Gedankensplitter ...

 

 

Bulbus olfactorius – Verbindungen -

zur Paukensaite und zur Zunge ...

 

„Die Chorda tympani („Paukensaite“) ist ein Ast des siebten Hirnnervs, des Nervus facialis. Sie besitzt sensible, sensorische und parasympathische Fasern.“

[Quelle und zum Weiterlesen: http://de.wikipedia.org/wiki/Paukensaite]

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ÜBERSICHT

Paukensaite (Chorda tympani)

Nucleus salivatorius superior,

Nervus intermedius bzw. Nervus facialis

 

Parasympathikus - Ursprung des ‘kranialen Teils’

- Nervus oculomotorius (III. Hirnnerv)

- Nucleus salivatorius superior

- Nucleus salivatorius inferior

- Nucleus dorsalis nervi vagi

 

Verlauf der Paukensaite

Nervus facialis (VII. Hirnnerv) - Paukenhöhle - Fossa infratemporalis - Nervus lingualis

 

ANHANG:

Knorpel bzw. Knorpelbestandteile ...

 

 

 

 

Paukensaite – Chorda tympani (= Intermediusanteil des Nervus facialis)

 

Im Pschyrembel 1994 werden die parasympathischen Fasern aus dem Nucleus salivatorius superior, dem sog. ‚Speichelkern’, als Paukensaite bezeichnet:

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Nucleus salivatorius superior

(Nucleus salivatorius rostralis)

- Sog. ‘Speichelkern’ -

Kern im Boden der Rautengrube

(= Boden des 4. Hirnventrikels).

 

Er enthält die Wurzelzellen für die parasympathischen Fasern des Nervus intermedius, dem nichtmotorischen Anteil des Nervus facialis (VII. Hirnnerv).

 

„Der Nucleus salivatorius superior wird durch den Hypothalamus, größtenteils über den Fasciculus longitudinalis posterior, gesteuert, ...“

[Quelle und zum Weiterlesen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Nucleus_salivatorius_superior]

 

Zum Nachdenken, ‚Querdenken’ ...

Der Fasciculus longitudinalis posterior bzw. dorsalis (sog. ‚Schütz-Bündel’) ist ein auf- und absteigendes Fasersystem zwischen Hypothalamus und Kerngebieten im Hirnstamm. Die Fasern sind unmyelinisiert (d. h.: Nicht ‚elektrisch isoliert’ durch sog. ‚weiße Substanz’ [Substantia alba]).

 

-> Siehe dazu auch: Hypothalamus; Zum Nachdenken – Rautengrube (Fasciculus longitudinalis dorsalis etc.);

en.wikipedia.org/wiki/Superior_salivary_nucleus;

de.wikipedia.org/wiki/Myelin etc.

 

 

 

Zur Erinnerung ...

 

Der NERVUS FACIALIS besteht aus einem motorischen Teil - dem Nervus facialis i. e. S. - und aus dem nichtmotorischen NERVUS INTERMEDIUS.

 

Der Nervus intermedius ‚versorgt’:

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Parasympathisch

Tränen-, Nasen- und Speicheldrüsen (außer Ohrspeicheldrüse)

 

[Einteilung der Speicheldrüsen ...

Große Speicheldrüsen:

- Ohrspeicheldrüse

- Unterzungendrüse

- Unterkieferspeicheldrüse

Kleine Speicheldrüsen:

U. a. an der Innenseite der Lippen und Wangen, am Zungenrand und Zungengrund.]

 

-> Siehe auch: Glossar – Drüsen

 

WICHTIG ...

Die Umschaltung der Fasern (prä- auf postganglionäre Fasern) erfolgt v. a. im Ganglion submandibulare (= parasympathisches Ganglion an der Unterkieferspeicheldrüse).

 

Zur Erinnerung ...

Ohne ‚Umschaltung’ ziehen durch dieses Ganglion:

  • Postganglionäre Sympathikusfasern des Plexus caroticus internus (= Nervengeflecht um die Arteria carotis interna)
  • Afferente (‚zuführende’, sensible) Fasern des Nervus lingualis (s. u.)

