größtenteils willentlich steuerbar).

Der Ziliarmuskel (M. ciliaris) besteht aus ‚glatten Muskelzügen’ und ermöglicht die Nah- und Fernakkomodation. Sog. ‚glatte Muskulatur’ arbeitet unwillkürlich, d. h. unabhängig von unserem Willen und Bewusstsein.

(Mm. = Muskeln)]

 

-> Siehe auch: Hirnnerven; Glossar – Hautschichten (Drüsen am Auge, Ganglion ciliare), Nervenknoten, Plexus (und Parasympathikus etc.); Diplomarbeiten etc. – Muskelgewebe; http://de.wikipedia.org/wiki/Ganglion_ciliare etc.

Und:

Essen & Co. – Ergänzungen (Hypothalamus, Fettstoffwechsel, Limbisches System ...)

Sehen und Lernen

 

 

Oberflächliche Muskelschicht

 

Dazu gehören die Muskeln:

.

.

 

Wird innerviert (‚versorgt’) durch:

 

Funktion:

Halshautmuskel (Platysma)

 

Entspringt oberhalb des Unterkieferrands in der Gesichtshaut und zieht zur Brusthaut in Höhe der 2. Rippe.

 

N. facialis

Straffung der Haut

M. depressor anguli oris

 

Verläuft am Unterrand des Unterkiefers zu den Mundwinkeln und zur Unterlippenhaut.

 

N. facialis

Herabziehen des Mundwinkels

M. depressor labii inferioris

 

Verläuft vom Unterrand des Unterkiefers, teils als Fortsetzung der Platysmafasern, zur Unterlippenhaut.

 

N. facialis

Herabziehen der Unterlippe

Lachmuskel (M. risorius)

 

Verlauf: Fascia parotidea*, Fascia masseterica, Wangenhaut, Mundwinkel.

 

* Fascia parotidea = Bindegewebehülle der Glandula parotidea (Ohrspeicheldrüse), geht teilweise in die Fascia masseterica über und steht unten mit der Lamina superficialis der Fascia cervicalis in Verbindung.

 

[Fascia masseterica = Bindegewebeblatt auf dem M. masseter (Kaumuskel; s.o.).

Fascia cervicalis = Bindegewebeschichten des Halses (4 Schichten, u. a. Lamina superficialis).]

 

N. facialis

Seitwärtsziehen der Mundwinkel, erzeugt Lachgrübchen

Großer Jochbeinmuskel (M. zygomaticus major)

 

Entspringt am Jochbogen und zieht zur Haut der Mundwinkel und zur Oberlippenhaut.

 

N. facialis

Zieht Mundwinkel nach außen und oben

 

Oberlippenheber (M. levator labii superioris)

 

„Beim Menschen ist der Muskel in drei separate Stränge gegliedert. Sie entspringen am Oberkiefer und Jochbein und strahlen in die Oberlippe ein.“ [Wikipedia]

[Margo infraorbitalis maxillae, Proc. zygomaticus maxillae zur Haut von Oberlippe und Nasolabialfalte]

 

N. facialis

Hebt die Oberlippe

 

Kleiner Jochbeinmuskel (M. zygomaticus minor)

 

Entspringt am Jochbogen und zieht zur Haut von Nasolabialfurche und Oberlippe.

[Facies lat. ossis zygomatici, M. orbicularis oculi zur Haut der Nasolabialfalte und Oberlippe]

 

N. facialis

Hebt die Oberlippe

 

Augenringmuskel (M. orbicularis oculi)

 

„Er entspringt am nasenseitigen Teil des Stirnbeins und Oberkiefers sowie am nasenseitigen Lidband, umgreift das Auge und die Lider und setzt an der Raphe palpebralis lateralis* an.“ [Wikipedia]

 

* ‚Naht der seitlichen Augenlider'. Bestandteile der Augenlider (Palpebrae): Lidplatten (Tarsus superior, inferior) als Stützgerüst, Drüsen (Glandulae tarsales, ciliares, sebbaceae) und Muskeln (Mm. orbicularis oculi, tarsalis superior, inferior), Haare (Ciliae = Wimpern) an der Lidkante.

