Schockerlebnisse ...

 

Ein Unfall. Und eine Spinne.

 

Mit etwa 16 Jahren hatte ich einen Unfall.

Es war eine lebensbedrohliche Situation, ich hätte tot sein können.

Wie lebensbedrohlich diese Situation tatsächlich war,

wurde mir aber erst im Nachhinein mehr und mehr bewusst.

 

Vielleicht war ich sogar tatsächlich kurzzeitig ‚klinisch tot’.

 

Ein Physiker sagte einmal,

dass bei unserem Tod unsere Seele

auf Lichtgeschwindigkeit beschleunigt wird, 

in die Raum- und Zeitlosigkeit, in die Ewigkeit.

Und dass in dieser Raum- und Zeitlosigkeit alles mit allem verbunden ist.

 

Ich erinnere mich – nur ein ganz kurzer ‚Flashback’ - gerade während der lebensbedrohlichen Phase an eine (spitz-)bogenförmige Bewegung, und wie ich die Lichter der Stadt unter mir sehe.

 

Ich weiß auch noch, wie es zu dieser lebensbedrohlichen Situation kam,

sehe die Lichter und spüre diese Bewegung.

Man hat mich dann wieder auf die Füße gestellt. -

Blackout.

 

Meine Erinnerung setzt erst wieder ein in der Klinik:

Mein gebrochener Knöchel (links) wird eingerenkt, und ich bekomme einen Gipsverband.

 

Nur der Vollständigkeit halber ...

Etwa eine Woche später, Nacht vor dem vereinbarten Kontrolltermin.

Ich wache panisch auf, mein Herz rast wie wild, ich mache Licht.

Und sehe, wie eine dicke schwarze Spinne in meinem Bett unterwegs ist.

Unterwegs zu meinem Gipsbein!

Natürlich springe ich auf und laufe ein paar Schritte.

Bis ich merke, dass ich einen Gipsverband trage.

Aber da war es schon zu spät.

 

Die Knochen hatten sich wieder verschoben.

Das operative Einbringen einer Metallplatte wurde angeordnet.

Diese Platte blieb ein Jahr in meinem Bein.

 

Was bleibt?

Auf alle Fälle ein tröstlicher Gedanke, ein ‚Erahnen’:

Das Wissen um eine Seele, die sich vom Körper löst.

 

 

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