-> Siehe auch: Nervensystem; Glossar – Drüsen, Grenzstrang, Nervenknoten, Plexus

 

Sensorisch

Vordere zwei Drittel der Zunge (Geschmack)

Äußerer Gehörgang und Ohrmuschel (Oberflächensensorik)

 

 

 

Die sensiblen, sensorischen und parasympathischen  Wurzelzellen des NERVUS FACIALIS (VII. Hirnnerv) liegen im Ganglion geniculatum bzw. im Nucleus salivatorius superior. Die Fasern verlaufen vom äußeren Fazialisknie (Geniculum) bis zum Eintritt ins Gehirn im NERVUS INTERMEDIUS.

 

Die motorischen Wurzelzellen des NERVUS FACIALIS liegen im Brückenkern:

  • Der obere Fazialiskern enthält die Fasern für die obere Gesichtsmuskulatur; er wird von der motorischen Rinde beider Hirnhemisphären ‚versorgt’ (innerviert).
  • Der untere Fazialiskern wird nur von der gegenüberliegenden (kontralateralen) Rinde innerviert.

Die motorischen Fasern des NERVUS FACIALIS versorgen die mimische Muskulatur des Gesichts und u. a. den Musculus stapedius für die ‚Feineinstellung’ der Gehörknöchelchenkette (s. u.).

 

Beide Anteile des NERVUS FACIALIS – motorischer und nichtmotorischer Teil - verlaufen zunächst getrennt neben dem Nervus vestibulocochlearis in den Meatus acusticus internus (= innerer Gehörgang). Beide vereinigen sich im Ganglion geniculatum am Fazialisknie.

 

[Ganglion geniculatum = sensorisches Ganglion (‚Nervenknoten’) des Nervus facialis (v. a. der Geschmacksfasern der Paukensaite). Es liegt im Felsenbein (= Teil des Schläfenbeins; enthält das Innenohr - mit den Sinnesrezeptoren für das Gehör und den Gleichgewichtssinn).]

 

-> Siehe auch: Hirnnerven; Leitungsbahnen; Zum Nachdenken - Rautengrube

 

Und zur Erinnerung ...

 

Das vegetative Nervensystem – Sympathikus, Parasympathikus und ‚intramurales System’ – regelt unsere Vitalfunktionen, z. B.: Atmung, Verdauung, Stoffwechsel.

 

Der Parasympathikus wird eingeteilt in einen kranialen, sakralen und spinalen Teil (daher auch die Bezeichnung ‚kraniosakrales System’). Der kraniale Teil hat seinen Ursprung ...

.

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... im kleinzelligen Kerngebiet des NERVUS OCULOMOTORIUS

(III. Hirnnerv)

 

Sog. Edinger-Westphal-Kern

 

Zum Nachdenken ...

„Ein Ausfall des Edinger-Westphal-Kerns zeigt sich in einer Weitstellung der Pupille (durch Übergewicht des Sympathikus, also des Musculus dilatator pupillae), sowie der Unfähigkeit zur Nahakkomodation (durch Lähmung des Ziliarmuskels). Dies führt zu einer Licht-Überempfindlichkeit und zur Unfähigkeit, nahe Objekte scharf zu sehen.“

[Quelle und zum Weiterlesen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Edinger-Westphal-Kern]

 

... Nucleus salivatorius superior

 

Kern im Boden der Rautengrube mit den Wurzelzellen für die parasympathischen Fasern des NERVUS INTERMEDIUS (VII. Hirnnerv; s. o.)

 

... Nucleus salivatorius inferior

 

Parasympathischer Kern des NERVUS GLOSSOPHARYNGEUS (IX. Hirnnerv) in der Medulla oblongata

 

[Der NERVUS GLOSSOPHARYNGEUS versorgt sensorisch u. a. das hintere Drittel der Zunge und parasympathisch die Ohrspeicheldrüse und Drüsen des Zungengrunds.]

