'Seite 3' zu Bulbus olfactorius und Verbindungen (ZUNGE) ...

Zur Erinnerung, zum Nachdenken, ‚Querdenken’ ...

 

Dopaminsysteme ...

.

.

 

Bezeichnung des ‚Systems’

 

Bereiche, die dazu gehören ...

 

Nigrostriatales

System

Substantia nigra:

Kern mit melaninhaltigen Nervenzellen im Mittelhirn (zwischen Crus cerebri und Tegmentum)

 

-> Teil des extrapyramidalen Systems

 

Siehe auch: Leitungsbahnen

 

Corpus striatum:

(Neostriatum, Streifenhügel):

Kerngebiet im Großhirn

 

 

 

-> Teil des extrapyramidalen Systems

Mesolimbisches

System

Mesencephalon (Mittelhirn) mit:

Tectum mesencephali (u. a. mit einem Teil der Substantia grisea centralis und den Colliculi superior und inferior).

 

Die Substantia grisea centralis ist ‘graue Substanz’, die den Aqueductus mesencephali, Seitenwände und den Boden des 3. Hirnventrikels umgibt.

Als Tuber cinereum (‚Grauer Höcker’ des Hypothalamus) erscheint er am Boden des 3. Hirnventrikels, hinter dem Hypophysenstiel, (Infundibulum) an der freien Oberfläche des Gehirns.

Der Aqueductus mesencephali verbindet den 3. und 4. Hirnventrikel; er durchzieht das Mittelhirn.

 

Colliculi superior und inferior sind an die Seh- bzw. Hörbahn angeschlossen.

 

Tegmentum mesencephali:

Zwischen Substantia nigra und der Höhe des Aqueductus mesencephali; enthält u. a. Hirnnervenkerne (III., IV. und – zum Teil. – V.), Nucleus ruber (Teil des extrapyramidalen Systems) und Nuclei raphes (Neurotransmitter: Serotonin).

 

Epiphyse (Zirbeldrüse):

Sie ist über die Zirbelstiele mit den Striae medullares thalami

(= markhaltiges Bündel auf dem Thalamus) verbunden.

 

-> Siehe auch: Thalamus; Wunderwerk Gehirn – Epiphyse, Hirnventrikel, Mittelhirn, Substantia nigra

 

Limbisches System:

(Sog. ‚visceral brain’); dazu gehören u. a.:

- Hippocampus

- Amygdala

- Septale Kerne

- Corpus mamillare (s. o.)

- Hirnstammanteile

- Bahnsysteme

 

Das ‚limbische System’ empfängt Erregungen u. a. vom Thalamus, vom olfaktorischen System und von der Großhirnrinde.

Tuberoinfundibuläres

System

Tuber cinereum:

‚Grauer Höcker’ des Hypothalamus; er liegt hinter dem Hypophysenstiel (Infundibulum) am Boden des 3. Hirnventrikels (s. o.).

 

Dopamin aus dem ‚tuberoinfundibulären System’ ist identisch mit PIH (= prolactin inhibiting hormone): Es gelangt über das Blut zur Hypophyse und hemmt dort die Freisetzung [bzw. Biosynthese] von Prolaktin).

[Pschyrembel]

 

Prolaktin wird im Hypophysenvorderlappen (HVL) biosynthetisiert und ist u. a. wichtig für Wachstum und Stoffwechsel, die Regulation des Salz- und Wasserhaushalts, Pigmentbildung und ‚Elternverhalten’. Es wirkt über die Adenylatcyclase der Zielzellen.

  • Die Ausschüttung von Prolaktin wird u. a. gefördert durch TRH, Stress und Hunger.

Weitere Zusammenhänge ...

TRH = thyrotropin-releasing hormone; stimuliert v. a. die Freisetzung von TSH aus dem Hypophysenvorderlappen (HVL).

  • Noradrenalin stimuliert die Freisetzung von TRH
  • Serotonin hemmt die Freisetzung

TSH = Thyroidea [Schilddrüse] stimulierendes Hormon

  • Die Ausschüttung von TSH wird durch ‚negative Rückkopplung’ mit dem Schilddrüsenhormon ‚T4’ und durch TRH reguliert.

