Gehört zu: Gedankensplitter – Bulbus olfactorius ...

 

“The terminal nerve, or cranial nerve zero, was discovered by German scientist Gustav Fritsch in 1878 in the brains of sharks. It was first found in humans in 1913, although its presence in humans remains controversial. However, a study has indicated that the terminal nerve is a common finding in the adult human brain.”

[Quelle und zum Weiterlesen: http://en.wikipedia.org/wiki/Cranial_nerve_zero]

 

 

Nervus terminalis und Nervus-terminalis-Komplex

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ÜBERSICHT

Nervus terminalis – sog. 0. Hirnnerv

Verlauf ...

 

Substantia perforata anterior (syn.: Substantia innominata)

Corpus striatum

Capsula interna

Gyrus pre- und postcentralis

Glutamat und GABA

DOPA, Melanine und Albinismus

Arteriae choroideae, Plexus choroidei und Capsula interna

Gyrus subcallosus und Lamina terminalis

Nervus terminalis und LHRH bzw. GnRH

Prolaktin, TRH und TSH

Substantia perforata anterior und Inselrinde (Insel)

 

Substantia perforata posterior

 

ANHANG:

  • Arteria choroidea anterior und Arteria cerebri media und posterior (Verlauf bzw. Äste und Versorgungsgebiete)
  • Basalganglien

 

 

Der Nervus terminalis – der sog. 0. Hirnnerv – verläuft von der Riechschleimhaut zur ‚Substantia perforata anterior’; er begleitet den Tractus olfactorius, also den vom Bulbus olfactorius ausgehenden Abschnitt der Riechbahn.

 

-> Siehe dazu auch: Gedankensplitter – Bulbus olfactorius etc.

 

Der sog. Nervus-terminalis-Komplex enthält weitere Nerven oder Systeme, z. B.:

  • Nucleus preopticus
  • Extrabulbär olfaktorisches System
  • Nucleus olfactoretinalis

[Pschyrembel]

 

Der Nucleus preopticus:

  • Ist an der Steuerung der Körpertemperatur beteiligt. ...
  • Projiziert efferent GABAerg in das Periaquäduktale Grau (PAG) und den Nucleus raphe magnus, von wo aus die Thermogenese gesteuert wird.
  • Beeinflusst ebenfalls die Freisetzung von Thyreoliberin (TRH) aus dem Nucleus paraventricularis [... dieser produziert ADH/Vasopressin ...] ...
  • TRH wiederum stimuliert die Thyreotropin-Ausschüttung (TSH), was zu einer Steigerung der Stoffwechselaktivität über die Schilddrüsenhormone führt.

[Quelle und zum Weiterlesen: http://de.wikipedia.org/wiki/Hypothalamus]

 

Substantia perforata anterior

 

Die ‚Substantia perforata anterior’ liegt vor dem Tractus opticus und hinter dem Trigonum olfactorium.

 

Ihre ‚graue Substanz’ (Substantia grisea) fließt zusammen mit der des Corpus striatum (Teil des extrapyramidalen Systems) und wird durchzogen von zahlreichen kleinen Blutgefäßen, die u. a. die Capsula interna (Markschicht des Großhirns mit auf- und absteigenden Projektionsbahnen) versorgen.

 

[Übersetzt aus: http://en.wikipedia.org/wiki/Substantia_perforata]

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Tractus opticus

Abschnitt der Sehbahn zwischen Chiasma opticum und Corpus geniculatum laterale.

 

Zur Erinnerung ...

Chiasma opticum = Sehnervenkreuzung:

Die Vereinigung der beiden Sehnerven (Nervi optici) vor dem Infundibulum (Hypophysenstiel) in der Gegend der ‚Sella turcica’. Hier geht jeweils ein ‚Tractus opticus’ hervor.

 

Nur die Fasern aus den ‚nasalen (... nasenwärts gelegenen ...) Netzhauthälften’ werden gekreuzt, die aus den ‚temporalen (... schlälfenwärts gelegenen ...) Netzhauthälften’ bleiben ungekreuzt.

 

Corpus geniculatum laterale = Schaltstelle der zentralen Sehbahn

 

Schädigungen der Sehbahn führen – je nach Lokalisation – zu enstprechenden Gesichtsfeldausfällen  oder ggf. zur Agnosie (= Störung des Erkennens).

 

-> Siehe dazu auch: Hypophyse etc.; Wunderwerk Gehirn – Retina; Wunderwerk Mensch – Sehbahn; Fragen, Fragen, Fragen – Hirnlokales Syndrom (Hemianopsie etc.); Zum Nachdenken – Agnosie, Simultanagnosie; Gedankensplitter ‚Layer to layer’ – Großhirnrinde etc.

 

Trigonum olfactorium

Verbreiterung am Ende des Tractus olfactorius.

 

Zur Erinnerung ...

Tractus olfactorius = Abschnitt der Riechbahn vom Bulbus olfactorius bis zum olfaktorischen Cortex (mit der ‚Area subcallosa’ und dem mittleren Teil des ‚Corpus amygdaloideum’).

 

Die Area subcallosa ist ein Rindenfeld der Großhirnrinde und Teil des ‘Limbischen Systems’.

 

Das Corpus amygdaloideum (= Amygdala, Mandelkern) liegt an der Innenseite des Temporallappens an der Spitze des Unterhorns des Seitenventrikels. Es besteht aus mehreren Kerngruppen, die durch feine Marklamellen geteilt werden, und gehört ebenfalls zum ‚Limbischen System’.

 

[Temporallappen = Schläfenlappen (mit dem Hörzentrum und dem Wernicke-Zentrum für die Spracherkennung).

