‚ERKLÄRUNGS-ABC’

 

Quelle – wenn nicht anders angegeben - und zum Weiterlesen:

Klinisches Wörterbuch ‚Pschyrembel’

.

Abbau bzw. Synthese von GABA

 

GABA wird abgebaut durch Transaminierung und Oxidation zu Bernsteinsäure; synthetisiert wird es aus Glutamat (= Salz der Glutaminsäure) durch die Glutamatdecarboxylase.

 

Abbau bzw. Umbau von Glutaminsäure

 

Glutaminsäure wird abgebaut im Citratzyklus nach ‚Transaminierung’ zu Alphaketoglutarsäure oder umgebaut (‚Decarboxylierung’) zu GABA (syn. 4-Aminobuttersäure) und weiter umgesetzt zu Bernsteinsäure.

[Salze der Bernsteinsäure: Succinate; s. u.

Transaminierung ist die Übertragung der Aminogruppe einer Aminosäure auf eine ALPHAKETOSÄURE – katalysiert durch Transaminasen (= zweite Hauptklasse der Enzyme; ihre prosthetische Gruppe ist Pyridoxalphosphat - Abk. PALP; s. u.).

Decarboxylierung ist die Kohlendioxidabspaltung aus einer Carbonsäure - wichtige Coenzyme: Thiamindiphosphat und Pyridoxalphosophat; s. u.]

 

Adrenalin und Noradrenalin

 

Adrenalin

Biosynthese:  Aus TYROSIN über DOPA, Dopamin und Noradrenalin in chromaffinen Zellen. Dazu gehören:

- NNM (Nebennierenmark)

- Glomus coccygeum (am Ende der Arteria sacralis mediana im Kreuzbein-Steißbein-Bereich)

- Chromaffine Paraganglien des Sympathikus (sie bilden Adrenalin, Noradrenalin und Dopamin; ab dem 2. Lebensjahr bilden sie sich weitgehend zurück)

  • Die Aminogruppe ist methyliert.

Noradrenalin

Biosynthese: Aus TYROSIN über DOPA und Dopamin in NNM (Nebennierenmark) und sympathischem Nervensystem.

  • Die Aminogruppe ist unmethyliert.

- S. u.: Methylgruppenübertragung –

-> Siehe auch: Essen & Co. – Phenylalanin (Tyrosin, DOPA, Dopamin etc.)

 

Äpfelsäure (malic acid)

 

Mono-Hydroxy-Bernsteinsäure; ist Zwischenprodukt bei Glykolyse und Betaoxidation der Fettsäuren. Das Salz der Äpfelsäure ist Malat. [Pschyrembel 1994]

„Die Äpfelsäure besitzt ein Stereozentrum und ist optisch aktiv.“

Quelle und zum Weiterlesen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Malat

-> Siehe auch: Essen & Co. – Citratzyklus, Betaoxidation, Kohlenhydrate etc.

 

Alphaketosäuren

(Syn. α-Ketosäuren, 2-Oxocarbonsäuren)

Sind Zwischenprodukte des Aminosäurenstoffwechsels; es sind Carbonsäuren mit einer Ketogruppe an dem der Carboxylgrupe benachbarten C-Atom.

 

Alphaketoglutarsäure

(Syn. α-Ketoglutarsäure, 2-Oxoglutarsäure)

Zwischenprodukt im Citratzyklus* und bei Abbau von Glutaminsäure (durch oxidative Desaminierung).

* α-Ketoglutarat aus den Aminosäuren:

Glutaminsäure, Prolin, Arginin, Histidin, Glutamin

-> Siehe auch: Essen & Co. – Citratzyklus; Glossar – GABA etc.

 

Alphaketosäure-Dehydrogenasen

(Syn. 2-Oxosäure-Dehydrogenasen)

Sind Multienzymkomplexe: Sie katalysieren die oxidative Decarboxylierung von Alphaketosäuren und die Übertragung des Acylrests, der dabei gebildet wird, auf Coenzym A (= Wirkungsform des Vitamins Pantothensäure – Vitamin B5; s. u.). Weitere Coenzyme sind Liponsäure, Thiamindiphosphat, NAD+ und FAD (s. u.).

-> Siehe auch: Essen & Co. – Citratzyklus, Glutathion etc., Glossar – Zellorganellen; http://de.wikipedia.org/wiki/Liponsäure

 

Ammoniak und Ammonium

 

Ammoniak (NH3) wird im Harnstoffzyklus entgiftet, indem es mit Kohlendioxid (CO2) zu Harnstoff verknüpft wird. Harnstoff ist wichtigstes Endprodukt des Proteinstoffwechsels und Hauptausscheidungsform von Stickstoff (N).

V. a. in der Niere dient Ammoniak der Resorption von Kalium- und Natriumionen.

Ammonium (NH4+) wird in der Leber zur Biosynthese von Harnstoff genutzt.

-> Siehe auch: Mineralstoffe; Glossar – Puffersysteme; Zum Nachdenken - Hyperammonämie

 

Aspartat und Glutamat

 

Das Enzym Aspartataminotransferase (frühere Bezeichnung: Glutamat-Oxalacetat-Transaminase; GOT) überträgt die Aminogruppe von Aspartat (Salz der Asparaginsäure) auf Alphaketoglutarsäure; daraus entstehen Oxalacetat und L-Glutamat.