- S. a. u.: PRH und PIH 

 

Infundibulum:

Der Hypophysenstiel verbindet Hypophyse und

Boden des 3. Hirnventrikels.

 

 

 

-> Siehe auch: Hypothalamus und Hypophyse etc.; Wunderwerk Gehirn – Substantia grisea, nigra; Wunderwerk Mensch; Limbisches System; Glossar – GABA etc., Hautschichten (Pigmente); Gedankensplitter – ‚Layer to layer’ (Hippocampus) etc.

 

 

  • Eine weitere wichtige Funktion von Dopamin ist die Regulation der Durchblutung der Abdominalorgane (‚Bauchorgane’), v. a. der Niere.

-> Siehe dazu auch: Hypothalamus und Nebenniere; Zum Nachdenken – Schockformen

 

Dopamin-Rezeptoren und Adenylatcyclase ...

 

D1- und D5-Rezeptoren stimulieren die Adenylatcyclase

D2-, D3- und D4-Rezeptoren hemmen die Adenylatcyclase

 

[Siehe  dazu auch noch einmal 'Seite 2':

Sympathikus, Adrenalin und Noradrenalin ...

Parasympathikus, Acetylcholin und Adenylatcyclase ...]

 

Zur Erinnerung ...

  • Dopamin ist die biosynthetische Vorstufe von Noradrenalin, Adrenalin und der Melanine.
  • Acetylcholin ist Essigsäureester des Cholins.
  • Die Adenylatcyclase überführt ATP in cAMP und ist ‚second messenger’ bei der ‚Signalvermittlung’ z. B. von ACTH, ADH, Adrenalin, FSH, LH, Glucagon, MSH, TSH, Parathormon ...

Cholin ist eine ... Ammoniumbase (Ammonium = NH4+):

Es entsteht durch Methylierung aus 2-Aminoethanol.

  • Zwischenprodukt im Stoffwechsel von Cholin ist Sarkosin (= N-Methylglycin; Vorkommen in Mitochondrien der Leber- und Nierenzellen).

Bei einem Mangel an Cholin können Triglyzeride nicht emulgiert werden.

 

[Zum Weiterlesen ...

Ammonium = NH4+: Das Ammonium-Ion ähnelt dem Kalium-Ion und kann dessen Stelle einnehmen. Es blockiert aber die Synapsen dauerhaft (-> Nervengift!).

(Quelle und zum Weiterlesen:

de.wikipedia.org/wiki/Ammonium

de.wikipedia.org/wiki/Quartäre_Ammoniumverbindungen - Natürl. Vorkommen etc.)

 

„2-Aminoethanol = Monoethanolamin: „Monoethanolamin ist das biogene Amin der Aminosäure Serin“.

(Quelle und zum Weiterlesen: de.wikipedia.org/wiki/2-Aminoethanol)

  • Serin wird u. a. benötigt für die Biosynthese von Sphingosin (= Bestandteil der Sphingolipide [... Membranlipide]), Colamin (... Zwischenprodukt), Cholin und der Kephaline (= ... Membranlipide, v. a. im Myelin [Substantia alba])
  • Serin wird abgebaut zu Pyruvat (= Endprodukt der Glykolyse) oder umgebaut zu Glycin (= einfachste und optisch nicht aktive Aminosäure ...]

-> Siehe dazu auch: Dopamin & Co. – Ein Anfang, Die Stress-Reaktion, Dopaminsysteme (und Dopaminrezeptoren); Essen & Co.; Glossar – ATP, cAMP/cGMP (Adenylatcyclase bzw. Adenylylcyclase), Drüsen (Schilddrüse, Nebenschilddrüsen); Zum Nachdenken – Cholin, Hyperammonämie (Ammonium, Glutamin und GABA etc.), Zellorganellen; Gedankensplitter – Bulbus olfactorius (und Dopamin) etc.