 

Die Seitenventrikel (1. und 2. Hirnventrikel) liegen in den Großhirnhemisphären; der Aqueductus mesencephali (auch: Aqueductus cerebri), der den 3. und den 4. Hirnventrikel verbindet, fließt durch das Mittelhirn (Mesencephalon).]

 

-> Siehe dazu: Gedankensplitter – Bulbus olfactorius (Verlauf der Riechbahn etc.) und Wunderwerk Gehirn; Limbisches System etc.

 

Substantia grisea

‚Graue Substanz’ des Gehirns und Rückenmarks.

Sie ist aus Nervenzellen aufgebaut.

 

Zur Erinnerung ...

Die ‚Substantia grisea centralis’ ist graue Substanz um den Aqueductus mesencephali (= Verbindung zwischen 3. und 4. Hirnventrikel), die Seitenwände und den Boden des 3. Hirnventrikels (s. a. u.).

 

-> Siehe dazu auch: Wunderwerk Gehirn – Hirnventrikel, Mittelhirn, Substantia grisea; Glossar – Zirkumventrikuläre Organe etc.

 

Corpus striatum

Sog. ‚Streifenhügel’ (auch: Striatum, Neostriatum).

Gehört zu den Basalganglien und ist Teil des ‚extrapyramidalen Systems’.

 

Zur Erinnerung ...

Zum ‚extrapyramidalen System’ gehören alle Kerngebiete ... und Leitungsbahnen, die nicht zur Pyramidenbahn gehören.

 

Kerngebiete sind die Basalganglien:

Corpus striatum (Nucleus caudatus und Putamen)

Globus pallidus (Pallidum)

Nucleus subthalamicus

Substantia nigra

Nucleus ruber

Nuclei tegmenti (Formatio reticularis)

Nucleus vestibularis lateralis

Nucleus dentatus (Cerebellum)

Nucleus olivaris principalis

 

-> Siehe dazu auch: Leitungsbahnen etc.

 

- S. a. u.: ANHANG – Basalganglien -

 

Capsula interna

‚Innere Kapsel’:

Markschicht des Großhirns mit auf- und absteigenden Projektionsbahnen; diese verbinden die Großhirnrinde mit ‚subkortikalen Zentren’.

 

Zur Erinnerung ...

Projektionsbahnen (syn. Projektionsfasern) sind i. e. S. alle auf- und absteigenden Nervenfasern, die die Großhirnrinde mit subkortikalen Zentren im Hirnstamm und im Rückenmark verbinden (sog. kurze und sog. lange Projektionsbahnen). Einteilung:

  • Kortikopetale Fasern projizieren (... leiten Nervenimpulse fort ...) über Kerngebiete auf die Großhirnrinde.
  • Kortikofugale Fasern leiten Nervenimpulse von der Großhirnrinde über Kerngebiete in die Peripherie.

Als ‚Corona radiata’ - sog. Stabkranz – bezeichnet man die fächerförmige Ausbreitung der Projektionsfasern der Capsula interna in die Großhirnrinde.

 

Lage der Capsula interna

 

Sie liegt zwischen Nucleus caudatus, Thalamus und Nucleus lentiformis.

 

Nucleus caudatus

Gehört zu den ‚Basalganglien’; bildet zusammen mit dem Putamen das ‚Corpus striatum’.

Sein Kopfteil bildet die Seitenwand des Vorderhorns des Seitenventrikels (= 1. und 2. Hirnventrikel); der mittlere Anteil liegt dem Thalamus an.

 

Thalamus, sog. ‚Sehhügel’

Größte ‚graue’ Kernmasse des Zwischenhirns.

Er ist über verschiedene Fasersysteme verbunden mit der Großhirnrinde, dem extrapyramidalen System, Kleinhirn und Rückenmark und ist u. a. Umschaltstation für Teile der Seh- und Hörbahn.

 

Nucleus lentiformis, sog. ‚Linsenkern’

Besteht aus Putamen und Pallidum und ist Kerngebiet des ‚extrapyramidalen Systems’.

 

-> Siehe dazu auch: Thalamus; Leitungsbahnen; Nervensystem; Wunderwerk Gehirn – Rindenarchitektonik, Substantia alba, grisea; Wunderwerk Mensch (Sehbahn, Hörbahn); Zum Nachdenken - Projektionsbahnen etc.

Bestandteile der

Capsula interna

 

Crus anterius und Crus posterius capsulae internae

(= vorderer und hinterer Schenkel); diese sind verbunden durch das Genu capsulae internae (Genu = Knie).

 

In der ‚Capsula interna’ kommt es oft zu Durchblutungsstörungen oder Einblutungen und dadurch zu einer kontralateralen spastischen Hemiplegie*.

 

* Hemiplegie = vollständige Lähmung einer Körperhälfte

 

Der Vollständigkeit halber ...

 

  • Die ‚Capsula externa’ ist die Markschicht zwischen Putamen und Claustrum ...
  • Die ‚Capsula extrema’ ist ‚weiße Substanz’ zwischen der Inselrinde und dem Claustrum ...

Zur Erinnerung ...

Das Putamen gehört zu den Basalganglien; ist Kerngebiet des extrapyramidalen Systems (s. u.: ANHANG).

Das Claustrum (‚Vormauer’) ist ‚graue Substanz’ zwischen dem Putamen und der Inselrinde; gehört ebenfalls zu den Basalganglien (s. u.).

Die Inselrinde (Insula, Insel; s. u.) ist Teil der Großhirnrinde (Teil der viszerosensiblen und viszeromotorischen Rinde, primärer gustatorischer Cortex).