 

[Glandulae tarsales = Meibom-Drüsen (Talgdrüsen; münden am freien Lidrand)

Gl. ciliares = Moll-Drüsen (apokrine Drüsen; münden am Lidrand in die Haarbälge der Augenwimpern)

Gl. sebbaceae = Talgdrüsen; münden in die Haarfollikel bzw. in die Haarbälge der Augenwimpern oder frei auf Epitheloberflächen (z. B. Lippenrot).]

 

Zur Erinnerung: „Talg ist ein Gemisch aus Fetten, Zellen, freien Säuren u. a.).“ [Pschyrembel]

 

N. facialis

Lidschluss, Lidschlag, Erweiterung des Tränensacks

 

M. depressor supercilii 

 

Mediale Abspaltung des M. orbicularis oculi.

 

N. facialis

Herabziehen der Augenbraue

Stirnmuskel (Venter frontalis des M. occipitofrontalis)

 

Verlauf Venter frontalis: Augenbrauenhaut, Stirnbein, Galea aponeurotica.

N. facialis

Hebung der Augenbrauen, Stirnrunzeln, Fixierung der Sehnenhaube (Galea aponeurotica)

 

 

-> Siehe dazu auch: Wunderwerk Gehirn – Cornea; Glossar – Bindegewebe, Drüsen, Myoepithelien (und Oxytocin), Plexus; Zum Nachdenken – Myotonie; Gedankensplitter – Bulbus olfactorius etc.

 

Bei Wikipedia:

http://de.wikipedia.org/wiki/Musculus_orbicularis_oculi

http://de.wikipedia.org/wiki/Plexus_parotideus (Nervengeflecht des Nervus facialis zwischen zwei Lappen der Ohrspeicheldrüse; enthält hauptsächlich motorische Fasern für die mimische Muskulatur mit verschiedenen Ästen)

http://de.wikipedia.org/wiki/Musculus_levator_labii_superioris

http://de.wikipedia.org/wiki/Musculus_frontalis

Etc.

 

- Hierzu bitte auch weiterlesen bei: FACS (Facial Action Coding System) -

 

 

Zur Erinnerung ...

Nervus facialis und Nervus Trigeminus

(Siehe auch: Gedankensplitter – Bulbus olfactorius – Verbindungen ZUNGE)

 

ÜBERSICHT:

.

.

NERVUS FACIALIS

VII. Hirnnerv

NERVUS TRIGEMINUS

V. Hirnnerv

Nerv des 2. Kiemenbogens.

Besteht aus einem motorischen Teil und dem nichtmotorischen Nervus intermedius (s.u.).

 

Nerv des 1. Kiemenbogens.

Sensorischer und motorischer Nerv.

 

Er ‚versorgt’ parasympathisch:

Tränen-, Nasen- und

Speicheldrüsen* (außer Ohrspeicheldrüse)

 

* Einteilung der Speicheldrüsen ...

Große Speicheldrüsen:

- Ohrspeicheldrüse

- Unterzungendrüse

- Unterkieferspeicheldrüse

Kleine Speicheldrüsen:

U. a. an der Innenseite der Lippen und Wangen, am Zungenrand und Zungengrund.

Bauchspeicheldrüse (Pankreas)

 

-> Siehe dazu: Glossar – Drüsen

 

Ursprung:

Seitenfläche des mittleren Kleinhirnstiels

 

Auf der Vorderfläche der Felsenbeinpyramide bildet die sensorische Wurzel (Radix sensoria) das sensorische Ganglion trigeminale.

 

Hier teilt sich die sensorische Wurzel in drei Hauptäste:

Nervus ophthalmicus (V1) – oberster Ast

Nervus maxillaris (V2) – mittlerer Ast

Nervus mandibularis (V3) – unterer Ast

 

Die motorische Wurzel (Radix motoria) zieht am Ganglion vorbei und schließt sich dem Nervus mandibularis an.