 

PRH und PIH ...

 

PRH = Prolactin releasing hormone:

Reguliert zusammen mit PIH die Ausschüttung von Prolaktin aus dem HVL.

Es ist vermutlich identisch mit TRH (= Thyrotropin-releasing hormone).

 

TRH stimuliert v. a. die Freisetzung von TSH aus dem HVL:

TSH = Thyroidea [Schilddrüse] stimulierendes Hormon

  • Noradrenalin stimuliert die Freisetzung
  • Serotonin hemmt die Freisetzung
  • Die Schilddrüsenhormone ‚T3’ und ‚T4’ wirken über einen ‚Feedbackmechanismus’.

PIH = Prolactin inhibiting hormone:

Sammelbezeichnung für Prolaktin hemmende Releasing-Hormone; dazu gehören:

  • Dopamin (s. o.: Tuberoinfundibuläres System)
  • GnRH-assoziiertes Peptid

Zur Erinnerung ...

GnRH = Gonadotropin-releasing-Hormon: Es wird im Hypothalamus synthetisiert - mit Pyroglutaminsäure ..., einem Derivat der Glutaminsäure. Seine Produktion steuert das Hypothalamus-Hypophysen-System und ist Voraussetzung für normale weibliche und männliche Sexualfunktionen; es stimuliert die Synthese und Freisetzung von LH und FSH aus dem HVL.

 

-> Siehe dazu auch: Hypothalamus; Hormone & Co.; Glossar – GABA und Pankreas (Pyroglutaminsäure etc.), HVL-Hormone etc.; Zum Nachdenken - Prolaktin

 

Hypothalamus und Hypophyse ...

 

Zur Erinnerung ...

Der Hypothalamus ist das ‚oberste Zentrum’ unseres Hormonsystems.

 

Zum ihm gehören u. a.:

  • Chiasma opticum (Sehnervenkreuzung)
  • Tractus opticus (Abschnitt der Sehbahn)
  • Tuber cinereum (‘Grauer Höcker’)
  • Lamina terminalis (Blättchen aus ‚grauer Substanz’ vor und über dem Chiasma opticum; vorderer Teil des Bodens des 3. Hirnventrikels
  • Hypophyse
  • Corpora mammillare (Schaltstelle des ‘Limbischen Systems’).

Die Hypophyse besteht aus Vorder-, Zwischen- und Hinterlappen und ist über den Hypophysenstiel (Infundibulum) mit dem Boden des 3. Hirnventrikels verbunden.

 

Im Hypophysenzwischenlappen (HZL) wird MSH (= Melanozyten stimulierendes Hormon) gebildet. Der HZL ist beim Menschen nur unvollständig entwickelt.

 

Der Hypophysenhinterlappen (HHL) besteht v. a. aus einem Geflecht von Nervenzellfortsätzen (Axonen), deren Zellkörper im Hypothalamus liegen. Im HHL werden die Hormone ADH (syn. Adiuretin, Vasopressin) und Oxytocin, die im Hypothalamus gebildet werden, gespeichert. Freigesetzt werden sie durch Exozytose (= Sekretion mittels bestimmter sekretgefüllter Zellorgenellen [Golgi-Vesikel oder Phagosomen], die zur Zellmembran wandern und durch Verschmelzung der Membranen ihren Inhalt freisetzen; wichtige Faktoren dabei: ATP, Ca2+).

-> Siehe dazu auch: Glossar – ATP, Nervenzellen und Nervenzellfortsätze; Zum Nachdenken – Zellorganellen etc.

 

Der Hypophysenvorderlappen (HVL; 75 % des Gesamtgewichts der Hypophyse) besteht aus drüsigem Gewebe. Er ist über die Pfortadergefäße der Hypophyse mit dem Zwischenhirn verbunden. Im HVL werden FSH, LH, TSH, ACTH, STH und Prolaktin gebildet.