- S. L-Glutamat -

-> Siehe auch: Zum Nachdenken – Hyperammonämie (Defekt des Aspartat-Glutamat-Transporters)

 

Atmungskette

 

Ein Multienzymsystem mit verschiedenen hintereinandergeschalteten Redoxsystemen in den Mitochondrien der Zellen zur Energiegewinnung (in Form von ATP).

Bestandteile:

.

1. NADH-Ubichinon-Oxidoreduktase

 

[NADH-Dehydrogenase]

Ubichinon-Reduktion zu Ubichinol unter Oxidation von NADH

 

[Ubichinon = Coenzym Q]

 

Cofaktoren:

FMN

Proteingebundene Eisen-Schwefel-Zentren (FeS)

 

2. Succinat-Ubichinon-Oxidoreduktase

 

[Succinat-Dehydrogenase]

 

Ubichinon-Reduktion mit Succinat als Reduktionsmittel

 

[Succinate = Salze der

Bernsteinsäure]

 

Cofaktoren:

FAD u. a.

 

3. Ubichinon-Zytochrom-c-Oxidoreduktase

 

[Cytochrom-c-Reduktase]

 

Ubichinol-Oxidation unter Reduktion von Zytochrom c

 

[Reduktasen besitzen meist Zytochrome und können Elektronen auf Pyridinnukleotid-Coenzyme (= nicotinamidhaltige Coenzyme) übertragen.]

 

Cofaktoren:

U. a. Zytochrom b und c1

 

4. Zytochrom-c-Oxidase (Zytochrom-c-O2-Oxidoreduktase)

 

[Cytochrom-c-Oxidase]

 

Reduktion von Sauerstoff zu Wasser unter Zytochrom-c-Oxidation

 

[Oxidasen nutzen als Elektronenakzeptor molekularen Sauerstoff.]

 

Cofaktoren:

U. a. Zytochrom a

 

 

 

-> Siehe auch: Glossar – ATP, Zellorganellen (Innere Atmung); http://de.wikipedia.org/wiki/Atmungskette

 

ATP

ATP = Adenosintriphosphat

-> Siehe: Glossar – ATP etc.

 

Autorezeptoren

„Es scheint, dass die meisten, wenn nicht alle Nervenzellen Autorezeptoren besitzen. Es sind überwiegend G-Protein-gekoppelte Rezeptoren. In der Regel vermitteln sie eine Hemmung der Nervenzelle.“

 

„Nervenzellen mit dem Transmitter Glutaminsäure dagegen besitzen sowohl freisetzungshemmende als auch freisetzungssteigernde präsynaptische Autorezeptoren.“

 

[Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Autorezeptoren]

 

Axon

Nervenzellfortsatz; leitet Nervenimpulse weiter zu anderen Zellen; bildet zusammen mit der Schwann-Scheide die Nervenfaser. Aus den Endigungen des ‚präsynaptischen Axons’ werden Neurotransmitter freigesetzt, und dadurch wird die Durchlässigkeit (Permeabilität) der ‚postsynaptischen Membran’ verändert.

-> Siehe auch: Nervensystem

 

Azidose und Glutamat

 

Bei Azidose (‚Übersäuerung’; Mangel an Bicarbonat) wird L-Glutamat durch die Glutamatdehydrogenase oxidativ zu Alphaketoglutarat und NH4+ (= Ammonium) desaminiert.

-> Siehe auch: Glossar - Puffersysteme

 

Bernsteinsäure

 

Andere Bezeichnungen: Succinylsäure, Butandisäure, succinic acid, butanedioic acid, Lebensmittelzusatzstoff  E363. Salze: Succinate.

Bernsteinsäure ist unentbehrlicher Bestandteil im Fett- und Kohlenhydratstoffwechsel; wird durch die Succinatdehydrogenase zu Fumarsäure oxidiert.

- S. u. -

-> Siehe auch: Essen & Co. – Citratzyklus, Fette, Fettstoffwechsel, Kohlenhydrate

 

Betaoxidation

 

Der Hauptweg des enzymatischen Fettsäureabbaus in den Mitochondrien:

Spaltung der Fettsäuren zu Acetyl-CoA, das entweder für Biosynthesen verwendet wird, oder im Citratzyklus und in der Atmungskette vollständig zu CO2 und H2O oxidiert wird.

-> Siehe auch: Glossar - Zellorganellen

 

Carbonsäuren

 

Sind organische Verbindungen mit einer oder mehreren Carboxylgruppen ...; sie entstehen u. a. durch Oxidation primärer Alkohole – Zwischenprodukte sind Aldehyde.

 

Carboxylasen

 

Sind Enzyme, die die Einführung der Carboxylgruppe in organische Verbindungen (‚Carboxylierung’) katalysieren; Coenzym ist meist Biotin (Vitamin H).

Zur Erinnerung:

Die Kontrolle der Blutgerinnung erfolgt Vitamin-K-abhängig (Vitamin-K-abhängige Carboxylierung von Glutamylresten best. Gerinnungsfaktoren).