 

- Hierzu bitte weiterlesen bei:

Bulbus olfactorius ... und Zunge -

 

... Nucleus dorsalis nervi vagi

 

Parasympathischer Kern des NERVUS VAGUS  (X. Hirnnerv) in der Medulla oblongata

 

[Medulla oblongata = ‚Verlängertes Mark’, sog. ‚Nachhirn’: Enthält lebenswichtige Zentren (z. B. Atemzentrum), auf- und absteigende Projektionssysteme der Groß- und Kleinhirnrinde und Hirnnervenkerne.]

 

- Hierzu bitte weiterlesen bei:

Bulbus olfactorius ... und Zunge -

 

 

 

 

-> Siehe auch: Wunderwerk Gehirn – Cornea (... und Ganglion ciliare etc.); Hirnnerven; Nervensystem; Leitungsbahnen (Medulla etc.); Glossar – Grenzstrang, Plexus; Zum Nachdenken – Projektionsbahnen, Rautengrube

 

 

VERLAUF der Paukensaite:

 

Sie verlässt den NERVUS FACIALIS (VII. Hirnnerv) im ‚Canalis facialis’, verläuft durch die Paukenhöhle und die Fossa infratemporalis in den Nervus lingualis:

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Paukenhöhle

Teil des Mittelohrs mit den Gehörknöchelchen (s. u.).

 

Fossa infratemporalis

Enthält u. a. den NERVUS MANDIBULARIS* und den venösen Plexus pterygoideus.

Dieser hat wichtige Verbindungen u. a.:

  • Zum Sinus cavernosus (= venöser Blutleiter im Inneren des Schädels; er steht in Verbindung mit den Augenhöhlennerven und durch diese mit den Gesichtsnerven).
  • Zu den Venae facialis, retromandibularis, jugularis interna und ophthalmica inferior.

Vena facialis (Gesichtsvene) -> sammelt das venöse Blut u. a. aus der Ohrspeicheldrüse und aus Teilen der Dura mater [harte Hirn- und Rückenmarkhaut]

 

Vena retromandibularis -> sammelt das venöse Blut u. a. aus der  Scheitel- und Schläfengegend, der Vorderseite der Ohrmuschel, der Ohrspeicheldrüse, aus Ober- und Unterkiefer und Teilen der Dura mater

 

Vena jugularis interna (innere Drosselvene) -> sammelt das venöse Blut u. a. aus Teilen der Schädelhöhle, des Gehirns und aus der Schilddrüse

 

Vena ophthalmica inferior –> sammelt das venöse Blut aus dem unteren Augenlid, der Tränendrüse und aus Augenmuskeln

 

* Nervus mandibularis = unterer Ast (‚V3’) des NERVUS TRIGEMINUS (V. Hirnnerv); s. u.

 

-> Siehe dazu auch: Wunderwerk Gehirn – Hirnsinus; Glossar – Plexus

 

NERVUS LINGUALIS

Ein sensorischer Nerv; er versorgt:

Schlundenge, Gaumenmandel*, Mundboden und die vorderen zwei Drittel der Zunge.

 

Er entspringt im NERVUS MANDIBULARIS, dem unteren Ast (V3) des Nervus trigeminus, und verläuft unter der Unterzungendrüse und dem Ausführungsgang der Unterkieferspeicheldrüse (Ductus submandibularis) zur Zunge.

 

* Gaumenmandel = Tonsilla palatina (paarig angelegt):

Teil des ‚lymphatischen Rachenrings’; besteht aus lymphatischem Gewebe.

-> Siehe auch: Essen & Co. – Lymphe; Zum Nachdenken – Lymphatisches System

 

- Bitte hierzu weiterlesen bei: Bulbus olfactorius (... und Zunge) -

 

 

[Quelle: Pschyrembel (v. a. 1994)]

 

 

ANMERKUNGEN ...