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Hypothalamus-hormon

SRH/

SIH

PRH/

PIH

LRH/

FRH

TRH

CRH

ADH

Oxytocin

... wirkt auf

STH

Prolaktin

LH, FSH

TSH

ACTH

Wasser-

haushalt

Wehen-hormon u. a.

 

  • ACTH steuert als Hormon die Ausschüttung der Glukokortikoide (‚Stresshormone’); als Neurotransmitter hemmt es die Lern- und Gedächtnisfähigkeit.
  • ADH (syn. Adiuretin, Vasopressin) reguliert den Wasserhaushalt.
  • Oxytocin fungiert als Wehenhormon und beeinflusst im ZNS Lernen und Gedächtnis.
  • ADH und Oxytocin werden durch Exozytose freigesetzt (s. o.).

Prolaktin und STH sind direkt wirksame Hormone; die übrigen wirken jeweils auf untergeordnete endokrine Organe.

 

[Noch einmal ...

Prolaktin ist u. a. wichtig für Wachstum und Stoffwechsel, die Regulation des Salz- und Wasserhaushalts, Pigmentbildung und ‚Elternverhalten’. Es wirkt über die Adenylatcyclase der Zielzellen.

  • Die Ausschüttung von Prolaktin wird u. a. gefördert durch TRH, Stress und Hunger.

TRH aus dem Hypothalamus (= thyrotropin-releasing hormone ) stimuliert v. a. die Freisetzung von TSH aus dem Hypophysenvorderlappen (HVL):

  • Noradrenalin stimuliert die Freisetzung von TRH
  • Serotonin hemmt die Freisetzung

TSH = Thyroidea [Schilddrüse] stimulierendes Hormon

Die Ausschüttung von TSH wird durch ‚negative Rückkopplung’ mit dem Schilddrüsenhormon ‚T4’ und durch TRH reguliert.]

 

STH = ‚Wachstumshormon’; seine Freisetzung wird vermindert durch Glukose und Cortisol:

  • Glukose (‚Traubenzucker’) ist mengenmäßig wichtigstes Monosaccharid (‚Einfachzucker’) im Kohlenhydratstoffwechsel (u. a. Bestandteil von Glykoproteinen und Glykolipiden) und Hauptenergieträger des menschlichen Körpers.
  • Überschüssige Glukose kann in Form von Glykogen in der Leber und in der Skelettmuskulatur bis zu einem gewissen Maß gespeichert werden. Der Abbau von Glykogen – in der Leber und im Muskel - wird durch Adrenalin stimuliert (-> durch Glucagon*, den ‚Gegenspieler’ von Insulin, wird der Abbau in der Leber stimuliert).
  • Cortisol gehört zu den Glukokortikoiden (sog. ‚Stresshormone’). Ein erhöhter Cortisol-Spiegel führt u. a. zu Muskelschwäche und herabgesetzter Glukosetoleranz, bei Kindern zu Wachstumshemmung, bei Frauen oft zum Ausbleiben der Monatsregel (= Amenorrhö) und bei Männern zu Potenzstörung.

* Zur Erinnerung ...

Glucagon wird vermehrt freigesetzt u. a. bei Hypoglykämie und durch Gastrin (-> regt die Salzsäure- und Pepsinogenbildung im Magen an), Katecholamine (z. B. Dopamin, Adrenalin, Noradrenalin ), TRH, Neurotensin, VIP (s. o.). Es wirkt u. a. ‚positiv chronotrop’ (-> steigert die Herzfrequenz).

 

[Zum Nachdenken: Neurotensin ist ein gastrointestinales Hormon, das z. T. auch von Tumorzellen gebildet werden kann.

„Im Gehirn besitzt Neurotensin eine antipsychotische Wirkung ...

Neurotensin besteht aus 13 Aminosäuren:

pyroGlu-Leu-Tyr-Glu-Asn-Lys-Pro-Arg-Arg-Pro-Tyr-Ile-Leu-OH."