Bei einem ‚multiplen Carboxylasedefekt’ können sich u. U. folgende Symptome zeigen:

  • Ataxie (= Störung der Koordination von Bewegungsabläufen)
  • Krampfanfälle

-> Siehe auch: Vestibularapparat ... oder Kleinhirn; Essen & Co. – Triglyzeride, Vitamine; Glossar – GABA (Carboxylasen etc.), Makrophagen, Blutgerinnung

Citratzyklus

 

Der Citratzyklus dient dem oxidativen Endabbau von Acetyl-CoA zur Energielieferung in Form von GTP und Reduktionsäquivalenten (s. u.) und der Bereitstellung von Biosynthese-Zwischenprodukten.

-> Siehe auch: Essen & Co. – Citratzyklus etc.; Glossar – ATP (bzw. GTP)

 

Coenzym A

 

Ist die Wirkungsform der Pantothensäure (Vitamin B5).

- S. a.: Betaoxidation -

“It assists in transferring fatty acids from the cytoplasm to mitochondria.”

-> Siehe auch: http://en.wikipedia.org/wiki/Coenzyme_A; Glossar – Zellorganellen etc.

 

Coenzym Q (Ubichinon)

 

Ist eine Sammelbezeichnung für 2,3-Dimethoxy-5-methylbenzochinone mit variablen Seitenketten von 6 – 10 Isopreneinheiten an C-6; sie übertragen als Coenzyme der Atmungskette Protonen und Elektronen.

 

Decarboxylierung

 

Kohlendioxidabspaltung aus einer Carbonsäure ...

Coenzyme dabei sind v. a.:

  • Thiamindiphosphat (Alphaketosäuren) – Vitamin B1
  • Pyridoxalphosphat (Aminosäuren) – Vitamin B6

-> Siehe auch: Essen & Co. – Phenylalanin (Decarboxylierung)

 

Dehydrogenasen

 

Gehören zu den Oxidoreduktasen (= erste Hauptklasse der Enzyme); sie übertragen Wasserstoff. Coenzyme sind häufig NAD+, NADP+ und FAD.

-> Siehe auch: Fragen, Fragen, Fragen – Katalase (Oxidoreduktasen); Glossar – Puffersysteme

Und vgl.: http://en.wikipedia.org/wiki/Hydrogenase

 

Desaminierung

 

Abspaltung von NH3 (= Ammoniak) aus Derivaten des Ammoniaks (s. o.).

 

FAD und FMN

 

Flavinadenindinukleotid entsteht bei der Verknüpfung der AMP-Gruppe von ATP mit FMN.

Flavinadeninmononukleotid entsteht aus Riboflavin (Vitamin B2) und ATP.

-> Siehe auch: Essen & Co. – Vitamine; Glossar - ATP

 

Fumarsäure

 

Ist Oxidations(zwischen)produkt im pflanzlichen und tierischen/menschlichen Stoffwechsel. Andere Bezeichnungen: Trans-1,2-Ethylendicarbonsäure, Trans-Butendisäure, E 297. Salze: Fumarate. Cisform: Maleinsäure

 

Im Citratzyklus entsteht Fumarat aus den Aminosäuren:

Phenylalanin, Tyrosin und Asparaginsäure.

 

-> Siehe auch: Essen & Co. – Aminosäuren, Citratzyklus, Phenylalanin etc.; de.wikipedia.org/wiki/Fumarsäure, Maleinsäure

 

Glutamat

Salz der Glutaminsäure

Ist wichtiger erregender Neurotransmitter an mind. 5 Rezeptortypen.

Glutamat ist wichtig für Projektionen (‚Weiterleitungen’) zum Hippocampus, Thalamus und zu den Basalganglien; wichtig für die Vermittlung von Sinneswahrnehmungen, die Motorik und für höhere Gehirnfunktionen.

-> Siehe auch: Wunderwerk Gehirn; Glossar – GABA, Limbisches System

 

Glutamin

 

Glutamin ist Amid der Glutaminsäure, das aus Glutaminsäure und Ammonium (NH4+) unter ATP-Verbrauch gebildet wird und v. a. in der Muskulatur Ammoniak entgiftet.

GLUTAMIN ist u. a. wichtig bei der Synthese von Tryptophan.

 

Zur Erinnerung ...

Tryptophan (essentielle Aminosäure) ist Ausgangssubstanz für die Biosynthese von:

.

Serotonin

 

Neurotransmitter und Mediator

Vorläufer von Melatonin

Vorkommen u. a. in der Darmschleimhaut (in enterochromaffinen Zellen), in Blutplättchen (Thrombozyten) und im Zentralen Nervensystem (v. a. in den Nuclei raphes im Hirnstamm)

-> Siehe auch Nuclei; ... und mehr: Enterochromaffin; Glossar – Blutgerinnung etc.

 

Melatonin

 

Sog. ‚Schlafhormon’

-> Siehe Epiphyse

 

Nicotinsäure

 

Vorstufe der PYRIDINNUKLEOTID-Coenzyme (NAD+, NADP+); diese enthalten Nicotinamid (Niacin; Vitamin B3).

-> Siehe auch: Fragen, Fragen, Fragen - Galaktose, Fruktose, Glutathion und GABA

 

 

„Für nahezu alle anderen Aminogruppen, die im Stoffwechsel benötigt werden, ist Glutamin der Donor.“

[Quelle und zum Weiterlesen: http://de.wikipedia.org/wiki/Glutaminsäure etc.]

 

Glutaminase

 

Gehört zu den Hydrolasen (= dritte Hauptklasse der Enzyme); sie spaltet Glutamin in Glutaminsäure und Ammoniak (unter Wasseraufnahme ...).