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Gehörknöchelchen:

Hammer, Amboss, Steigbügel

Liegen im oberen Teil der Paukenhöhle:

  • Hammer (Malleus) -> liegt zwischen Trommelfell und Amboss
  • Amboss (Incus) -> liegt zwischen Hammerkopf und Steigbügel
  • Steigbügel (Stapes)

Gehörknöchelchenkette

 

Hammer, Amboss und Steigbügel bilden die sog. ‚Gehörknöchelchenkette’. Ihre Aufgabe:

  • Umwandlung von Luftschwingung in Knochenschwingung.
  • Dämpfung extremer Vibrationen und Lärm, um das Innenohr zu schützen.

Die Feineinstellung der ‚Gehörknöchelchenkette’ erfolgt durch den MUSCULUS STAPEDIUS (in den Knochenkanälchen in der hinteren Wand der Paukenhöhle).

Er wird ‚versorgt’ (innerviert) durch den NERVUS FACIALIS (VII. Hirnnerv).

 

Der NERVUS FACIALIS versorgt u. a. auch die sekretorischen Fasern der Tränen-, Nasen-, Gaumen- und Speicheldrüsen (außer Ohrspeicheldrüse), Geschmacksfasern der vorderen zwei Drittel der Zunge und sensibel Teile des äußeren Gehörgangs (= Meatus acusticus externus; s. u.).

 

-> Siehe auch: Glossar - Drüsen

 

- Und bitte auch weiterlesen bei: Bulbus olfactorius (... und Zunge) -

 

Labyrinth

 

Das Innenohr liegt im knöchernen Labyrinth in der Felsenbeinpyramide. Es enthält die Sinnesrezeptoren für das Gehör und den Gleichgewichtssinn.

 

Das knöcherne (= Labyrinthus osseus) und das häutige Labyrinth (= Labyrinthus membranaceus) sind durch einen Spaltraum, der Perilymphe enthält, getrennt.

  • Perilymphe ist eine liquorähnliche Flüssigkeit; sie enthält reichlich Natrium (Na). In dieser Perilymphe liegt das mit Endolymphe gefüllte häutige Labyrinth.
  • Endolymphe enthält reichlich Kalium (K); sie entspricht weitgehend der Intrazellularflüssigkeit (Flüssigkeit innerhalb der Zelle; beträgt ca. 40 % des Körpergewichts bzw. ca. 65 % des Körperwassers).

Zum knöchernen Labyrinth (= Labyrinthus osseus) gehören:

  • Vorhof (Vestibulum) -> enthält Utriculus und Sacculus
  • Bögengänge (Canales semicirculares)
  • Schnecke (Cochlea)
  • Innerer Gehörgang (Meatus acusticus internus)

In den drei knöchernen Bogengängen (Canalis semicircularis anterior, posterior, lateralis) sind die häutigen Bogengänge (Ductus semicircularis anterior, posterior, lateralis) aufgehängt.

 

Die Bogengänge bestehen aus zwei Schenkeln:

Crus simplex -> einfach erweiterter Schenkel

Crus ampullare -> kolbenförmig erweiterter Schenkel

 

In jeder häutigen Ampulle liegt die Crista ampullaris mit dem Stütz- und Sinnesepithel des Gleichgewichtsorgans.

  • Die Bogengänge ermitteln die Richtung der Bewegung.
  • Das ‚große Vorhofsäckchen’ (Utriculus) misst die Zu- oder Abnahme der horizontalen Bewegung.
  • Das ‚kleine Vorhofsäckchen’ (Sacculus) misst die Zu- oder Abnahme der vertikalen Bewegung.

Das Corti-Organ ist das eigentliche Hörorgan; es liegt innerhalb der häutigen Schnecke.

 

Die Hörzellen sind Sinneshaarzellen mit feinen Härchen (Zilien); diese reichen in die Membrana tectoria (= gallertige Membran über dem Corti-Organ). Zwischen den Sinneshaarzellen liegen die Stützzellen (Gliazellen).

 

-> Siehe auch: Vestibularapparat; Mineralstoffe; Glossar – Gliazellen; Zum Nachdenken – Cochlea, Rautengrube; de.wikipedia.org/wiki/Bogengänge, Perilymphe, Stützzelle etc.

