Glossar A – K ...

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ADH

Definitionen lt. Pschyrembel:

  1. Abk. für Antidiuretisches Hormon: Wird gebildet in den supraoptischen und paraventikulären Kernen des Hypothalamus und gespeichert im Hypophysenhinterlappen (HVL).
  2. Abk. für Alkoholdehydrognase.

-> Siehe dazu: Hypothalamus, Hypophyse etc.; Spurenelemente  - Molybdän

Agnosie

Störung des Erkennens ...

Oft mit einem 'Funktionswandel' (-> siehe dort) des betroffenen Sinnesorgans.

Formen:

  • Auditiv: Sog. 'Seelentaubheit'
  • Autotopagnonistisch: Hautreize am Körper können nicht richtig lokalisiert weden
  • Visuell: Sog. 'Seelenblindheit' - Störungen des Erkennens
  • Stereoagnostisch bzw. taktil: Gegenstände können nicht durch Tasten erkannt werden

Siehe auch: Sensibilitätsstörungen

-> Und: Zum Nachdenken - Agnosie, Simultanagnosie

AIDS

Zum Nachdenken ...

-> Siehe bei: Mineralstoffe - Natrium; Zum Nachdenken - KH-Malabsorption

Albinismus

Sammelbezeichnung für Störungen in der Biosynthese der Melanine. Einteilung:

- Okulokutaner Albinismus (Typ I – IV)

- Okularer Albinismus

Siehe dazu auch: Nävuszellen, Vitiligo

-> Und: Zum Nachdenken - Vitiligo; Gedankensplitter - Nervus-terminalis-Komplex (Albinismus) etc.

Aldosereduktase

Die ALDOSE- bzw. ALDEHYDREDUKTASE wandelt GLUCOSE um in SORBITOL (-> in Abhängigkeit von NADPH), und in einem zweiten – und letzten Schritt – wird SORBITOL in der Leber umgewandelt zu FRUKTOSE (-> durch das Enzym SORBITOLDEHYDROGENASE - und abhängig von NAD).

  • Dieser Stoffwechselweg benötigt kein ATP (= ADENOSINTRIPHOSPHAT; wichtigster Energielieferant der Zelle; s. o.).

Die ALDOSEREDUKTASE findet man auch:

- In der Linse und in der Netzhaut des Auges (= Retina).

- In den Schwann-Zellen der peripheren Nerven.

- In den Nieren.

- Im Mutterkuchen (= Plazenta).

- In roten Blutkörperchen (= Erythrozyten).

Siehe auch: Sorbitol

-> Und: Wunderwerk Gehirn - Retina; Fragen, Fragen, Fragen – Galaktose/Fruktose/Glutathion/GABA

 

Amyloid

Amyloidose

-> Siehe dazu bei: Was ich noch ... (April 2013; Bücherecke: Mary Newport)

Anämie

Sog. 'Blutarmut'. Es gibt verschiedene Formen.

Wichtige Symptome:

  • Leistungsminderung
  • Müdigkeit
  • Atemnot (in Ruhe, bei Belastung)
  • Anstieg der Herzfrequenz (Tachykardie)

Bei einer akuten Entwicklung zeigen sich Schocksymptome.

-> Siehe dazu auch: Zum Nachdenken - Schockformen etc.

Angelman-Syndrom

(Happy puppet syndrome)

... und Ubiquitin (ZUSAMMENHÄNGE)

-> Siehe bei: Zum Nachdenken - Eiweißabbau etc.

 

Aphasie

Sprachstörung nach abgeschlossener Sprachentwicklung.

Ursachen: Z. B. Schädigung der Sprachregion (meist linke Hemisphäre), Schlaganfall, Schädelhirntrauma etc.

Einteilung:

  • Motorische Aphasie (Broca-Aphasie - Störung der Sprachproduktion)
  • Sensorische Aphasie (Wernicke-Aphasie - Störung des Sprachverständnisses)
  • Amnestische Aphasie (Wortfindungsstörung - Ersetzen, Auslassen, Hinzufügen einzelner Laute oder Verwechseln von Wörtern)
  • Globale Aphasie (starke Störung des Sprachverständnisses und der Sprachproduktion)

-> Siehe dazu: Zum Nachdenken - Aphasie

Asthenie

Asthenisierung

Asthenie

= schnelle Ermüdbarkeit, Kraftlosigkeit, Schwäche (auch psychisch).