Sie enthält:

- Gyri insulae

- Sulcus centralis*

- Sulcus circularis insulae

 

* Sulcus centralis cerebri = Zentralfurche, Rolando-Furche: Furche zwischen Gyrus pre- und postcentralis (vordere und hintere Zentralwindung), Grenze zwischen Frontal- und Parietallappen (Stirn- und Scheitellappen).

  • Die vordere Zentralwindung (Gyrus precentralis) enthält das motorische Rindenfeld.
  • Die hintere Zentralwindung (Gyrus postcentralis) enthält das sensible Rindenfeld.
  • Der Stirnlappen (Frontallappen) enthält Assoziationsareale und das Broca-Sprachzentrum (motorisch).
  • Der Scheitellappen (Parietallappen) enthält das Lesezentrum und ist wichtig für die Wahrnehmung von Tast-, Druck-, Schmerz- und Temperaturreizen.

 

 

Und zur Erinnerung ...

 

Gyrus precentralis

Vordere Zentralwindung - primär motorisches Rindenfeld:

Hier liegen alle Neurone für die Steuerung bewusster Bewegungen.

 

Verlauf: Absteigend – ‚efferent’

Von den Neuronen im primären motorischen Rindenfeld über die Pyramidenbahn - und durch die Corona radiata, Capsula interna, Crus cerebri und Brücke (Pons) - zu den motorischen Kernen der Hirnnerven und zum Rückenmark.

  • 80 %  der Pyramidenbahnfasern kreuzen* im unteren Hirnstammbereich zur Gegenseite und ziehen weiter als Pyramidenseitenstrangbahn (Tractus corticospinalis lateralis) zu den Alphamotoneuronen im Rückenmark.
  • 20 % der Fasern verlaufen ungekreuzt in der Pyramidenvorderstrangbahn (Tractus corticospinalis anterior; Türck-Säule) und kreuzen erst im jeweiligen Rückenmark-Segment.

[* Decussatio pyramidum = Pyramidenkreuzung]

 

Gyrus postcentralis

Hintere Zentralwindung – primär sensorisches Rindenfeld für bewusste Empfindungen:

Die Informationen werden vermittelt über periphere Rezeptoren. Diese liegen z. B. in der Haut, in Muskeln, Gelenken oder inneren Organen.

 

Verlauf: Aufsteigend – ‚afferent’

Über aufsteigende Bahnen zunächst zum Thalamus. Dort erfolgt die Umschaltung auf weitere Neurone; die Axone (= Nervenzellfortsätze) dieser Neurone verlaufen durch die Capsula interna zum Gyrus postcentralis und zu dessen Nachbargebieten.

 

Noch einmal im Einzelnen ...

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.

 

Gyrus precentralis

Vordere Zentralwindung

 

- Liegt vor dem Sulcus centralis cerebri*. –

 

Primär motorisches Rindenfeld mit allen Neuronen für die Steuerung bewusster Bewegungen

 

Gyrus postcentralis

Hintere Zentralwindung

 

- Liegt hinter dem Sulcus centralis cerebri*. –

 

Primär sensorisches Rindenfeld für bewusste Empfindungen (Oberflächen- und Tiefensensibilität)

 

Verlauf ...

‚Absteigender Verlauf’:

Von den Neuronen im primären motorischen Rindenfeld über die Pyramidenbahn und die Capsula interna zu motorischen Hirnnervenkernen und zum Rückenmark.

‚Aufsteigender Verlauf’:

Von peripheren Rezeptoren (Haut, Muskel, Gelenke, innere Organe) zunächst zum Thalamus, dort Umschaltung auf weitere Neurone. Die Axone dieser Neurone verlaufen durch die Capsula interna.

 

Aufbau ...

5-schichtiger Aufbau:

Keine innere Körnerschicht [Lamina granularis interna (IV)], stattdessen Pyramidenzellen bzw. Betz-Zellen (= Riesenpyramidenzellen im motorischen Teil der Großhirnrinde).

 

6-schichtiger Aufbau:

Mit innerer Körnerschicht [Lamina granularis interna (IV)].

 

 

 

 

Zum

Nachdenken ...

  • „Pyramidal neurons use glutamate as their excitatory neurotransmitter, and GABA as their inhibitory neurotransmitter.”

[Quelle: en.wikipedia.org/wiki/

Pyramidal_cell]

 

Und zur Erinnerung ...

Glutamat

= Salz der Glutaminsäure:

Glutaminsäure ist Vorstufe der Biosynthese von GABA, Ornithin, Prolin, Hydroxyprolin und Baustein der Folsäure.

 

GABA

= Gammaaminobuttersäure:

Wird aus Glutamat synthetisiert.

  • Der Thalamus ist u. a. Umschaltstation für Teile der Seh- und Hörbahn ...
  • In der Haut, in Teilen des Auges und in den Leptomeningen (= weiche Hirn- und Rückenmarkhaut) befinden sich Melanozyten ...

Und zur Erinnerung ...

In den Melanozyten erfolgt die Biosynthese der Melanine aus DOPA:

  • DOPA entsteht durch Hydroxylierung aus der Aminosäure Tyrosin.
  • Tyrosin entsteht durch Hydroxylierung von Phenylalanin und ist Vorstufe der Biosynthese von DOPA, Dopamin, Adrenalin, Noradrenalin, Thyroxin (= Schilddrüsenhormon ‚T4’) und der Melanine.
  • Die Substantia nigra ist ein Kern mit melaninhaltigen Nervenzellen; sie liegt zwischen den Hirnschenkeln (Crura cerebri) und der Mittelhirnhaube (Tegmentum mesencephali)* und ist Teil des ‚extrapyramidalen Systems’.