 

Verlauf V1:

Vom Ganglion trigeminale in der lateralen Wand des Sinus cavernosus durch die Fissura orbitalis superior in die Augenhöhle (Orbita)

 

Verlauf V2:

Vom Ganglion trigeminale in der lateralen Wand des Sinus cavernosus durch das Foramen rotundum (Öffnung im großen Keilbeinflügel) in die Fossa pterygopalatina (Flügelgaumengrube)

 

Verlauf V3:

Vom Ganglion terminale durch das Foramen ovale ossis sphenoidalis (an der Schädelbasis) in die Fossa infratemporalis

 

 

Er ‚versorgt’ sensibel/sensorisch:

  • Vordere zwei Drittel der Zunge
  • Äußerer Gehörgang und Ohrmuschel

 

 

Versorgungsgebiet – sensorisch:

V1

  • Dura mater (harte Hirnhaut) der vorderen Schädelgrube einschl. Tentorium cerebelli (Kleinhirnzelt)
  • Haut an Stirn, Oberlid, Nasenrücken
  • Siebbeinzellen (Cellulae ethmoidales)
  • Keilbein- und Stirnhöhle
  • Nasenhöhle
  • Augenbindehaut, äußere und mittlere Augenhaut

V2

  • Dura mater der mittleren Schädelgrube
  • Unteres Augenlid, Wange, Oberlippe, Nasenflügel, Schläfenhaut
  • Nasen- und Kieferhöhle
  • Gaumen
  • Zähne und Zahnfleisch des Oberkiefers

Versorgungsgebiet – sensorisch, motorisch:

V3 - sensorisch

  • Dura mater der mittleren Schädelgrube
  • Warzenfortsatzzellen (Cellulae mastoideae)
  • Mundbogen- und Wangenschleimhaut
  • Vordere zwei Drittel der Zunge
  • Zähne und Zahnfleisch des Unterkiefers
  • Kiefergelenk, Unterkiefer
  • Haut an Kinn, Unterlippe, Wange, Schläfe und äußerem Gehörgang

V3 – motorisch

  • Kaumuskeln
  • Gaumensegelspanner
  • Trommelfellspanner
  • Hauptmuskel des Mundbodens (Musculus mylohoideus)
  • ‚Zungenbeinmuskel’ (Musculus digastricus Venter anterior)

 

[Der Nervus mylohoideus versorgt (innerviert) motorisch Musculus mylohoideus und Musculus digastricus Venter ant.; sensorisch die Haut unter dem Kinn.]

 

Aus dem Knorpel des 2. Kiemenbogens (Hyoidbogen) bilden sich u. a.:

  • Steigbügel (-> gehört zu den Gehörknöchelchen)
  • Processus styloideus (Griffelfortsatz des Schläfenbeins)
  • Ligamentum stylohyoideum*
  • Obere Hälfte des Zungenbeinkörpers
  • Kleines Zungenbeinhorn

 

Aus dem Knorpel des 1. Kiemenbogens (Mandibularbogen) entwickeln sich:

  • Mandibula (Unterkiefer)
  • Hammer und Amboss (-> gehören zu den Gehörknöchelchen)

 

 

* Ligament = ‚Band’ aus kollagenem (selten auch elastischem) Bindegewebe zur Befestigung von gegeneinander beweglichen Teilen des Skeletts.

Das Ligamentum stylohyoideum verbindet den Processus styloideus (Griffelfortsatz des Schläfenbeins) und das Cornu minus des Zungenbeins (Kleines Zungenbeinhorn).

 

[Schläfenbein = Os temporale: Bestandteil der Schädelbasis und des seitlichen Schädeldachs. Die Felsenbeinpyramide – als Teil des Schläfenbeins - bildet die knöcherne Hülle für Teile des Mittelohrs (Paukenhöhle etc.) und für das Innenohr; weitere Teile sind die Pars tympanica mit dem äußeren Gehörgang und die Pars squamosa mit der Gelenkfläche für das Kiefergelenk.