Asthenisierung

= allgemeine Schwächung, ausgelöst durch Extremsituationen.

-> Siehe dazu auch: Dopamin & Co. – Die Stress-Reaktion; Glossar – Plexus (Nervensystem) etc.

 

Ataxie

Störungen in der Koordination von Bewegungsabläufen:

  • Das exakte Zusammenspiel verschiedener Muskelgruppen, um eine bestimmte Bewegung auszuführen, gelingt nicht (= Asynergie).
  • Zielbewegungen werden falsch ‚bemessen’ (= Dysmetrie); es kommt zu überschießenden Bewegungenn (= Hypermetrie) oder zu vorzeitig verlangsamten und zu kurz bemessenen Bewegungen (= Hypometrie).

-> Siehe auch: Vestibularapparat ... oder Kleinhirn; Zum Nachdenken – Simultanagnosie (... Ataxie)

Ataxia teleangiectatica

Symptome:

Zerebellar-extrapyramidal-motorische Störungen

Okulokutane Teleangiektasien

Pigmentflecken

Polyneuropathie

Immundefekt mit Immunglobulinmangel

Lymphome

Wichtiges Frühsymptom:

Augenbewegungsstörungen

-> Siehe dazu: Leitungsbahnen; Fragen, Fragen, Fragen – Galaktose/Fruktose; Zum Nachdenken – Blutgruppen und Kohlenhydrate (Immunglobuline etc.); Glossar – Makrophagen etc.

 

Balkenmangel  (Balkenagenesie)

Fehlen des 'Balken' des Gehirns (= Corpus callosum), der Faserverbindung zwischen den beiden Hemisphären; er kann vollständig oder teilweise fehlen.

Das 'Corpus callosum' gehört - wie auch die 'Commissura anterior und posterior' - zu den sog. 'Kommisurenbahnen'. Das sind Nervenfasern in der 'weißen Substanz' des Großhirns; sie verbinden 'identische' Stellen beider Gehirnhälften.

Symptome bei Balkenmangel:

Krampfanfälle, Koordinationsstörungen.

Betroffene können Informationen aufnehmen, haben aber Probleme damit, diese zu verarbeiten. Oft bestehen Probleme mit Mathematik, motorische Probleme, Probleme mit dem Sprechen und Organisationsprobleme.

-> Siehe dazu: Wunderwerk Gehirn - Kommissurenbahnen; Lernprobleme etc.

Basalganglien (Stammganglien)

Hiermit bezeichnet man:

1. Entwicklungsgeschichtlich den Nucleus caudatus und das Putamen (= äußere Schicht des Linsenkerns).

2. Funktionell wird noch das Pallidum dazugerechnet, und auch der Nucleus subthalamicus, der Nucleus ruber (= Kern im Tegmentum) und die Substantia nigra (= melaninhaltige Nervenzellen).

Es sind jeweils Kerngebiete des 'extrapyramildalen Systems'. Hierzu zählen z. B. auch die 'Formatio reticularis' und der 'Nucleus vestibularis'.

-> Siehe dazu auch: Glossar – Basalganglien; Gedankensplitter - Nervus-terminalis-Komplex etc.

BDNF 

Brain-derived neurotrophic factor

Mögliche Verbindung zwischen BDNF und z. B.:

Alzheimer, Demenz

Anorexia nervosa, Bulimia nervosa

Bipolare Störung

Chorea Huntington

Depression

Ekzem

Epilepsie

Rett-Syndrom

Schizophrenie

Zwangsstörung

 
-> Siehe dazu: Essen & Co. - Ergänzungen; Zum Nachdenken - Myotonie etc.

 

 

Beriberi

Krankheit durch Thiaminmangel (Vit. B1-Mangel)

Man unterscheidet hierbei:

Eine akute Säuglingsberiberi ... 

Wenn eine Mutter, die ihr Kind stillt, selbst einen Thiaminmangel hat, kann dies bei ihrem Baby zu einer 'akuten Herzinsuffizienz' führen, an der das Baby sterben kann (... kommt oft vor ...).