* Die Mittelhirnhaube enthält u. a.: Hirnnervenkerne (III., IV., z. T. V.)

Nucleus ruber

Nuclei raphes

 

- S. a. u.: ANHANG -

 

 

 

Und zum Weiterlesen, Nachdenken, ‚Querdenken’ ...

 

Melanin und Albinismus etc.

  •  „Dies erklärt sich durch die Tat­sache, dass sowohl Augen- als auch Hirn­entwicklung pigmentabhängig sind. ...
  • Zudem findet sich pathognomisch bei Albinismus eine atypische chias­male Kreuzung der Sehnerven*: Es kreu­zen mehr Fasern als bei regulär pigmen­tierten Individuen. ...
  • Das zunehmende Wissen um die Rolle des Mela­nins in der Hirnentwicklung und -differenzie­rung ermöglicht ein tieferes Verständnis nicht nur der Gegebenheiten bei Albinismus, son­dern auch hinsichtlich der normalen physio­logischen zerebralen Differenzierung. ...
  • Die Irisfarbe kann abhängig vom Typ des Albinismus variieren von blau, blaugrau bis zu braun. ...
  • Hinweise bestehen auf atypische Kreu­zung auch der Hörbahnen ...
  • Verzögerte Myelinisierung ...
  • Üblicherweise kreuzen 30–50% der Fasern jedes N. opticus zur Gegenseite, bei Albinismus kreuzen etwa 70–80% (selten bis 100%) der Fasern. ...
  • Wir haben klinisch den Eindruck gewon­nen, dass die Prävalenz von Albinismus bei Personen mit frühkindlichem Schiel­syndrom erhöht ist. ...
  • Eine verzögerte visuelle Reifung findet sich bei 50–75% aller Kinder mit Al­binismus und ist durch eine fehlende Fi­xationsaufnahme in den ersten Lebens­monaten charakterisiert. Die Babys rea­gieren und agieren, als ob sie blind wären. ...
  • Albinismus kann auch ohne Nystagmus vorliegen. Eine Optikusdysplasie/Opticushypoplasie ist ein häufiger Befund bei Albinismus. ...

* Chiasmale Kreuzung der Sehnverven:

Das ‚Chiasma opticum’ (= sog. ‚Sehnervenkreuzung’) liegt  vor dem Hypophysenstiel (Infundibulum). Hier vereinigen sich die beiden Nervi optici und verlaufen jeweils nach hinten weiter als ‚Tractus opticus’. Die Fasern aus den ‚nasalen (... nasenwärts gelegenen ...) Netzhauthälften’ werden gekreuzt; die Fasern aus den ‚temporalen (... schläfenwärts gelegenen ...) Netzhauthälften’ bleiben ungekreuzt.

 

[Quelle:

http://www.albinismus.info/aktuell/albinismus_visueller_phaenotyp%202007.pdf]

 

Bei Wikipedia:

http://de.wikipedia.org/wiki/Albinismus etc.

 

-> Siehe dazu auch: Essen & Co. – Phenylalanin/Tyrosin, Albumin, Citratzyklus, Ergänzungen, Vitamine (B1, B12, Myelin) etc.; Wunderwerk Gehirn – Substantia nigra; Glossar – GABA etc., Hautschichten etc.; Wunderwerk Mensch; Wahrnehmung; Fragen, Fragen, Fragen – Hirnlokales Syndrom; Zum Nachdenken – Cochlea (= Teil des Innenohrs) und cochleäre Neurotransmitter, Hyperammonämie, Septooptische Dysplasie etc.

 

 

Arteriae choroideae, Plexus choroidei und Capsula interna

 

“The arteries carrying blood into the choroid plexuses are:

  1. the anterior choroidal artery (branch from the internal capsule).
  2. the posterior choroidal artery (branch from the posterior cerebral artery).”

[Quelle und zum Weiterlesen: http://en.wikipedia.org/wiki/Tela_chorioidea]

.

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Arteria choroidea anterior

‚Entspringt’ aus der Arteria carotis interna (Pars cerebralis) und verläuft zwischen Crus cerebri (Hirnschenkel) und Temporallappen (Schläfenlappen).

 

- S. a. u. – ANHANG:

Arteria choroidea anterior, Arteria cerebri media und posterior (Verlauf bzw. Äste und Versorgungsgebiete) -

 

Tela choroideae

Grundlage der Plexus choroidei, wird gebildet aus dem Dach des 3. und 4. Hirnventrikels und der Pia mater.

[Tela = Gewebe, Bindegewebe]

 

-> Siehe auch: Wunderwerk Gehirn – Hirnventrikel

 

Plexus choroidei

Sog. ‚Adergeflechte’: In die Hirnventrikel eingestülpte gefäß- und nervenreiche Bildungen der Pia mater; ihre Oberfläche ist mit Zotten besetzt und von Ependym überzogen; Entstehungsort des Liquor cerebrospinalis. Vorkommen der ‚Adergeflechte’: Am Dach des 3. und 4. Hirnventrikels und an einem Teil der medialen Wandung der Seitenventrikel (1. und 2. Hirnventrikel).

 

-> Siehe dazu auch: Essen & Co. – Liquor

 

Pia mater

Gefäßführender Teil der weichen Hirn- und Rückenmarkhaut (Leptomeninx).

 

-> Siehe dazu auch: Gedankensplitter – Bulbus olfactorius (Pia mater etc.)

 

Ependym

‚Zellauskleidung’ der Hirnventrikel und des Zentralkanals des Rückenmarks.

 

-> Siehe dazu auch: Glossar – Gliazellen

 

 

 

Und siehe auch:

Dopamin & Co. – Dopaminhypothese etc.

