Lernen, autistisches

 

 

„Kinder und Erwachsene mit ASD* lernen durch direkte Erfahrung.“

Temple Grandin1

 

* Autismus-Spektrum-Funktionsstörung ...

 

 

Beispiel: Soziale Situationen ...

 

Temple Grandin erzählt u. a., dass ihre logischen Entscheidungen in 'sozialen Situationen' früher oft falsch waren - einfach deshalb, weil diese auf unzureichenden Informationen basierten, und sie dadurch wenig differenziert handeln konnte.

 

„Heute sind meine Antworten/Reaktionen sehr viel besser, weil ich auf meiner Festplatte mehr Informationen gespeichert habe ... Es muss erst eine riesige Datenmenge vorhanden sein, bevor soziale Beziehungen anfangen, einen Sinn zu machen.“ (S. 31 und 172)

 

Die 'riesige Datenmenge', über die sie inzwischen verfügt, hat sich bei ihr angehäuft nicht nur durch persönliche Erfahrungen, sondern auch durch das Lesen von Büchern und Zeitungsartikeln und durch das Anschauen von Fernsehsendungen und Filmen.

 

Für Temple Grandin ist mangelnde Information/Erfahrung auch der Grund, wenn Kinder in unterschiedlichen Situationen immer nur dieselbe Antwort bzw. Reaktion geben/zeigen:

  • Das Kind hat zu diesem Zeitpunkt nur eine begrenzte Zahl an 'Bildern' [... resp. Erfahrungen ...] auf seiner 'internen Festplatte' gespeichert, an die es sich erinnern, die es assoziieren und abrufen, anwenden kann.

Wenn ein Kind nach und nach mehr Erfahrungen sammelt und somit auch über ein größeres 'Datenmaterial' auf seiner 'Festplatte' verfügt, so kann es auch seine Antworten/Reaktionen verfeinern und anpassen.

 

 

1 „The Unwritten Rules of Social Relationships” by Temple Grandin, Ph.D. & Sean Barron.

Edited by Veronica Zysk - Future Horizons Inc.

  

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