Eine chronische Beriberi ...

Symptome sind Ödeme (= schmerzliche, nicht gerötete Schwellungen), periphere Nervenlähmung und Herzinsuffizienz.

Eine 'zerebrale' Beriberi ...

Auch sog. 'Wernicke-Enzephalopathie' oder 'Enzephalopathie im Erwachsenenalter' - sie kommt z. B. oft vor bei Alkoholkrankheit.

Das Krankheitsbild 'Beriberi' wurde bereits im Jahr 1630 beschrieben. Es wurde beobachtet bei Gefangenen in Ostasien, die 'geschälten' Reis bekamen: Die Betroffenen hatten schlotternde Knie und einen steifen Gang wie Schafe: Es sei wie eine Lähmung oder eher ein Körperzittern, es beeinflusse Bewegungen und Sinnesempfindungen der Hände und Füße ...

Siehe auch: Enzephalopathie, Thiamin, Thiaminmangel

-> Und: Essen & Co. – Vitamine etc.

Bewegungssehen

-> Siehe bei: Zum Nachdenken - Kontrastwahrnehmung

Bilirubin

Bilirubin - Enterohepatischer Kreislauf

Beim Abbau der Erythrozyten wird das darin enthaltene Hämoglobin in die Eiweiße HÄM und GLOBIN aufgespalten; dabei wird das im Hämoglobinmolekül enthaltene Eisen frei. Dieses Eisen wird sofort wieder an ein Transportprotein gebunden, damit es nicht über die Niere ausgeschieden wird, sondern dem Körper ‚erhalten’ bleibt.

Der 'Rest' des Häms wird über weitere Schritte abgebaut zu Bilirubin.

Bilirubin ist der wichtigste Gallenfarbstoff und zunächst NICHT WASSERLÖSLICH:

  • Es wird – an Albumin (sog. 'Transportprotein') gebunden – zur Leber transportiert. Bevor es in die Leberzellen aufgenommen wird, wird es wieder vom Albumin abgetrennt und stattdessen an GLUKURONSÄURE* gebunden; dadurch wird es besser wasserlöslich.
  • Es gelangt dann über die Gallenwege in den Darm.

Im Dickdarm wird Bilirubin weiter umgebaut zu:

  • Sterkobilin; dieses wird über den Darm ausgeschieden; Sterkobilin gibt dem ‚Ausscheidungsprodukt’ seine Farbe.
  • Urobilinogen; wird zum größten Teil wieder (ins Blut) aufgenommen, gelangt erneut zur Leber, wird dort weiter abgebaut und schließlich zur Niere transportiert und mit dem Urin ausgeschieden. Urobilinogen ist WASSERLÖSLICH.

* Glukuronsäure entsteht enzymatisch durch Oxidation von Glukose an C6: Aus UDP-Glukose (sog. aktive Glukose) wird UDP-Glukuronsäure (sog. aktive Glukuronsäure). UDP ist 'Uridindiphosphat', ein von Uridin abgeleitetes Nukleotid und Baustein der RNA.

-> Siehe auch: Spurenelemente - Mangan etc.

Chorea, Tics, Tourette-Syndrom

Bei der Chorea (= sog. 'Veitstanz') ist die 'Motorik' gesteigert (= Hyperkinesie), und es besteht auch eine 'Hypotonie der Muskulatur', also eine herabgesetzte Muskelspannung, und es kommt zu regellosen, plötzlich auftretenden unwillkürlichen Bewegungen der Extremitäten (= Gliedmaßen) - meist asymmetrisch; diese Bewegungen können auch im Schlaf auftreten bzw. weiterbestehen.

Die Chorea kann auch eine unerwünschte Medikamentenwirkung sein (z. B. von Neuroleptika und Antiepileptika).

Mit Tic bezeichnet man Gesichts- oder Nervenzuckungen, die plötzlich und unwillkürlich auftreten - z. B. Blinzeln oder Hüpfen. Bei Kindern treten Tics oft nur vorübergehend auf. Als Ursache vermutet man eine Störung der Verbindungen zwischen Großhirnrinde und Thalamus.