Wunderwerk Gehirn – Retina (Netzhaut des Auges), Rindenarchitektonik

Hirnnerven; Nuclei – Hirnnervenkerne

Leitungsbahnen – Pyramidenbahn (Pyramidenbahnzeichen)

Fragen, Fragen, Fragen – Galaktose, Fruktose, Glutathion und GABA

Glossar – Bindegewebe, Fossa cranii, Nervenzellen und Nervenzellfortsätze

Zum Nachdenken – Rautengrube

Gedankensplitter – ‚Layer to layer’ - Großhirnrinde: Einteilung, Schichtenaufbau; Pyramidenzellen etc.

  

 

 

Zurück zur Substantia perforata anterior ...

 

Noch einmal: Die ‚Substantia perforata anterior’ liegt vor dem Tractus opticus und hinter dem Trigonum olfactorium (= Verbreiterung am Ende des ‚Tractus olfactorius’).

Ihre ‚graue Substanz’ (Substantia grisea) fließt zusammen mit der des Corpus striatum (Teil des extrapyramidalen Systems) und wird durchzogen von zahlreichen kleinen Blutgefäßen, die u. a. die Capsula interna (Markschicht des Großhirns mit auf- und absteigenden Projektionsbahnen) versorgen.

 

[Der ‚Tractus opticus’ ist der Abschnitt der Sehbahn zwischen Chiasma opticum (Sehnervenkreuzung) und Corpus geniculatum laterale (Schaltstelle der zentralen Sehbahn im Zwischenhirn).]

 

Vorne und in der Mitte grenzt die ‚Substantia perforata anterior’ [... it is continuous with ... ] an den Gyrus subcallosus, seitlich grenzt sie an die Stria olfactoria lateralis (’lateral stria of the olfactory tract’) und setzt sich fort in den Uncus des Gyrus parahippocampalis.

 

[Übersetzt aus: http://en.wikipedia.org/wiki/Anterior_perforated_substance]

.

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Gyrus subcallosus

Hirnwindung im Bereich der ‚Area subcallosa’.

Die ‘Area subcallosa’ ist ein Rindenfeld der Großhirnrinde und Teil des ‘Limbischen Systems’.

 

[Subcallosal area = paraolfactory area of Broca; auch bekannt als ‘Zuckerkandl's gyrus’;

Gyrus = Hirnwindung; ‚Auffaltung’ der Großhirnrinde;

Großhirnrinde = ‚graue Substanz’]

 

Gyrus subcallosus ...

“The paraterminal gyrus (subcallosal gyrus, peduncle of the corpus callosum) is a narrow lamina on the medial surface of the hemisphere in front of the lamina terminalis, behind the parolfactory area, and below the rostrum of the corpus callosum..”

[Quelle und zum Weiterlesen:

http://en.wikipedia.org/wiki/Paraterminal_gyrus]

 

Lamina terminalis ...

Blättchen ‘grauer Substanz’ vor und über dem Chiasma opticum (= Sehnervenkreuzung); vorderer Teil des Bodens des 3. Hirnventrikels. [Pschyrembel]

 

Area paraolfactoria ...

Rindenfeld des ‚limbischen Systems’: Liegt an der medialen Stirnhirnoberfläche vor dem Rostrum (= ‘Schnabel’) des Corpus callosum.

 

Corpus callosum ...

Sog. ‘Balken’: Quere Faserverbindung zwischen den beiden Großhirnhemisphären am Grund der Fissura longitudinalis cerebri; enthält Kommissurenbahnen.

  • In der Fissura longitudinalis ‚verläuft’ die Falx cerebri (= Hirnsichel: Duraduplikatur [Dura mater = harte Hirn- und Rückenmarkhaut] zwischen den Großhirnhemisphären; die Dura mater cranialis bildet die fibröse Schutzkapsel des Gehirns und das Periost [Knochenhaut] der Schädelinnenfläche).
  • Kommissurenbahnen sind Nervenbahnen in der ‚weißen Substanz’ [Substantia alba] des Großhirns; sie verbinden identische Stellen beider Gehirnhälften.

„... the lamina terminalis, which stretches from the interventricular foramen (Foramen of Monro) to the recess at the base of the optic stalk and contains the organum vasculosum of the lamina terminalis, which regulates the osmolarity of the blood.”

[Quelle:

http://en.wikipedia.org/wiki/Lamina_terminalis]

  • Das Monro-Foramen (= Foramen interventriculare; Foramen Monroi) ist die Verbindung zwischen dem 3. Hirnventrikel und den Seitenventrikeln (1. und 2. Hirnventrikel in den Großhirnhemisphären). Hirnventrikel sind mit Liquor cerebrospinalis gefüllte Gehirnkammern.
  • Optic stalk (= Pedunculus opticus; Augenbecherstiel)
  • Das ‘Organum vasculosum laminae terminalis’ gehört zu den zirkumventrikulären Organen.

-> Siehe auch: Essen & Co. – Liquor; Limbisches System; Wunderwerk Gehirn – Hirnventrikel, Kommissurenbahnen; Glossar – Zirkumventrikuläre Organe; Gedankensplitter – Bulbus olfactorius (Periost etc.);

en.wikipedia.org/wiki/Medial_olfactory_stria

 

Stria olfactoria lateralis

Die ‚Striae olfactoriae’ sind Faserzüge des Tractus olfactorius am ‚Trigonum olfactorium’ (= Verbreiterung am Ende des Tractus olfactorius; s. o.).

 

-> Siehe dazu auch: Glossar – Limbisches System (Bahnen des olfaktorischen und limbischen Systems);

en.wikipedia.org/wiki/Lateral_olfactory_stria;

en.wikipedia.org/wiki/Medial_olfactory_stria

 

Uncus

Das am vorderen Ende hakenförmig umgebogene Stück des ‚Gyrus parahippocampalis’.