 

Meatus acusticus externus

(Äußerer Gehörgang)

 

Er leitet die Schallwellen, die durch die Ohrmuschel aufgefangen werden, weiter zum Trommelfell (s. u.), und enthält Drüsen, die das Ohrenschmalz (Cerumen) bilden.

Der äußere Anteil ist knorpelig, der innere Abschnitt knöchern.

 

S. u.: ANHANG - Knorpel

 

Meatus acusticus internus

(Innerer Gehörgang)

 

Er enthält:

NERVUS VESTIBULOCOCHLEARIS

NERVUS FACIALIS

Arteria und Vena labyrinthi (-> versorgen bzw. ‚sammeln’ das venöse Blut aus dem Innenohr)

 

-> Siehe auch: Wunderwerk Gehirn – Hirnsinus; Hirnnerven; Glossar – Fossa cranii

 

Mittelohr

(Auris media)

System aus lufthaltigen, mit Schleimhaut ausgekleideten Räumen:

  • Paukenhöhle mit den Gehörknöchelchen
  • Pneumatische Nebenräume (Antrum mastoideum, Cellulae mastoideae)

Die Cellulae mastoideae sind die luftgefüllten Warzenfortsatzzellen. Sie sind über das Antrum mastoideum mit der Paukenhöhle verbunden. Beide ‚Nebenräume’ sind mit Schleimhaut (s. u.) ausgekleidet.

 

Nervus vestibulocochlearis

(VIII. Hirnnerv)

Er verläuft zusammen mit den ohrversorgenden Blutgefäßen vom Innenohr durch den inneren Gehörgang (Meatus acusticus internus) in das Schädelinnere.

 

-> Siehe auch: Hirnnerven

 

Ohrtrompete

(Tuba auditiva)

Die Ohrtrompete ist eine ‚Röhre’ mit einem knöchernen und knorpeligen Abschnitt; sie verläuft von der Paukenhöhle zum Rachen (Pharynx).

 

Ihre Aufgabe: Luft- und Druckausgleich zwischen Paukenhöhle und Außenluft; bei jedem Schluckakt wird sie automatisch geöffnet.

 

S. u.: ANHANG - Knorpel

 

Paukenhöhle

(Teil des Mittelohrs)

 

Sie liegt im Schläfenbein, zwischen Trommelfell und Labyrinth. In ihrem oberen Teil befinden sich die ‚Gehörknöchelchen’ (Hammer, Amboss und Steigbügel).

Sie ist mit Schleimhaut (s. u.) ausgekleidet.

 

TEILE der Paukenhöhle:

  • Recessus epitympanicus (Atticus, Kuppelraum); ist mit dem Antrum mastoideum verbunden, und dieses mit den Cellulae mastoideae (s. o.)
  • Cavitas tympani (= eigentliche Paukenhöhle) mit dem Abgang der Ohrtrompete (Tuba auditiva)
  • Recessus hypotympanicus

[Recessus = Ausbuchtung, Vertiefung]

 

 

Schleimhaut

(Tunica mucosa,

mucosa, mucous membrane)

Schleimhaut kleidet das Innere von Hohlorganen aus; sie besteht aus Epithel (‚Deckgewebe’) und einer darunter liegenden Bindegewebsschicht (= Lamina propria).

 

Schleimhaut wird durch Drüsensekrete feucht gehalten.

 

-> Siehe auch: Glossar – Bindegewebe, Drüsen etc.; de.wikipedia.org/wiki/Epithel

 

Trommelfell

(Membrana tympani)

 

Sehnige Haut zwischen äußerem Gehörgang (Meatus acusticus externus) und Paukenhöhle; es ist aus drei Schichten aufgebaut.

Es fängt die Schallwellen des Gehörgangs auf und überträgt sie – durch Eigenschwingung – auf das Mittelohr.

 

Die Membranseite, die dem Mittelohr zugewandt ist, besteht aus Schleimhaut; die dem äußeren Gehörgang zugewandte Seite der Membran ist mit Haut überzogen.

 

Im kleinen, schlafferen Teil des Trommelfells (über dem Hammervorsprung), der sog. Shrapnell-Membran, fehlt die mittlere Schicht (Lamina propria).