Zungenbein = Os hyoideum]

 

 

Und zur Erinnerung – ZUSAMMENHÄNGE ...

(Siehe auch: Gedankensplitter – Bulbus olfactorius – Verbindungen – PAUKENSAITE)

 

Der NERVUS FACIALIS besteht aus einem motorischen Teil - dem Nervus facialis i. e. S. - und aus dem nichtmotorischen NERVUS INTERMEDIUS.

 

Der Nervus intermedius ‚versorgt’ (innerviert):

.

.

Parasympathisch

Tränen-, Nasen- und Speicheldrüsen (außer Ohrspeicheldrüse)

 

[Einteilung der Speicheldrüsen ...

Große Speicheldrüsen:

- Ohrspeicheldrüse

- Unterzungendrüse

- Unterkieferspeicheldrüse

Kleine Speicheldrüsen:

U. a. an der Innenseite der Lippen und Wangen, am Zungenrand und Zungengrund.]

 

-> Siehe auch: Glossar – Drüsen

 

WICHTIG ...

Die Umschaltung der Fasern (prä- auf postganglionäre Fasern) erfolgt v. a. im Ganglion submandibulare (= parasympathisches Ganglion an der Unterkieferspeicheldrüse).

 

Zur Erinnerung ...

Ohne ‚Umschaltung’ ziehen durch dieses Ganglion:

  • Postganglionäre Sympathikusfasern des Plexus caroticus internus (= Nervengeflecht um die Arteria carotis interna)
  • Afferente (‚zuführende’, sensible) Fasern des Nervus lingualis (s. u.)

 

-> Siehe auch: Nervensystem; Glossar – Drüsen, Grenzstrang, Nervenknoten, Plexus

 

Sensorisch

Vordere zwei Drittel der Zunge (Geschmack)

Äußerer Gehörgang und Ohrmuschel (Oberflächensensorik)

 

 

 

Die sensiblen, sensorischen und parasympathischen  Wurzelzellen des NERVUS FACIALIS (VII. Hirnnerv) liegen im Ganglion geniculatum bzw. im Nucleus salivatorius superior. Die Fasern verlaufen vom äußeren Fazialisknie (Geniculum) bis zum Eintritt ins Gehirn im NERVUS INTERMEDIUS.

 

Die motorischen Wurzelzellen des NERVUS FACIALIS liegen im Brückenkern:

  • Der obere Fazialiskern enthält die Fasern für die obere Gesichtsmuskulatur; er wird von der motorischen Rinde beider Hirnhemisphären ‚versorgt’ (innerviert).
  • Der untere Fazialiskern wird nur von der gegenüberliegenden (kontralateralen) Rinde innerviert.

 

Die motorischen Fasern des NERVUS FACIALIS versorgen die mimische Muskulatur des Gesichts und u. a. den Musculus stapedius für die ‚Feineinstellung’ der Gehörknöchelchenkette (Hammer, Amboss, Steigbügel):

.

.

Nerv des 2. Kiemenbogens (s.u.):

Nervus facialis

Nerv des 1. Kiemenbogens (s.u.):

Nervus trigeminus

Steigbügel

 

Processus styloideus

Ligamentum stylohyoideum

Obere Hälfte des Zungenbeinkörpers

Kleines Zungenbeinhorn

 

Hammer und Amboss

 

Mandibula (Unterkiefer)

 

 

  • Zur Erinnerung: „Die Gehörknöchelchenkette wandelt die auf das Trommelfell treffende Luftschwingung in eine Knochenschwingung um und dämpft starke Trommelfellschwingungen, damit das Innenohr nicht durch extreme Vibrationen oder Lärm geschädigt wird.“ [Quelle: Elvira Bierbach (Hrsg.) – ‚Naturheilpraxis heute’; Urban & Fischer 2000; S. 1061].

.