 

Der Gyrus parahippocampalis ist eine Windung an der Basalfläche des Temporallappens (Schläfenlappen; er enthält das Hörzentrum und das Wernicke-Zentrum für die Spracherkennung) und Teil des ‚Limbischen Systems’.

 

Zur Erinnerung ...

Zwischen Hippocampus und Gyrus parahippocampalis liegt der Gyrus dentatus, eine Hirnwindung aus gezähnelter, ‚grauer Substanz’.

 

-> Siehe dazu auch: Gedankensplitter – ‚Layer to layer’ (Hippocampus etc.)

 

 

 

Zum Weiterlesen ...

  • Läsionen der Capsula interna (Unterbrechung des Pedunculus opticus)

[http://www.psychologie.uni-oldenburg.de/helmut.hildebrandt/download/Dokumentsammlung/Seminar/sehen.pdf; S. 14]

 

Bei Wikipedia ...

en.wikipedia.org/wiki/Substantia_innominata

en.wikipedia.org/wiki/Nucleus_basalis

en.wikipedia.org/wiki/List_of_regions_in_the_human_brain

... etc. ...

 

Und zum Weiterlesen, Nachdenken, ‘Querdenken’ ...

 

“Broca named the limbic lobe in 1878, identifying it with the cingulate and parahippocampal gyri, and associating it with the sense of smell - Treviranus having earlier noted that, between species, the size of the parahippocampal gyrus varies with the size of the olfactory nerve.

[Quelle: http://en.wikipedia.org/wiki/Fornicate_gyrus]

 

“Some researchers think that the fusiform gyrus may be related to the disorder known as prosopagnosia, or face blindness.”

[Quelle: http://en.wikipedia.org/wiki/Fusiform_gyrus (Gyrus occipitotemporalis medius)]

 

-> Siehe dazu auch: Hirnnerven; Limbisches System; Sehen und Lernen; Fragen, Fragen, Fragen – Hirnlokales Syndrom (und Epilepsie); Glossar – Limbisches System (Wichtige Bahnen des olfaktorischen und limbischen Systems); Zum Nachdenken – Agnosie bzw. Simultanagnosie

 

 

Terminal nerve and vision:

“These effects can be specifically blocked by GnRH-antagonists, indicating that the release of dopamine and dopamine-dependent effects on light adaptation of retinal neurons are affected by the terminal nerve complex. Recent data have shown that olfactory information has an impact on retinal physiology, but its precise role is not clear.”

[Quelle: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15570588]

 

Nervus terminalis und LHRH (= luteinisierendes Hormon-Releasing-Hormon; GnRH):

 „Angesichts der essentiellen Bedeutung des Nervus terminalis, welcher mehr oder minder ausgeprägt, lebenslang erhalten bleibt, für die Entwicklung der Säugetiere und des Menschen wäre bei solchen Untersuchungen eine Verknüpfung von morphologischen und physiologischen Methoden außerordentlich wünschenswert.“

[Quelle: www.staff.uni-mainz.de/jastrow/IMALL.htm]

 

Luteinizing hormone-releasing hormone (LHRH) and neural cell adhesion molecule (NCAM)-immunoreactivity in development of the forebrain and reproductive system:

[Quelle: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/7864579]

 

Dazu zur Erinnerung ...

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PRH = Prolactin releasing hormone

 

PIH = Prolactin inhibiting hormone

PRH ist vermutlich identisch mit TRH.

 

TRH = Thyrotropin releasing hormone:

Es stimuliert v. a. die Freisetzung von TSH aus dem Hypophysenvorderlappen (HVL).

  • Noradrenalin stimuliert
  • Serotonin hemmt

die Freisetzung von TRH; die Schilddrüsenhormone ‚T3’ und ‚T4’ (‚T4’ = Thyroxin) regulieren die Sekretion über einen ‚negativen Feedback-Mechanismus’.

 

TSH = Thyroidea stimulierendes Hormon:

Es stimuliert die Schilddrüse – Iodeinbau, Hormonsynthese und –sekretion, Follikelwachstum.

 

-> Siehe auch: Essen & Co. – Albumin; Glossar – Drüsen etc.

 

 

Sammelbezeichnung für Prolaktin hemmende Releasing Hormone; dazu gehören:

  • Dopamin
  • GnRH assoziiertes Peptid

GnRH = Gonadotropin releasing Hormon;

auch (syn.):

LHRH

Luteinisierendes-Hormon-Releasing-Hormon

FSHRH

Follikelstimulierendes-Hormon-Releasing-Hormon

GRH

Gonadotropin releasing hormone

GRF

Gonadotropin releasing factor

 

GnRH

... wird im Hypothalamus synthetisiert (Dekapeptid mit Pyroglutaminsäure am N-terminalen Ende ...)

... steuert das Hypothalamus-Hypophysen-System

... wird in das Pfortadersystem der Hypophyse abgegeben (zyklisch, pulsatil ...)

... ist Voraussetzung für normale weibliche und männliche Sexualfunktionen

 

-> Siehe dazu auch: Dopamin & Co.; Hypothalamus, Hypophyse etc.

 

 

 

... Prolaktin wirkt über die Adenylatcyclase der Zielzellen; es fördert und beeinflusst u. a. Wachstum und Stoffwechsel, Osmoregulation und Pigmentbildung. Zusammen mit Cortisol setzt es – nach der Geburt - die Milchproduktion in Gang und verhindert das Wiedereinsetzen der Menstruation.