Beim Tourette-Syndrom (= Gilles-de-la-Tourette-Syndrom) treten ticartige Zuckungen auf,

v. a. im Geischt:

Augenzwinkern, Mundverzerren oder Zungenschnalzen.

Ruckartige Kopf- oder Schulterdrehungen.

Evtl. 'Zwangshandlungen' wie z. B. Ausstoßen von Schreien, Nachahmen der Bewegungen anderer Personen (= Echopraxie) oder der Gebrauch vulgärer Ausdrücke (= Koprolalie).

-> Siehe auch: Hypothalamus ... und Thalamus; Lernprobleme - ... zum Weiterlesen; Leitungsbahnen; Gedankensplitter - Neuroleptika etc.

 

- S. a.: BDNF -

 

Coenzyme

Coenzyme sind Substanzen, die an Enzymreaktionen beteiligt sind, bei denen z. B. Ionen oder Molekülgruppen übertragen werden (-> vom Coenzym übernommen bzw. abgegeben werden). Dabei wird das Coenzym an das Aktivitätszentrum des Enzyms angelagert.

Man unterscheidet freie (gelöste) Coenzyme und fest an Enzyme gebundene Coenzyme (= sog. ‚prosthetische Gruppe’)

  • „Viele Coenzyme enthalten als Bestandteil ihrer Struktur Vitamine.“

EINTEILUNG:

Wasserstoffübertragende Coenzyme

-> NAD, NADP, FMN, FAD, Alphaliponsäure, Ubichinon

Elektronenübertragende Coenzyme

-> Hämin

Gruppenübertragende Coenzyme

-> ATP, CoA, PLP (PALP; Pyridoxalphosphat), TPP, TDP (Thiaminpyrophosphat, Thiamindiphosphat), Tetrahydrofolsäure, Biotin, Liponsäure

Coenzyme der Isomerasen und Lyasen

-> UDP (Uridindiphosphat), PLP (PALP; Pyridoxalphosphat), TPP, TDP (Thiaminpyrophosphat, Thiamindiphosphat), Cobalamin

[Quelle: Pschyrembel 1994]

 

Cushing-Syndrom

-> Siehe bei: Mineralstoffe - Phosphor

Cystische Fibrose

(Mukoviszidose)

... und Ubiquitin (ZUSAMMENHÄNGE)

-> Siehe bei: Zum Nachdenken - Eiweißabbau etc.

 

DOPA

DOPA entsteht:

  • Durch Oxidation von TYROSIN zu DOPA -> Enzym: Tyrosinase (Cofaktor: Cu2+).
  • Durch Hydroxylierung von TYROSIN -> Enzym: Tyrosinhydroxylase (Fe2+-abhängige Monooxygenase; weitere Cofaktoren: Tetrahydrobiopterin, Sauerstoff).

-> Siehe dazu auch: Essen & Co. – Phenylalanin/Tyrosin etc.; Zum Nachdenken – Vitiligo; Gedankensplitter - Nervus-terminalis-Komplex (DOPA, Melanine und Albinismus) etc.

Elektrolyte

Die wichtigsten Elektrolyte sind:

Natrium Na+              

Häufigstes Kation im Extrazellularraum (außerhalb der Zelle).

Kalium K+                                      

Häufigstes Ion im Intrazellulärraum (in den Zellen).

Calcium Ca2+                               

Wichtig für die Erregungsübertragung.

Magnesium Mg2+    

Mitbeteiligt bei der Erregungsüberleitung an den Muskeln.

[Auch Herzmuskel! Wichtigstes Mineral in der Zelle.]

Chlorid Cl-                                     

Häufigstes Anion im Extrazellularraum (außerhalb der Zelle).

Phosphat PO43-                          

Baustein von ATP (s. o.), Zellmembran und Knochenmineral.

[Quelle: Naturheilpraxis heute]

-> Siehe dazu: Mineralstoffe – Magnesium etc.

 

"Sprüht man verdünntes Blutserum in eine Flamme, entstehen für jedes Elektrolyt charakteristische Farben, deren Farbtiefe man messen kann (Flammenphotometrie)."