Innenohr (Auris interna, Labyrinth)

Man unterscheidet zwei Anteile:

  • Knöchernes Labyrinth = Knochenkanälchen im Felsenbein*
  • Häutiges Labyrinth = Auskleidung des knöchernen Labyrinths; enthält Schnecke (Cochlea) und Corti-Organ als Schallaufnahmeapparat und Sacculus, Utriculus und die drei Bögengänge für die Gleichgewichtsempfindung

 

Zur Erinnerung ...

Der Sacculus (‚Säckchen’) kontrolliert die ‚Senkrechte’, ist klangempfindlich.

Der Utriculus (‚kleiner Schlauch’; Ansatz- und Endpunkt der Bogengänge) kontrolliert die waagrechte Lage.

Jeder Bogengang ist über den Hirnstamm mit den Augenmuskelkernen verbunden.

 

* Felsenbein = Pars petrosa des Schläfenbeins (Os temporale)

[Pschyrembel 1994]

 

- Hierzu bitte auch weiterlesen: ANHANG - Tractus habenulointerpeduncularis (Fasciculus retroflexus) -

 

 

Mittelohr

System aus lufthaltigen, mit Schleimhaut ausgekleideten Räumen; dazu gehören:

- Paukenhöhle mit den Gehörknöchelchen

- Nebenräume (Antrum mastoideum, Cellulae mastoideae)

 

Diese Nebenräume sind über die Ohrtrompete mit dem Schlund (Pharynx) verbunden und werden durch das Trommelfell gegen den äußeren Gehörgang (Meatus acusticus externus*) abgegrenzt.

 

* Der äußere Gehörgang besteht aus einem äußeren knorpeligen und einem inneren knöchernen Abschnitt.

 

Luftleitung

Übertragung von hörbaren Schwingungen durch

  • den äußeren Gehörgang (-> N. facialis)
  • Trommelfell (-> Trommelfellspanner: 3. Ast des N. trigeminus)
  • Gehörknöchelchen (-> Steigbügel: N. facialis; Hammer und Amboss: N. trigeminus)
  • Fenestra vestibuli*

 

* Fenestra vestibuli = ovales oder Vorhoffenster: Liegt an der medialen Wand der Paukenhöhle, führt in den Vorhof des Labyrinths.

  • „... verschlossen durch die Fußplatte des Steigbügels.“ [Pschyrembel 1994]

 

„Bei der Luftleitung nimmt der Schall – im Gegensatz zur Knochenleitung – den Weg über Außen-, Mittel- und Innenohr.“

[Quelle und zum Weiterlesen: http://de.wikipedia.org/wiki/Luftleitung_%28Physiologie%29

- Luftleitung_(Physiologie)]

 

Knochenleitung

Schalleitung über die Schädelknochen zum Innenohr.

 

„Knochenleitung, auch Knochenschall genannt, bezeichnet die Weiterleitung von Schall-Schwingungen bzw. Vibrationen durch den das Gehörorgan umgebenden Schädelknochen unter Umgehung des Mittelohrs. Die Wahrnehmung des „Knochenschalls“ wird wegen des hohen Schallwellenwiderstands des Schädelknochens normalerweise von den als Luftschall übertragenen Signalen überdeckt.

[Quelle und zum Weiterlesen: http://de.wikipedia.org/wiki/Knochenleitung]

 

 

Und zur Erinnerung, zum Nachdenken ...

„Am Schutzmechanismus gegen hohe Schallpegel ist nur der Musculus stapedius beteiligt, er kontrahiert sich als Folge des Stapediusreflexes, der durch lauten Schall ausgelöst wird. ... Der Stapediusreflex wirkt an beiden Ohren, selbst wenn nur ein Ohr mit hohem Schallpegel beschallt wird.“

[Quelle und zum Weiterlesen: http://de.wikipedia.org/wiki/Mittelohr]

 

-> Siehe dazu auch: Wahrnehmung – Hörbesonderheiten (bei ‚Menschen mit Autismus’); Wunderwerk Gehirn – Cornea, Hirnsinus; Wunderwerk Mensch – Hörbahn; Hören und Lernen; Glossar – Fossa cranii, Hautschichten (Schleimhaut), Makrophagen; Zum Nachdenken – Cochlea (und cochleäre Neurotransmitter); Gedankensplitter – Bulbus olfactorius (Verbindungen – PAUKENSAITE; ANHANG: Knorpel) etc.