 

[Lamina propria = Bindegewebsschicht unter dem Epithelgewebe]

 

-> Siehe auch: de.wikipedia/org/wiki/Trommelfell etc.

 

 

 

-> Siehe auch: Wahrnehmung; Wunderwerk Mensch - Hörbahn

 

 

ANHANG - Knorpel ...

 

Knorpel ist druckfestes Stützgewebe und besteht aus wasserreichen Chondrozyten und Interzellularsubstanz. Es gibt verschiedene Formen: Die Ohrtrompete z. B. besteht aus elastischem Knorpel.

 

Je nach Knorpelart besteht Knorpel aus kollagenen oder elastischen Fasern und aus Proteoglykanen.

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Chondrozyten

In Höhlen der Interzellularsubstanz des Knorpels eingelagerte Knorpelzellen. Sie sind reich an:

 

- Granulärem endoplasmatischem Retikulum (ER)

- Glykogen (Kurzzeit-Speicherform der Glukose)

- Fetttropfen

 

Interzellularsubstanz

Knochenmatrix; extrazelluläre Matrix:

Struktur, die den Zwischenraum zwischen Zellen ausfüllt.

 

Bestandteile:

- Strukturproteine (v. a. Kollagen, Elastin, Laminin)

- Zelladhäsionsmoleküle

- Grundsubstanz (aus Polysacchariden und Proteoglykanen)

 

Proteoglykane

Sind sehr große Moleküle aus Kohlenhydraten.

Sie sind wichtigster Bestandteil der ‚extrazellulären Matrix’ (Adhäsion von Zellen).

 

Sie sind stark negativ geladen, binden dadurch sehr viel Wasser und wirken ‚raumfüllend’ - als Grundsubstanz in Knorpel, Sehnen und Gelenken.

 

Zu den Proteoglykanen zählen u. a.:

 

Chondroitinsulfate – Vorkommen:

  • Bindegewebe (z. B. Nabelschnur, Haut, Sehnen, Arterienwände)

Keratansulfat – Vorkommen:

  • Knorpel, Cornea (Hornhaut des Auges), Anulus fibrosus*, Nucleus pulposus*

[* Definitionen lt. Pschyrembel ...

Anulus fibrosus:

1. Faserknorpelring um den Nucleus pulposus der Bandscheibe.

2. Bindegewebiger Faserring um die Herzostien, an denen die Segelklappen des Herzens entspringen.

Nucleus pulposus:

Innerster, strukturloser Gallertkern einer Bandscheibe; er besteht aus Resten der ‚Chorda dorsalis’ (= sog. ‚Rückensaite’).

-> Siehe dazu: de.wikipedia.org/wiki/Chorda_dorsalis]

 

Hyaluronsäure – Vorkommen:

  • Synovialflüssigkeit (‚Gelenkschmiere’), Glaskörper des Auges, Nabelschnur, Haut, Knochen, extrazelluläre Matrix
  • Zur Erinnerung: Insulinmangel und Kortikoide [Cortisol, Cortison!] hemmen die Biosynthese!

Heparansulfat

Dermatansulfat – syn. Chondroitinsulfat; s. o.

 

[Sulfate = Salze der Schwefelsäure.

Sulfatide = Schwefelsäureester der Cerebroside; Vorkommen v. a. in der Substantia alba des Gehirns.]

Hyaluronsäure – Vorkommen:

 

 

Siehe dazu:

Essen & Co. – Fette, ‚Wasser-Vitamine’ (Cerebroside), Biosynthese von Sphingosin etc.

Wunderwerk Gehirn – Cornea, Substantia alba

Glossar – Bindegewebe, Strukturen (Zelladhäsionsmoleküle etc.), Zellorganellen (ER)

Zum Nachdenken – Terminale Zucker (Proteoglykane)

Gedankensplitter – Bulbus olfactorius

 

 

Quellen und zum Weiterlesen:

Klinisches Wörterbuch ‘Pschyrembel’ (1994, 2007)

Naturheilpraxis heute

 

 

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