 

Glutaminsäure

 

Ist Vorstufe der Biosynthese von GABA (s. o.), Ornithin, Prolin, Hydroxyprolin und Baustein der Folsäure.

 

Zur Erinnerung ...

.

 

Ornithin

Basische, nichtproteinogene (‚nichteiweißbildende’) Aminosäure.

Entsteht im Harnstoffzyklus aus Arginin.

Decarboxylierung ergibt Putrescin, die biosynthetische Vorstufe von Spermin.

 

Zur Erinnerung ...

Arginin ist eine im Säuglingsalter essentielle Aminosäure, die mit der Nahrung (bzw. Muttermilch ...) zugeführt werden muss.

Spermin ist wichtig für die Regulierung der Zellproliferation (‚Wucherung’), stimuliert die DNA- und RNA-Synthese und hemmt Proteinkinasen (-> phosphorylieren Proteine, meist unter ‚Veresterung’ eines Serin- oder Threoninrests).

-> Siehe auch: Glossar – Arg3.1

 

Prolin

Einzige proteinogene Aminosäure mit sekundärer Aminogruppe.

Biosynthese aus Glutaminsäure oder aus Ornithin.

Vorkommen:

Besonders in Kollagen (‚Gerüsteiweiß’ in Bindegewebe, Sehnen, Faszien, Bändern, Knorpel, Knochen und im Zahnbein).

-> Siehe auch: Glossar – Bindegewebe

 

Hydroxyprolin

Aminosäure.

Vorkommen v. a. in Kollagen (s. Prolin).

 

Folsäure

Hitze- und lichtempfindliches, wasserlösliches Vitamin.

Wuchsstoff für Bakterien.

Die biologisch aktive Form - als Coenzym bei der Übertragung von C1-Gruppen (Methyl, Formyl, Formiat) und der Synthese von Purin und Thymin - ist Tetrahydrofolsäure (Abk. FH4).

 

Methylgruppe = CH3-Gruppe

Methylgruppenübertragung von Adenosylmethionin (SAM), sog. ‚aktiviertes Methionin’ aus Methionin und ATP; SAM ist Methylgruppendonator bei der Biosynthese von z. B. Adrenalin und Cholin.

 

Formyl = Bezeichnung für die ‚Aldehydgruppe’

Aldehyd ist das ‚erste Dehydrierungsprodukt’ primärer Alkohole; es enthält als funktionelle Gruppe die Aldehydgruppe (Carbonylgruppe).

Formaldehyd (Methanal) und Ameisensäure (Methansäure; Formic acid) gehören zur ‚Formyl-Gruppe’;

es sind einfachste Aldehyde.

Ameisensäure ist Oxidationsprodukt von Formaldehyd und wird verwendet als Futtermittelzusatz oder zur Konservierung von Lebensmitteln.

 

Formiat = Salz der Ameisensäure (Methansäure)

Ameisensäure ist Oxidationsprodukt des Formaldehyds (Methanal).

 

-> Siehe auch: Glossar – ATP (Tetrahydrofolsäure etc.); Zum Nachdenken – Süßstoff Aspartam; Cholin (Methionin, Glycin, Threonin)

 

-> Siehe auch:

Essen & Co. - Aminosäuren

Glossar – GABA (Ornithin, Spermin, Kinasen, Prolin, Hydroxyprolin, Folsäure, Purin, Thymin)

 

 

Glutaminsäure entsteht durch Transaminierung aus Alphaketoglutarsäure; die Synthese findet v. a. in Leber, Niere, Gehirn und Lunge statt.

AbgebautA wird GLUTAMINSÄURE im Citratzyklus:

- Nach Transaminierung zu Alphaketoglutarsäure.

- Oder nach Decarboxylierung zu 4-Aminobuttersäure (= GABA).

 

[Pschyrembel 1994: GLUTAMINSÄURE ist eine ...

„... nichtessentielle Aminosäure, die aus Alphaketoglutarsäure, Ammoniak und NADPH2 unter Einfluß von Glutamatdehydrogenase (GLDH) gebildet wird. ...“

- S. o.: Dehydrogenasen -

 

GLDH „katalysiert die Bildung von L-Glutamat und NAD aus NH4+ (Ammonium), Alphaketoglutarat und NADH (s. u.); Vorkommen in allen Organen, v. a. in den Mitochondrien der Leberzellen.“

-> Siehe auch: Glossar – Zellorganellen]

 

GABA wird weiter umgesetzt zu Bernsteinsäure (Succinylsäure).

Salze und Ester der Bernsteinsäure: Succinate.

 

Bernsteinsäure wird durch die SUCCINATDEHYDROGENASE zu Fumarsäure dehydriert.

Salze der Fumarsäure: Fumarate.

  • Aus dem hydrolytischen Abbau von Phenylalanin und Tyrosin und bei der Desaminierung von Asparaginsäure entsteht ebenfalls Fumarsäure.

[Decarboxylierung: Kohlendioxidabspaltung aus einer Carbonsäure ...