 

... Die Aminosäure Tyrosin entsteht durch Hydroxylierung von Phenylalanin und ist Vorstufe der Biosynthese von DOPA, Dopamin, Adrenalin, Thyroxin (Schilddrüsenhormon ‚T4’) und der Melanine.

[... Tyrosin – DOPA – Dopamin – Noradrenalin – Adrenalin ...

Die Aminogruppe von Noradrenalin ist unmethyliert; die Aminogruppe von Adrenalin ist methyliert ...]

 

-> Siehe dazu auch: Essen & Co. – Phenylalanin/Tyrosin, Albumin, Ergänzungen; Glossar – ATP, cAMP (Adenylatcyclase), Myoepithelien (und Oxytocin); Zum Nachdenken – Cholin (und Methionin, Glycin, Threonin), Hypogonadismus, Prolaktin

 

 

Substantia perforata anterior und Inselrinde (Insel, Insula, Lobus insularis)

 

„Nur ihre Spitze (Limen insulae, Inselschwelle) steht mit der Substantia perforata anterior in Verbindung. ... Die funktionellen Aufgaben sind noch nicht gänzlich erforscht.“

[Quelle und zum Weiterlesen: http://de.wikipedia.org/wiki/Inselrinde]

 

Die Inselrinde ist Teil der Großhirnrinde (lt. Pschyrembel Teil der viszerosensiblen und viszeromotorischen Rinde und primärer gustatorischer Cortex); sie wird verdeckt von Teilen des Frontal-, Parietal- und Temporallappens (Stirn-, Scheitel- und Schläfenlappen).

 

Sie enthält:

  • Gyri insulae (Gyrus longus und Gyri breves insulae)
  • Sulcus centralis (Furche zwischen Gyrus pre- und postcentralis, Grenze zwischen Frontal- und Parietallappen; s. o.)
  • Sulcus circularis insulae

[Gyrus = Windung, Hirnwindung; Sulcus = Furche, Rinne]

 

„Die Inselrinde ist am wenigsten erforscht. Hier befindet sich unter anderem der primäre Geschmackscortex. Man vermutet hier auch das primäre Zentrum für basale Viszerosensibilität (Informationen aus den Eingeweiden).“

[Quelle und zum Weiterlesen: http://de.wikipedia.org/wiki/Großhirnrinde]

 

Und zum Weiterlesen ...

de.wikipedia.org/wiki/Gyrus

en.wikipedia.org/wiki/Insular_cortex etc.

 

-> Siehe dazu auch: Leitungsbahnen – Viscero ... (viscerosensibel, viszeromotorisch) etc.

 

Substantia perforata posterior

 

Die ‚Substantia perforata posterior’ ist ‚graue Substanz’ in der Fossa interpeduncularis.

Sie enthält zahlreiche Öffnungen für Blutgefäße.

  • Der untere Teil liegt im Bereich des vorderen, mittleren Teils des Tegmentum mesencephali (= Mittelhirnhaube) und enthält das Ganglion interpedunculare.
  • Der obere Teil ist an der Bildung des Bodens des 3. Hirnventrikels beteiligt.

[Übersetzt aus: http://en.wikipedia.org/wiki/Posterior_perforated_substance]

.

.

Fossa interpeduncularis

Vertiefung zwischen den Hirnschenkeln (= Crura cerebri).

 

Zur Erinnerung ...

In der ‚Fossa interpeduncularis’ „tritt die ‚Substantia griseaea centralis’ als Tuber cinereum [‚Grauer Höcker’ des Hypothalamus] an die freie Oberfläche des Gehirns“. [Pschyrembel]

 

Die Hirnschenkel enthalten:

Tractus pyramidalis (Pyramidenbahn)

Tractus corticopontinus

Fibrae corticoreticulares

 

Die Hirnschenkel sind ‘lange Leitungsbahnen’ (Projektionsbahnen). Sie verlaufen in zwei Vorwölbungen zur Großhirnbasis und enthalten die Fasern der Groß- und Kleinhirn-Verbindungen und die Pyramidenbahn. Zu den Hirnschenkeln gehört die Mittelhirnhaube (Tegmentum mesencephali).

 

Fibrae corticopontinae, Tractus corticopontinus ...

“They are motor fibers that stretch from the precentral gyrus (motor strip) to the nuclei of cranial nerves V (trigeminal), VII (facial) and XII (hypoglossal).”

[Quelle und zum Weiterlesen:

en.wikipedia.org/wiki/Corticopontine_fibers]

 

Und zur Erinnerung ...

Die Fasern verlaufen v. a. über die Capsula interna.

 

- S. a. u.: ANHANG –

 

Substantia grisea

 

‚Graue Substanz’ des Gehirns und Rückenmarks.

Sie ist aus Nervenzellen aufgebaut.

 

Zur Erinnerung ...

Nervenzellen haben jeweils einen oder mehrere (zuführende) Fortsätze (Dendriten) und ein Axon (wegführender Fortsatz). Die Umhüllung eines Axons (‚elektrische Isolierung’) ist die Myelinscheide (bzw. Schwann-Scheide im peripheren Nervensystem).

Ihr Zytoplasma (Zellplasma) enthält Neurofibrillen, Mitochondrien, Nissl-Schollen und einen Golgi-Apparat.

 

Nach dem Gehalt an Myelin teilt man Nervenfasern (... Axon und Schwann-Scheide ...) ein in MARKHALTIG und MARKLOS.

  • Die ‚Substantia alba’ ist die aus markhaltigen Nervenfasern aufgebaute ‚weiße Substanz’ des Gehirns und Rückenmarks.
  • Nervenfasern und ihre bindegewebige Umhüllung bilden die Nerven.