 

[Pyroglutaminsäure-Leucin-Tyrosin-Glutaminsäure-Asparagin-Lysin-Prolin-Arginin-Arginin-Prolin-Tyrosin-Isoleucin-Leucin-Hydroxygruppe (= funktionelle Gruppe der Alkohole und Phenole)]

 

"Seine Effekte vermittelt Neurotensin über eine Aktivierung der G-Protein-gekoppelten Rezeptoren NT1 und NT2 sowie des NT3-Rezeptors.“

[Quelle und zum Weiterlesen: http://de.wikipedia.org/wiki/Neurotensin etc.]

 

-> Siehe dazu auch: Dopamin & - Co. – Ein Anfang, Die Stress-Reaktion, Insulin & Co.; Essen & Co. – Kohlenhydrate, Ergänzungen etc.; Fragen, Fragen, Fragen – Autismus/Schizophrenie/Borderline-Störungen; Glossar – ATP, GABA und Pankreas; Zum Nachdenken – Hypoglykämie, Schockformen, Gedankensplitter – Psychosen etc.]

 

Zellarten im HVL (‚Deckzellen’; epitheliale Zellen):

  • Azidophile Zellen (2 Formen) -> produzieren STH bzw. Prolaktin
  • Betabasophile Zellen -> produzieren TSH
  • Deltabasophile Zellen -> produzieren Gonadotropine*
  • Chromophobe Zellen -> sind ohne Affinität* zu Farbstoffen

* Gonadotropine sind nicht geschlechtsspezifische Proteohormone (... entstehen aus Prohormonen); sie werden im HVL und in der Plazenta gebildet; sie fördern das Wachstum der männlichen und weiblichen Keimdrüsen, stimulieren und steuern endokrine Funktionen:

·       FSH , LH und Prolaktin

·       HMG und HCG

„Gonadotropine werden z. T. in inaktiver Form mit dem Urin ausgeschieden; Frauen im Klimakterium scheiden vermehrt hypophysäre Gonadotropine aus.“ [Pschyrembel 1994]

 

* Affinität (hier) = Eigenschaft von Geweben, Zellen oder Zellbestandteilen, sich mit bestimmten Farbstoffen färben zu lassen

 

Noch einmal eine ‚GESAMT-ÜBERSICHT’ ...

.

.

 

 

Bildungsort ...

Wird gesteuert

durch ...

 

Anmerkungen ...

MSH

Hypophysen-

zwischenlappen

 

... aus Proopiomelanocortin

(s. ACTH)

 

MRH

MIH

MRH aus dem Hypothalamus; ein Pentapeptid aus:

Tyrosin-Isoleucin-Glutamin-Asparagin-Cystein

 

MIH wirkt antagonistisch zu MRH.

 

MSH reguliert in den Melanozyten die Melaninsynthese,

-expansion und Pigmentdispersion (s. u.).

 

ACTH

POMC-Zellen des HVL

[POMC = Abkürzung für Proopiomelanocortin]

 

... aus Proopiomelanocortin

(s. MSH)

 

CRH

 

 

CRH aus dem Nucleus paraventricularis des Hypothalamus, ein Peptidhormon aus 41 Aminosäuren.

CRH stimuliert auch die Freisetzung von β-Endorphin.

 

ACTH führt u. a. indirekt zu einer vermehrten Ausschüttung von Insulin.

Kälte und Stress führen zu einer vermehrten Bildung von ACTH.

 

Die Aminosäurensequenz von Alpha-MSH und ACTH stimmt teilweise überein:

ACTH–>Pro-MSH–>

Alpha-MSH (s. u.).

FSH

Follikel-

stimulierendes

Hormon

Basophile Zellen des HVL

 

GnRH

 

Siehe HCG ...

Siehe Prolaktin ...

FSH -> Glykoprotein:

27 % Kohlenhydratanteil

 

GnRH wird im Hypothalamus gebildet ... mit Pyroglutaminsäure ...

(s. o.)

 

LH

Luteinisierendes Hormon

Basophile Zellen des HVL

GnRH

Estradiol

Progesteron

 

 

Siehe HCG ...

Siehe Prolaktin ...