 

Beide Anteile des Nervus facialis – motorischer und nichtmotorischer Teil - verlaufen zunächst getrennt neben dem Nervus vestibulocochlearis in den Meatus acusticus internus (= innerer Gehörgang). Beide vereinigen sich im Ganglion geniculatum am Fazialisknie.

 

[Ganglion geniculatum = sensorisches Ganglion (‚Nervenknoten’) des Nervus facialis (v. a. der Geschmacksfasern der Chorda tympani). Es liegt im Felsenbein (= Teil des Schläfenbeins; enthält das Innenohr - mit den Sinnesrezeptoren für das Gehör und den Gleichgewichtssinn).]

 

-> Siehe auch: Hirnnerven; Leitungsbahnen; Glossar – Fossa cranii; Zum Nachdenken – Rautengrube etc.

 

Und zur Erinnerung ...

 

Das vegetative Nervensystem – Sympathikus, Parasympathikus und ‚intramurales System’ – regelt unsere Vitalfunktionen, z. B.: Atmung, Verdauung, Stoffwechsel.

 

Der Parasympathikus wird eingeteilt in einen kranialen, sakralen und spinalen Teil (daher auch die Bezeichnung ‚kraniosakrales System’). Der kraniale Teil hat seinen Ursprung ...

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... im kleinzelligen Kerngebiet des NERVUS OCULOMOTORIUS

(III. Hirnnerv)

 

Sog. Edinger-Westphal-Kern

 

Zum Nachdenken ...

„Ein Ausfall des Edinger-Westphal-Kerns zeigt sich in einer Weitstellung der Pupille (durch Übergewicht des Sympathikus, also des Musculus dilatator pupillae), sowie der Unfähigkeit zur Nahakkomodation (durch Lähmung des Ziliarmuskels). Dies führt zu einer Licht-Überempfindlichkeit und zur Unfähigkeit, nahe Objekte scharf zu sehen.“

[Quelle und zum Weiterlesen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Edinger-Westphal-Kern]

 

... Nucleus salivatorius superior

 

Kern im Boden der Rautengrube mit den Wurzelzellen für die parasympathischen Fasern des NERVUS INTERMEDIUS (VII. Hirnnerv; s. o.)

 

... Nucleus salivatorius inferior

 

Parasympathischer Kern des NERVUS GLOSSOPHARYNGEUS (IX. Hirnnerv) in der Medulla oblongata

 

[Der NERVUS GLOSSOPHARYNGEUS versorgt sensorisch u. a. das hintere Drittel der Zunge und parasympathisch die Ohrspeicheldrüse und Drüsen des Zungengrunds.]

 

- Hierzu bitte weiterlesen bei:

Gedankensplitter - Bulbus olfactorius ... und ZUNGE -

 

... Nucleus dorsalis nervi vagi

 

Parasympathischer Kern des NERVUS VAGUS  (X. Hirnnerv) in der Medulla oblongata

 

[Medulla oblongata = ‚Verlängertes Mark’, sog. ‚Nachhirn’: Enthält lebenswichtige Zentren (z. B. Atemzentrum), auf- und absteigende Projektionssysteme der Groß- und Kleinhirnrinde und Hirnnervenkerne.]

 

- Hierzu bitte weiterlesen bei:

Gedankensplitter - Bulbus olfactorius ... und ZUNGE -

 

 

-> Siehe auch: Wunderwerk Gehirn – Cornea (... und Ganglion ciliare etc.); Hirnnerven; Nervensystem; Leitungsbahnen (Medulla etc.); Glossar – Grenzstrang, Plexus (und Sympathikus, Parasympathikus, Darmwandnervensystem); Zum Nachdenken – Projektionsbahnen, Rautengrube etc.