Dehydrierung: Wasserstoffentfernung (s. Dehydrogenasen)

Desaminierung: Abspaltung von NH3 (= Ammoniak) aus Derivaten des Ammoniaks

Hydrolyse: Spaltung chemischer Verbindungen unter Wasseraufnahme

Transaminierung: Reversible ... Übertragung der Aminogruppe einer Aminosäure auf eine Alphaketosäure]

 

-> Siehe auch: Essen & Co. – Aminosäuren, Phenylalanin, Citratzyklus, Atmungskette; Glossar – ATP, GABA etc.

 

 „Nervenzellen mit dem Transmitter Glutaminsäure dagegen besitzen sowohl freisetzungshemmende als auch freisetzungssteigernde präsynaptische Autorezeptoren.“

http://de.wikipedia.org/wiki/Autorezeptoren#cite_note-5#cite_note-5Quelle und zum Weiterlesen: http://de.wikipedia.org/wiki/Autorezeptoren - s. o.

 

G-Proteine

Kurzbezeichnung für ‚Guaninnukleotide bindende Proteine’; sie steuern spezifische Zellaktivitäten.

- Sie sind aktiv, wenn GTP gebunden ist.

- Sie werden inaktiv, wenn sie GDP tragen.

Sie besitzen oft ‚intrinsische GTPase-Aktivität’.

-> Siehe auch: Glossar – ATP (... und GTP) etc.

 

Harnstoff

 

Ist wichtigstes Endprodukt des Proteinstoffwechsels und Hauptausscheidungsform von Stickstoff (N).

Bestimmte Bakterien haben die Fähigkeit, Harnstoff enzymatisch zu Ammoniak und Kohlendioxid abzubauen. [Pschyrembel]

 

Harnstoffzyklus

 

Im Harnstoffzyklus (auch: Arginin-Harnstoff-Zyklus) wird Ammoniak (NH3) entgiftet durch Verknüpfung mit Kohlendioxid (CO2) zu Harnstoff.

-> Siehe auch: Glossar - Gedächtnis

 

Hydroxylierung und Hydroxylasen

 

Hydroxylierung ist die Einführung einer oder mehrerer Hydroxylgruppen (OH-Gruppen) in eine organische Verbindung, enzymvermittelt durch hydroxylierende Oxidoreduktasen (Hydroxylasen). Dazu gehören z. B. Monooxygenasen (z. B. Zytochrom-P-450-Isoenzyme) und molybdänhaltige Monooxygenasen (z. B. Xanthinoxidase, Aldehyddehydrogenase).

-> Siehe auch: Spurenelemente (Molybdän); Fragen, Fragen, Fragen - Katalase

 

Isopren

 

Ist ungesättigter Kohlenwasserstoff; sog. ‚aktives Isopren’ (Isopentenyldiphosphat) ist Zwischenprodukt in der Biosynthese von mono-, oligo- und polymeren Isoprenoiden, z. B.: Cholesterol, Gallensäuren, Steroiden, Carotinoiden.

Es entsteht über Mevalonsäure aus 3 Molekülen Acetyl-CoA (= aktivierte Form der Essigsäure; verbindet Citratzyklus, Glykolyse und Fettstoffwechsel; s. o.).

-> Siehe auch: Essen & Co. – Citratzyklus etc.; Hormone & Co.; Fragen, Fragen, Fragen – Katalase; de.wikipedia.org/wiki – Atmungskette; Mitochondrium; Ubichinone etc.

 

Ketonkörper

 

Bei der Energiegewinnung aus Fettsäuren - und auch beim Abbau von ketoplastischen Aminosäuren (Leucin, Lysin) - bildet der Organismus sog. ‚Ketonkörper’:

Acetessigsäure, Betahydroxybuttersäure und Aceton.

 

1. Acetessigsäure (Betaketobuttersäure) entsteht in der Leber bei der Spaltung von Betahydroxymethylglutaryl-CoA (HMG-CoA); HMG-CoA entsteht bei der Biosynthese von Cholesterin (= Cholesterol).

 

2. Betahydroxybuttersäure ist ein physiologischer und pathologischer Metabolit; entsteht beim Abbau von Fett oder von ketoplastischen Aminosäuren (i. R. der Betaoxidation oder durch 'Reduktion' von Acetessigsäure).

 

3. Aceton entsteht durch Decarboxylierung von Acetessigsäure.

 

-> Siehe auch: Essen & Co. – Fettstoffwechsel (Ketonkörper)

 

L-Glutamat

 

Das Enzym Aspartataminotransferase (frühere Bezeichnung: Glutamat-Oxalacetat-Transaminase; GOT) überträgt die Aminogruppe von Aspartat (Salz der Asparaginsäure) auf Alphaketoglutarsäure: Daraus entstehen Oxalacetat und L-Glutamat.  

 

[Aspartat ist ein erregender Neurotransmitter und eng verwandt mit Glutamat: Es ist Ligand (= ‚Signalvermittler’) der Glutamat-Rezeptoren.

Die Aspartataminotransferase findet sich v. a. in der Leber, in Herz- und Skelettmuskelzellen, in der Niere und im Gehirn.]