 

 

 

 

 

 

 

LH -> Glykoprotein:

22 % Kohlenhydratanteil

 

Estradiol = natürliches Östrogen; wird im Ovar gebildet.

Progesteron = wichtigstes natürliches Gestagen; wird aus Cholesterol/Cholesterin gebildet, v. a. im Corpus luteum (Gelbkörper), in der Plazenta und in der Nebennierenrinde (auch beim Mann).

TSH

Basophile Betazellen des HVL

‚T4’

TRH

(negative Rück-

kopplung)

 

Siehe HCG ...

Glykoproteinhormon

 

‚T4’ =  Schilddrüsenhormon Thyroxin

TRH

= Thyrotropin-releasing hormone:

  • Noradrenalin stimuliert dessen Ausschüttung, Serotonin hemmt
  • 'Negatives Feedback’ durch ‚T3’ und ‚T4’ (s. o.)

STH

Azidophile Zellen des HVL

SRH

Somatostatin

Direkt wirksames Hormon; vermehrt freigesetzt wird es z. B. bei Hypoglykämie, einem erhöhten Glucagonspiegel und im Schlaf; vermindert wird seine Freisetzung durch Glukose und Cortisol.

 

Besteht aus:

190 Aminosäureresten

2  Disulfidbrücken

 

SRH

= Peptidhormon aus dem Hypothalamus

 

Somatostatin

= wird aus dem Hypothalamus und aus den D-Zellen der Langerhans-Inseln des Pankreas freigesetzt; es hemmt die Ausschüttung von:

STH, TSH, ACTH, Insulin, Glucagon, Gastrin, Cholezystokinin

 

... aktiviert vorwiegend die Adenylatcyclase ...

 

Prolaktin

Azidophile Zellen des HVL

PRH

PIH

 

Siehe FSH und LH ...

Direkt wirksames Hormon; die Ausschüttung wird u. a. gefördert durch TRH, Stress und Hunger.

 

Besteht aus:

198 Aminosäureresten

3 Disulfidbrücken

 

„Erhöhte Prolaktinspiegel hemmen FSH- und LH-Ausschüttung.“ [Pschyrembel]

HMG

 

[‚Fundort’]:

Harn der Frauen nach der Menopause ...

Siehe FSH ...

Humanes Menopausen-

gonadotropin

(syn. Urogonadotropin):

Ein Gemisch aus LH und FSH; die Wirkung entspricht weitgehend der des FSH.

 

HCG

Humanes

Chorion-

gonadotropin

Plazenta

 

Siehe TSH ...

Siehe FSH, LH ...

Stimuliert die Progesteronsekretion des Gelbkörperhormons in der Schwangerschaft, bis diese von der Plazenta übernommen wird, stimuliert die Leydig-Zwischenzellen des fetalen Hodens und die Regulation der Testosteronproduktion, wirkt thyreotrop (auf die Schilddrüse) u. a.

 

Aufbau:

Unspezifische Alpha-Untereinheit (identisch mit der von FSH, LH und TSH)

Spezifische Beta-Untereinheit

 

 

 

 

 

ADH

Hypothalamus (supraoptische und paraventrikuläre Kerne); Speicherung im Hypophysenhinterlappen (HHL)

Nonapeptidhormon

 

 

ADH bewirkt u. a. eine gesteigerte Synthese von Blutgerinnungsfaktor VIII

(= antihämophiles Globulin -> ein Mangel führt zur Hämophilie A).

 

Die Ausschüttung wird u. a. reguliert durch:

Durst, emotionale Einflüsse, Medikamente (z. B. Barbiturate), Alkohol.

 

Oxytocin

Hypothalamus (supraoptische und paraventrikuläre Kerne); Speicherung im Hypophysenhinterlappen (HHL)

 

Nonapeptidhormon

Oxytocin und ADH sind strukturell ähnlich.

 

Zur Erinnerung ...