 

 

Und zur Erinnerung – ZUSAMMENHÄNGE ...

Der Nervus lingualis ist ein sensorischer Nerv; er ‚versorgt’ (innerviert):

Schlundenge, Gaumenmandel*, Mundboden und die vorderen zwei Drittel der Zunge.

  • Er hat seinen Ursprung im Nervus mandibularis, dem unteren Ast (V3) des Nervus trigeminus.
  • Er verläuft unter der Unterzungendrüse und dem Ausführungsgang der Unterkieferspeicheldrüse (Ductus submandibularis) zur Zunge.

* Die Gaumenmandel = Tonsilla palatina (paarig angelegt) ist Teil des ‚lymphatischen Rachenrings’.

 

-> Siehe auch: Essen & Co. – Liquor (Tentoriumriss etc.); Wunderwerk Gehirn – Hirnsinus, Kleinhirnstiele etc.; Hirnnerven; Leitungsbahnen; Nervensystem; Glossar – Fossa cranii; Zum Nachdenken - Lymphatisches System; Gedankensplitter – Bulbus olfactorius etc.

 

 

Noch einmal: Kiemenbögen ...

(Siehe auch: Gedankensplitter – Bulbus olfactorius – Verbindungen ZUNGE)

 

Kiemenbögen sind in der Embryonalzeit vorübergehend bestehende Wände zwischen den Kiemenspalten. Sie enthalten: Embryonales Bindegewebe (Mesenchym), eine Knorpelspange, Muskelanlage, einen Nerv und eine Arterie.

 

Aus der 1. Kiemenspalte entwickeln sich:

Primäre Paukenhöhle, innere Epithelschicht (‚Deckschicht’) des Trommelfells und Ohrtrompete (Tuba auditiva).

Aus der 2. Kiemenspalte:

Tonsillenbucht mit der Gaumentonsille (Tonsilla palatina; Gaumenmandel – s. o.)

Aus der 3. und 4. Kiemenspalte:

Thymus und Epithelkörperchen (Glandulae parathyroideae; Nebenschilddrüsen)

Aus der 5. Kiemenspalte:

Die späteren C-Zellen der Schilddrüse (Glandula thyroidea)

 

-> Siehe auch: Glossar – Drüsen etc.; Gedankensplitter – Bulbus olfactorius (Paukenhöhle, Ohrtrompete etc.)

 

... und Nerven der Kiemenbögen ...

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1. Kiemenbogen

Nervus trigeminus

 

2. Kiemenbogen

Nervus facialis

3. Kiemenbogen

N. glossopharyngeus

4.-6. Kiemenbogen

Nervus vagus

Mandibula (Unterkiefer)

Hammer und Amboss

Steigbügel

Processus styloideus

Ligamentum stylohyoideum

Obere Hälfte des Zungenbeinkörpers

Kleines Zungenbeinhorn

 

Untere Hälfte des Zungenbeinkörpers

Großes Zungenbeinhorn

Kehlkopfknorpel

Sensorischer und motorischer Nerv.

Motorischer, parasympathischer  und sensorischer Nerv.

Sensorischer, motorischer und parasympathischer Nerv.

Sensorischer, motorischer und parasympathischer Nerv.

 

 

 

Siehe auch:

Diskussionsseite – Epileptoide Krankheiten, Migrälepsie, Zuschreibungen

Sehen und Lernen

Wahrnehmung

Sehen und Lernen

 

Und:

Was ich noch ... (November 2014; 26.01.2015) etc.

 

Quellen und zum Weiterlesen:

Elvira Bierbach (Hrsg.) – ‚Naturheilpraxis heute’; Verlag Urban & Fischer 2000; S. 322

Klinisches Wörterbuch ‚Pschyrembel’ (1994, 2007)

 

 

 

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