[Quelle: Dr. med. Ch. Schottdorf-Timm, Prof. Dr. V. Maier - GU Kompaß Laborwerte; 1997]

 

Enzephalopathie

Mit diesem Begriff bezeichnet man Erkrankungen oder Schädigungen des Gehirns, die nicht entzündlich bedingt sind, sondern z. B. auftreten bei einer Hypertonie (= Bluthochdruck - sog. 'hypertensive Enzephalopathie'), bei Niereninsuffizienz, Diabetes mellitus, Leberzirrhose, Vergiftungen (z. B. durch Quecksilber oder Blei) oder bei Hormonstörungen.

Als 'Wernicke-Enzephalopathie' bezeichnet man eine 'Enzephalopathie im Erwachsenenalter' mit der Ursache: Thiaminmangel. Man nennt sie auch 'Polioencephalopathia haemorrhagica superior'*.

['Polioenzephalitis' = Entzündung der 'grauen Hirnsubstanz' (= Substantia grisea). Eine 'Hämorrhagie' ist eine Blutung.]

Die Symptome - je nach Grunderkrankung können sein:

  • Bewusstseinsstörungen - bis hin zu einem Koma
  • Psychische Veränderungen, z. B. Gedächtnissstörungen, Änderungen des Antriebs, Depressionen, Angst
  • Schwindel, Übelkeit, Erbrechen, Atemprobleme, erhöhter Puls etc.
  • Krampfanfälle, Hirnnervenlähmungen, Augenbewegungsstörungen, Fehlen aller oder einzelner Reflexe, Ataxie, spastische Lähmungen, Sensibilitätsstörungen

Zentralnervöse Symptome einer Enzephalopathie sind v. a.:

  • Stimmungslabilität
  • Angst
  • Erregung -> als Antriebsstörung mit Bewegungsunruhe und gesteigerter Erregbarkeit
  • Muskelzucken
  • Seh-, Hör-, Sprach- und Gangstörungen
  • Merkschwäche
  • Persönlichkeitsabbau
  • Symptome einer sog. 'Polyneuropathie' (= Erkrankung der 'peripheren Nerven', die nicht durch eine Verletzung oder Gewalteinwirkung bedingt ist)

[Quellen: Klinisches Wörterbuch 'Psychyrembel' und Naturheilpraxis heute ]

Siehe auch: Polyneuropathie, Sensibilitätsstörungen, Thiaminmangel

Extinktion

... hat u. a. folgende Bedeutungen:

Erlöschen bedingter Reflexe ...

'Bedingte Reflexe' sind 'konditionierte Reflexe' (-> Pawlow-Hund ...), d. h., sie werden nicht durch einen 'bereits vorangelegten' Reflexbogen vermittelt, sondern laufen erst nach 'Konditionierung' ab (-> sog. "Signallernen").

Nichtbeachtung eines Reizes bei 'doppelt simultaner Stimulation'

Vgl. auch Bezeichnung 'Neglect' = Bezeichnung für eine oft halbseitige Vernachlässigung des eigenen Körpers oder der Umgebung - eine oder mehrere 'Sinnesqualitäten' können dabei beteiligt sein ...

-> Siehe auch: Glossar – Gedächtnis etc.

Formatio reticularis

System markhaltiger Fasern und 'Nervenknoten'; es verläuft von der Medulla oblongata bis ins Zwischenhirn. Es ermöglicht:

  • Die Vermittlung lebenswichtiger Erregungen, die durch einen Reflex ablaufen.
  • Die Steuerung vegetativer Funktionen (= Funktionen, die nicht unserem Willen und Bewusstsein unterliegen).
  • Die Koordination von Reflexen zu Bewegungsabläufen.
  • Die Verarbeitung 'zuführender' Erregungen - als Informationen für die Großhirnrinde.

-> Siehe auch: Glossar – Plexus etc.

Formbarkeit der Intelligenz

[Malleability of intelligence]

Bedeutung der 'kritischen Phase' (Critical period).

 

-> Siehe bei: Zum Nachdenken - Myotonie (Anmerkungen bei Katarakt und Kindheits-Schielen)

 

Funktionswandel

Senkung der 'Wahrnehmungsschwelle' eines Sinnesorgans (optisch, akustisch, taktil, olfaktorisch, gustatorisch)

Siehe auch: Sensibilität, Sensibilitätsstörungen

-> Und: Wahrnehmung etc.