 

„Im Zentralnervensystem wird L-Glutaminsäure durch das Enzym L-Glutaminsäuredecarboxylase zu γ-Aminobuttersäure (GABA), einem weiteren Neurotransmitter, decarboxyliert. L-Glutaminsäure ist die einzige Aminosäure, die im Gehirn oxidiert, transaminiert, aminiert und decarboxyliert wird.“

 

-> Siehe auch: http://de.wikipedia.org/wiki/Glutaminsäure (L-Glutamat etc.); Zum Nachdenken – Hyperammonämie (Defekt des Aspartat-Glutamat-Transporters)

 

Malat (malate)

 

Salz der Äpfelsäure (= malic acid, Mono-Hydroxy-Bernsteinsäure; Zwischenprodukt bei Glykolyse und Betaoxidation der Fettsäuren; s. o. und s. Pyruvat).

„Malat ist Zwischenprodukt im Citratzyklus (mitochondrial) und Lieferant von Reduktionsäquivalenten (NADPH) im Zytosol.“ [Pschyrembel 2007]

-> Siehe auch: Essen & Co. – Citratzyklus, Kohlenhydrate, Betaoxidation etc.; Glossar – Zellorganellen

 

Malatdehydrogenase

(Abk. MDH)

 

Katalysiert die Dehydrierung (‚Wasserstoffentfernung’) von Malat zu Oxalacetat; Coenzym ist NAD+.

Vorkommen: Im Citratzyklus in den Mitochondrien, i. R. der Glukoneogenese auch im Zytosol.

 

-> Siehe auch: Essen & Co. – Citratzyklus; Glossar – ATP und Glykolyse, Puffersysteme, Zellorganellen

 

Malatenzym

(malic enzyme)

 

Decarboxyliert Malat zu Pyruvat, reduziert dabei NADP+ zu NADPH oder wird genützt zur Synthese von Malat. Vorkommen: Im Zytosol und in Mitochondrien. [Pschyrembel]

-> Siehe auch: Glossar - Zellorganellen

 

Maleinsäure

(maleic acid)

 

Ist cis-Isomer der Fumarsäure.

“Maleic acid is the cis-isomer of butenedioic acid, whereas fumaric acid is the trans-isomer. It is mainly used as a precursor to fumaric acid, and relative to its parent maleic anhydride ...”.

-> Siehe auch: http://en.wikipedia.org/wiki/Maleic_acid

 

Malonsäure

(malonic acid)

 

Salze: Malonate.

„Als unphysiologischer Metabolit kompetitiver Hemmstoff der Succinatdehydrogenase.“

[Pschyrembel]

„Malonsäure ist ein Zellgift, das durch Hemmung der Succinat-Dehydrogenase den Ablauf des Citratzyklus (Krebszyklus) hemmt.“

-> Siehe auch: http://de.wikipedia.org/wiki/Malonsäure

 

“Malonic acid is the classic example of a competitive inhibitor: It acts against succinate dehydrogenase (complex II) in the respiratory electron transport chain.”

-> Siehe auch: http://en.wikipedia.org/wiki/Malonic_acid

 

Methylgruppenübertragung

 

Coenzym: Tetrahydrofolsäure (Abk. FH4; biologisch aktive Form der Folsäure.

„Folsäure zählt zu den kritischen Nährstoffen fast aller Bevölkerungsgruppen.“ [Pschyrembel]

-> Siehe auch: Essen & Co. – Vitamine; Glossar – ATP (SAM etc.); http://en.wikipedia.org/wiki/Methylation

 

Myelinscheide

Schwann-Scheide (Myelinscheide) = Umhüllung der Axone einer Nervenzelle aus Myelin.

  • Myelin = isolierende Schicht der markhaltigen Nervenfasern (Substantia alba;‚weiße Substanz’ des Gehirns und Rückenmarks).
  • Nach dem Myelingehalt werden die Nervenfasern eingeteilt in ‚markhaltig’ und ‚marklos’.
  • Die Substantia alba ist aus markhaltigen Nervenfasern aufgebaut.

Die Erregungsübertragung an den Synapsen markhaltiger motorischer Nervenfasern erfolgt durch Acetylcholin (... auch an efferenten [herausführenden] Synapsen des Parasympathikus und an allen prä- und einigen postganglionären efferenten Fasern des Sympathikus).

 

-> Siehe auch: Essen & Co. – Acetylcholin, Wasser-Vitamine (bes. B1 und B12); Wunderwerk Gehirn – Substantia alba; Nervensystem; Glossar – ATP (bzw. GTP), Second messenger, Zellorganellen

 

NADPH, NAD+, NADP+

 

NADPH bzw. NAD+ und NADP+ sind Pyridinnukleotid-Coenzyme, die an zahlreichen biologischen Redoxreaktionen (d. h. Elektronenaufnahme und –abgabe) beteiligt sind:

  • In oxidierter Form als Elektronenakzeptoren (‚Aufnehmer’).
  • In reduzierter Form als Elektronendonoren (‚Geber’).

Sie übertragen ‚Reduktionsäquivalente’ (s. u.), und sie enthalten Nicotinamid (Niacin; Vitamin ‚B3’; s. Niacin).

.

 

NAD+

NAD+ = Nicotinamid-Adenin-Dinukleotid ist mit D-Ribose verknüpftes kationisches (‚positiv geladenes’) Nicotinamid (‘Vitamin B3’) und über eine Phosphatbrücke mit Adenosin verbunden.

 

Ribose ist ein Monosaccharid und Bestandteil von RNA, Cobalamin (Vitamin B12), einigen Coenzymen und von vielen Glykosiden.