  • Prolaktin und STH sind direkt wirkende Hormone im HVL; alle anderen dort synthetisierten und freigesetzten Hormone regulieren jeweils die Funktion ‚untergeordneter’ endokriner Organe.
  • Releasing-Hormone des Hypothalamus, Oxytocin, ADH, HVL-Hormone, Insulin, Glucagon (Pankreas), Parathormon (Nebenschilddrüse), Calcitonin (C-Zellen der Schilddrüse) und gastrointestinale Hormone sind Peptid- oder Proteohormone (= hydrophile Hormone: Sie binden an die Zellmembran und wirken über ‚second messenger’; sie entstehen aus Prohormonen).
  • Gastrointestinale Hormone sind z. B. Serotonin, Secretin, VIP.
  • Endorphine sind körpereigene, morphinähnliche Peptide mit starker schmerzstillender Wirkung. Beta-Endorphin entsteht aus dem Vorläuferprotein Proopiomelanocortin.

Hormone, die unseren Wasserhaushalt regeln, sind:

  • ADH (= Antidiuretisches Hormon, Vasopressin)
  • ANP (= atriales natriuretisches Peptid), Renin-Angiotensin-Aldosteron-System, Mineralokortikoide der Nebenniere
  • STH (= somatotropes Hormon; Wachstumshormon); beeinflusst den Wassergehalt der Gewebe

-> Siehe dazu auch: Hypothalamus etc.; Dopamin & Co.; Essen & Co. - Phenylalanin/Tyrosin, Ergänzungen etc.; Mineralstoffe – Chlor/Chlorid; Hormone & Co.; Glossar – Blutgerinnung, Drüsen (Schilddrüse, Nebenschilddrüsen), GABA und Pankreas, Myoepithelien (und Oxytocin); Zum Nachdenken – Hypoglykämie, Hypogonadismus, Prolaktin, Schockformen etc.

 

Und zum Weiterlesen, Nachdenken, ‚Querdenken’ ...

de.wikipedia.org/wiki/Melanozyten-stimulierendes_Hormon etc.

 

Zirkumventrikuläre Organe ...

 

Sie liegen am Rand des Hirnventrikelsystems. Sie umgeben den 3. Hirnventrikel (Ausnahme: Area postrema - sie umgibt den 4. Hirnventrikel). Zu diesem System gehören u. a. der HHL und die Epiphyse.

 

-> Siehe dazu: Glossar – Zirkumventrikuläre Organe;

de.wikipedia.org/wiki/Blut-Hirn-Schranke etc.

 

Liquor ...

 

Der Raum zwischen den weichen Hirnhäuten ist mit Liquor gefüllt ...

  • Pia mater = inneres Blatt = gefäßführender Teil (Blut- und Lymphgefäße)
  • Arachnoidea = äußeres Blatt = sog. ‚Spinnwebenhaut’ = bindegewebige Membran

-> Siehe auch: Essen & Co. – Liquor; Glossar – Bindegewebe etc.

 

Und siehe auch:

Essen & Co. – Citratzyklus, Glutathion etc.

Wunderwerk Gehirn – Substantia grisea, Substantia nigra (und Nucleus ruber, Nuclei raphes)

Hirnnerven

Nervensystem

... und mehr: Chromaffin, Disseminiert

Glossar – Gliazellen (Neuralleiste etc.), Grenzstrang, Plexus

Gedankensplitter – SCN (Proopiomelanocortin, VIP etc.)

 

Quellen und zum Weiterlesen:

Klinisches Wörterbuch ‚Pschyrembel’

Naturheilpraxis heute

 

Und zum Nachdenken: Limitierende Aminosäure ...

„Durch diesen Mangel an nur einer Aminosäure sinkt die Verwertbarkeit aller aufgenommenen Aminosäuren auf den durch die in zu geringer Menge enthaltene essentielle Aminosäure („limitierende Aminosäure“) bestimmten Wert.“

[Zum Weiterlesen bei Wikipedia: de.wikipedia.org/wiki/Threonin, Tryptophan etc.]

 

-> Und siehe dazu auch: Zum Nachdenken – Cholin, Methionin, Glycin, Threonin

 

 

 

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