GABA und Hirnschädigungen

-> Siehe bei: Spurenelemente - Kupfer

Gallensäuren

Ein wichtiger Bestandteil der Gallensäuren ist eine ‚hochmolekulare’ Säure, abgeleitet von der CHOLANSÄURE durch Einführung von OH-Gruppen.

Der zweite wichtige Bestandteil ist entweder GLYCIN oder TAURIN.

Siehe auch: Bilirubin und enterohepatischer Kreislauf; Glutathion und Glycin

-> Und: Essen & Co.; Mineralstoffe etc.

 

Glukoneogenese, Glykolyse, Glykogenolyse

Glukoneogenese    

Neubildung von Glukose aus Nicht-Kohlenhydraten:

Fett, Eiweiß, Laktat

Die Umbildung geschieht v. a. in der Leber, aber auch in der Niere.

Glykolyse      

Anaerob (… ohne Sauerstoff …): Stoffwechselweg im Zytoplasma zur Energiegewinnung in Form von ATP (= Adenosintriphosphat).

Unter aeroben (… mit Sauerstoff …) Bedingungen wird PYRUVAT in den CITRATZYKLUS eingeschleust: Mittels Acetyl-CoA in den Mitochondrien oder Malat im Zytosol.

Glykogenolyse         

Ist der Abbau von Glykogen in den Zellen; er wird stimuliert durch:

Adrenalin -> in der Leber und in Muskeln

Glucagon -> in der Leber

-> Siehe dazu: Dopamin & Co.; Essen & Co. – Kohlenhydrate etc.; Fragen, Fragen, Fragen – Galaktose/Fruktose; Glossar – ATP, Zellorganellen etc.

Glukose-Toleranzfaktor

Zum Nachdenken ...

-> Siehe bei: Spurenelemente - Chrom

 

Glutamin und Gutaminsäure

Beim Abbau - v. a. von Aminosäuren – entsteht Ammoniak.

Der dabei freiwerdende ‚Salmiakgeist’ (= NH4+) kann zur Synthese von Glutamin und Glutaminsäure herangezogen werden.

Glutamin ist eine Aminosäure und ‚Aminogruppendonor’ bei vielen biochemischen Reaktionen, z. B. bei der Synthese von TRYPTOPHAN.

Tryptophan ist eine essentielle Aminosäure.

Aus ihr werden synthetisiert:

Serotonin, Melatonin, Nicotinsäure (Vitamin B3)

Glutaminsäure ist Vorstufe der Biosynthese von:

GABA

Ornithin

Prolin

Hydroxyprolin

Baustein der Folsäure (Vitamin B9)

-> Siehe auch: Essen & Co.; Glossar – GABA etc.; Zum Nachdenken - Hyperammonämie

 

Glutathion und Glycin

Glutathion wirkt als Coenzym, Cofaktor.

[Cofaktor von Glutathion ist SELEN.

In GLUTATHION - und auch in Glykocholsäuren und Hippursäure - ist Glycin enthalten.]

Glycin ist die einfachste und einzige 'optisch nicht aktive' Aminosäure. GLYCIN ist:

  • Hemmender Neurotransmitter in Rückenmark und Hirnstamm - für die Kontrolle der Motorik.
  • 'Vermittler' von Signalen (= sog. 'Ligand') für einen 'GABAA-Rezeptor ähnlichen Cl--Kanal' ...
  • Mit GLUTAMIN und ASPARAGIN wichtig für die Biosynthese der PURINBASEN; die wichtigsten Purinbasen sind ADENIN und GUANIN.

Siehe auch: Gallensäuren

-> Und: Essen & Co. – Glutathion; Fragen, Fragen, Fragen – Galaktose/Fruktose; Glossar – GABA; Mineralstoffe – Chlor/Chlorid, Magnesium etc.

 

Hirnlokales Syndrom

Unter diesem Begriff werden verschiedene Symptom-Kombinationen zusammengefasst; Ursache ist jeweils eine 'umschriebene' Schädigung des Gehirns (z. B. Hirntumoren, Gehirnblutungen, Durchblutungsstörungen etc.).

-> Siehe auch: Fragen, Fragen, Fragen – Hirnlokales Syndrom

 

 

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