-> Siehe auch: Essen & Co. – Kohlenhydrate; Glossar – ATP, Zellorganellen

 

NADP+

NADP+ = Nicotinamid-Adenin-Dinukleotid-Phosophat entsteht aus NAD+ durch Phosphorylierung ... des Adenosins.

-> Siehe auch: Glossar – ATP, Zellorganellen

 

  • Zur Energiegewinnung werden die ‚Reduktionsäquivalente’ von NADH im Allg. in die Atmungskette eingeschleust.
  • NADPH steht normalerweise zur Verfügung für die Biosynthese von z. B. Fettsäuren und Steroidhormonen.

Zur Erinnerung ...

Zu den Steroidhormonen gehören Sexualhormone, Gluko- und Mineralokortikoide. Glukokortikoide sind die sog. ‚Stresshormone’, zu denen Cortisol gehört.

 

-> Siehe auch: Dopamin & Co. – Ein Anfang etc.; Essen & Co. – Fette, Vitamine; Hormone & Co.; Hypothalamus, Hypophyse, Nebenniere; Zum Nachdenken – Schockformen etc.

 

Niacin

 

Ist Sammelbezeichnung für Derivate (‚Abkömmlinge’) der Pyridin-3-carbonsäure, einer Gruppe wasserlöslicher Vitamine; dazu gehören: Nicotinsäure, Nicotinsäureamid und die Pyridinnukleotid-Coenzyme NAD+ und NADP+ (s. o.). Diese Vitamine haben ‚Antipellagra-Wirkung’ – zur Erinnerung: Wichtige Pellagra-Symptome sind: Hautentzündung, Durchfall und Demenz ...

Nicotinsäure und Nicotinsäureamid werden aus Tryptophan biosynthetisiert (s. o.: Glutamin).

 

Oxalacetat

 

Das Enzym Aspartataminotransferase (frühere Bezeichnung: Glutamat-Oxalacetat-Transaminase; GOT) überträgt die Aminogruppe von Aspartat (Salz der ASPARAGINSÄURE) auf Alphaketoglutarsäure; daraus entstehen Oxalacetat und L-Glutamat.  Die Aspartataminotransferase findet sich v. a. in der Leber, in Herz- und Skelettmuskelzellen, in der Niere und im Gehirn.

Aspartat ist ein erregender Neurotransmitter und eng verwandt mit Glutamat: Aspartat ist Ligand (= ‚Signalvermittler’) der Glutamat-Rezeptoren.

 

Oxidation

 

Entzug von Elektronen, meist mit Sauerstoffbeteiligung (‚Redoxvorgang’): Ein Element oder eine Verbindung gibt Elektronen ab an den Reaktionspartner.

 

Oxidoreduktasen

 

Erste Hauptklasse der Enzyme; sie katalysieren Redoxreaktionen. Dazu gehören: Oxidasen, Dehydrogenasen, Monooxygenasen, Dioxygenasen und molybdänhaltige Hydroxylasen.

-> Siehe auch: Spurenelemente – Mangan; Fragen, Fragen, Fragen – Katalase

 

Pyridinnukleotid-Coenzyme

 

Siehe NAD+, NADP+.

 

Pyridoxalphosphat (PALP)

 

Ist wichtigstes gruppenübertragendes Coenzym im Aminosäurestoffwechsel und bei der Synthese der Deltaaminolävulinsäure.

 

Pyridoxin (‚Vitamin B6’) ist Sammelbezeichnung für die wasserlöslichen Wirkstoffe Pyridoxol, Pyridoxal, Pyridoxamin und deren 5’-Phosporsäureester.

-> Siehe auch: Essen & Co. – Vitamine, Biosynthese der Porphyrine (Deltaaminolävulinsäure); Glossar – ATP (Pyridoxalphosphat etc.)

 

Pyruvate

 

Salze der Brenztraubensäure.

-> Siehe auch: Glossar – ATP ... und Glykolyse, GABA

 

Pyruvatdehydrogenase

 

Die Pyruvatdehydrogenase ist ein ‚Multienzymkomplex’ und besteht aus 3 Enzymen und 5 Coenzymen.

  • Enzyme: Pyruvatdecarboxylase (Cofaktor: Magnesium), Dihydrolipoyl-Acetyltransferase, Dihydrolipoyl-Dehydrogenase
  • Coenzyme: Thiamindiphosphat, Liponsäure, CoA, FAD, NAD

CoA ist die Wirkungsform der Pantothensäure (Vitamin B5).

-> Siehe auch: Essen & Co. - Phenylalanin

 

Pyruvatkinase

 

Katalysiert die letzte energieliefernde Reaktion der Glykolyse (... Abbau von Glukose zu Laktat zur Energiegewinnung in Form von ATP ...).

Vorkommen: U. a. im Muskel, in Erythrozyten (rote Blutkörperchen) und in der Leber.

Sie ist eine ‚metallionenabhängige Phosphotransferase’.

-> Siehe auch: Glossar – ATP ... und Glykolyse

 

Reduktasen

 

Enthalten Flavin (‚Vitamin B2’), besitzen meist Zytochrome (s. u.) und können Elektronen auf Pyridinnukleotid-Coenzyme übertragen.

 

Reduktionsäquivalent

„Als ein Reduktionsäquivalent bezeichnet man 1 Mol Elektronen, die bei Redoxreaktionen entweder direkt oder in Form von Wasserstoff übertragen werden.“

  • Überträger von reinen Elektronen sind z. B. Zytochrome.
  • Überträger von Elektronen in Form von Wasserstoffatomen sind z. B. FAD und Ubichinon.
  • Überträger von reinen Elektronen und Wasserstoffatomen zugleich ist z. B. Nikotinamidadenindinukleotid (NAD; im oxidierten Zustand als NAD+, im reduzierten Zustand als NADH).

[Quelle und zum Weiterlesen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Reduktionsäquivalent]

http://de.wikipedia.org/wiki/Reduktions%C3%A4quivalent#cite_note-0#cite_note-0

Schwann-Scheide

Myelinscheide der peripheren Nervenfaser (s. o.).

 

Succinatdehydrogenase

 

Die Succinatdehydrogenase ist an der mitochondrialen Membran lokalisiert; sie ist eine FAD-haltige Oxidoreduktase mit Eisen/Schwefel-Zentren. Im Citratzyklus oxidiert sie Bernsteinsäure zu Fumarsäure und überträgt Reduktionsäquivalente von FAD auf Ubichinon oder Zytochrom b.

 

 „Die Bilanzierung dieses Schrittes des Citratzyklus ergibt also eine Übertragung zweier Elektronen vom Succinat auf Ubichinon. Ein Protonentransport findet über dieses Enzym jedoch nicht statt.“

[Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Succinat-Dehydrogenase]

 

Zur Erinnerung ...

Der Transport von Protonen (H+) reguliert den Säure-Basen-Haushalt, ist wichtig für die Energiegewinnung in der Atmungskette und für die Salzsäureproduktion im Magen. Salzsäure wirkt keimreduzierend und aktiviert das Verdauungsenzym Pepsin (Eiweißverdauung).

-> Siehe auch: Dopamin & Co. – Secretin (Magensaft, Pepsin etc.); Essen & Co. – Citratzyklus; Glossar – Puffersysteme

 

Succinate

 

Sind Salze der Bernsteinsäure (= Metabolit im Fett- und Kohlenhydratstoffwechsel).

Bernsteinsäure wird durch die Succinatdehydrogenase zu Fumarsäure oxidiert.

 

Thiamindiphosphat

 

Thiamindiphosphat ist die biologisch aktive Form von Thiamin (Vitamin B1) und entsteht v. a. in der Leber. Alte Bezeichnung: Thiaminpyrophosphat.

-> Siehe auch: Essen & Co. – Phenylalanin; Glossar – Beriberi, Thiamin

 

Transaminasen

(Syn. Aminotransferasen)

Sind Enzyme, die Aminogruppen übertragen. Ihre prosthetische Gruppe ist Pyridoxalphosphat (PALP; s. o.).

 

Transaminierung

 

Ist die reversible Übertragung der Aminogruppe einer Aminosäure auf eine Alphaketosäure (auch: 2-Oxocarbonsäure; s. o.), katalysiert durch Transaminasen (= zweite Hauptklasse der Enzyme; ihre prosthetische Gruppe ist Pyridoxalphosphat - Abk. PALP; s. o.).

 

TRH

 

Thyrotropin-releasing-hormone aus dem Hypothalamus stimuliert v. a. die Freisetzung von TSH (Thyroidea [= Schilddrüse] stimulierendes Hormon) aus dem Hypophysenvorderlappen (HVL).

Reguliert wird die TRH-Sekretion durch:

  • Noradrenalin (wirkt stimulierend).
  • Serotonin (wirkt hemmend).
  • Schilddrüsenhormone ‚T4’ und ‚T3’ (negativer Feedback-Mechanismus).

-> Siehe auch: Hypothalamus und Hypophyse; Essen & Co. – Albumin (Schilddrüsenhormone etc.), Lymphe; Glossar – HVL-Hormone

 

Ubichinon

 

Sog. Coenzym Q; Sammelbezeichnung für Coenzyme, die in der Atmungskette Protonen und Elektronen übertragen.

 

Wasserstoff

(H – Hydrogenium)

 

Beim Abbau von Nährstoffen entstehen bei Enzymreaktionen sog. ‚Reduktionsäquivalente’ (s. o.), die durch Enzyme übertragen und in der Atmungskette unter ATP-Gewinn zu Wasser oxidiert werden.

Enzyme: Dehydrogenasen, Oxidasen.

Coenzyme: NAD, NADP, FMN, FAD.

 

Zur Erinnerung ...

ATP (= Adenosin-5’-triphosphat) ist wichtigster Energielieferant der Zelle.

-> Siehe auch: Glossar – ATP etc.

 

Zytochrome

 

Sind Hämoproteine der inneren Mitochondrienmembran; sie transportieren in der Atmungskette Elektronen.

  • Zytochrom a: Bestandteil der Zytochromoxidase (syn. Zytochrom-c-Oxidase; Enzym der Atmungskette).
  • Zytochrom b: In der ‚Ubichinon-Zytochrom-c-Reduktase’ und in ‚Zytochrom-P-450-Isoenzymen’.
  • Zytochrom c: Überträgt in der ‚Zytochrom-c-Reduktase’ Elektronen von Ubichinon (Coenzym Q) auf molekularen Sauerstoff (O2).

-> Siehe auch: Fragen, Fragen, Fragen – Katalase; Glossar – Zellorganellen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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