Substantia griseaea centralis

‚Graue Substanz’, die den Aqueductus mesencephali (Verbindung zwischen 3. und 4. Hirnventrikel), die Seitenwände und den Boden des 3. Hirnventrikels umgibt.

 

Sie „tritt in der Fossa interpeduncularis [s. o.] als Tuber cinereum* an die freie Oberfläche des Gehirns und enthält eine Reihe von Kernen, die vegetative Zentren repräsentieren.“ [Pschyrembel]

 

* Tuber cinereum = ‚Grauer Höcker’ des Hypothalamus am Boden des 3. Hirnventrikels, hinter dem Hypophysenstiel (Infundibulum).

 

Tegmentum mesencephali

Die Mittelhirnhaube enthält u. a. Hirnnervenkerne der Hirnnerven III., IV. und V. (zum Teil), den Nucleus ruber und die Nuclei raphes.

 

Zur Erinnerung ...

Hirnnerven:

  • III. = Nervus oculumotorius (-> motorischer, parasympathischer Nerv)
  • IV. = Nervus trochlearis (-> motorischer Nerv)
  • V. = Nervus trigeminus (-> sensorischer, motorischer Nerv; Nerv des 1. Kiemenbogens)

Der Nucleus ruber ist Teil des ‚extrapyramidalen Systems’.

Die Nuclei raphes (Raphe-Kerne) verteilen sich über den gesamten Hirnstamm; Neurotransmitter der Raphe-Kerne ist Serotonin.

- S. a. u.: ANHANG –

 

Ganglion interpedunculare

 

Syn.: Nucleus interpeduncularis.

3. Hirnventrikel

Der 3. Hirnventrikel verläuft durch den ‚Aqueductus mesencephali’ im Mittelhirn (Verbindung zwischen 3. und 4. Hirnventrikel).

 

Der 4. Hirnventrikel liegt im Rautenhirn; sein Boden bildet die sog. ‚Rautengrube’ (= Fossa rhomboidea).

 

 

 

-> Siehe dazu auch: Hypothalamus, Hypophyse; Wunderwerk Gehirn – Mittelhirn, Hirnventrikel, Substantia alba, grisea, Substantia nigra (und Nucleus ruber, Nuclei raphes) etc.; Hirnnerven; Leitungsbahnen;

Glossar – Nervenzellen und Nervenzellfortsätze; Zum Nachdenken – Projektionsbahnen, Rautengrube, Zellorganellen etc.

 

Und zum Weiterlesen bei Wikipedia:

de.wikipedia.org/wiki/Großhirnrinde

de.wikipedia.org/wiki/Arteriae_centrales_anterolaterales

bzw.:

Arteria cerebri media – 4 Abschnitte; Pars insularis ‚auf der Insel ziehend’ ...

de.wikipedia.org/wiki/Keilbein

en.wikipedia.org/wiki/Anterior_perforated_substance

en.wikipedia.org/wiki/Posterior_perforated_substance

 

 

 

ANHANG:

Arteria choroidea anterior und Arteria cerebri media und posterior -

Verlauf bzw. Äste und Versorgungsgebiete ...

.

.

 

Arteria choroidea anterior

Arteria cerebri media

Arteria cerebri posterior

Ursprung

Arteria carotis interna (Pars cerebralis; s. u.)

 

 

 

 

Arteria carotis interna

 

Die Arteria carotis interna versorgt:

Paukenhöhle

Hirnhaut

Ganglion trigeminale

Hypophyse

Augenhöhle (einschl. Bulbus olfactorius)

Teile des Gehirns

Nasenhöhle (vordere Teile)

Stirn

 

Arteria basilaris

(Schädelbasis-

schlagader)

 

Die Arteria basilaris versorgt:

Pons (Brücke)

Innenohr

Teile des Klein- und Mittelhirns

Hinterer Teil der Unterfläche des Großhirns

 

Verlauf

Zwischen Crus cerebri (Hirnschenkel) und Temporallappen (Schläfenlappen).

 

Der Temporallappen enthält das Hörzentrum und das Wernicke-Zentrum für die Spracherkennung.

 

Die Hirnschenkel (auch: Pedunculi cerebri) enthalten die Bahnen:

Tractus pyramidalis (Pyramidenbahn)

Tractus corticopontinus

Fibrae corticoreticulares

 

Zur Erinnerung ...

Der Tractus corticopontinus enthält:

Fasern, die von der Rinde des Frontal-, Parietal-, Temporal- und Okzipitallappens - v. a. über die Capsula interna - zu Kerngebieten der Brücke (Pons) verlaufen, und Bahnen, die vom Mittelhirn zur Brücke verlaufen.

 

Das 2. Neuron kreuzt zur Gegenseite (Fibrae pontis transversae = sog. Brückenfaserung) und geht zur Kleinhirnrinde (als Pedunculus cerebellaris medius = mittlerer Kleinhirnstiel bzw. Tractus pontocerebellaris).

[Pschyrembel]

 

Substantia perforata ant.

Sulcus lateralis cerebri

Um die Crus cerebri (Hirnschenkel) zum Okzipitallappen (Hinterhauptlappen)

 

Der Okzipitallappen enthält das Sehzentrum und das visuelle Assoziationsgebiet.

Äste

(Rr. = Rami = Zweige, Äste)

Rr. choroidei ventriculi lat.

Rr. choroidei ventriculi tertii (inkonstant)

 

Und u. a.:

Rr. substantiae perforatae ant.

Rr. chiasmatici

Rr. tractus optici

Rr. corporis geniculati lat.

Rr. genua capsulae int.

Rr. globi pallidi

Rr. caudae nuclei caudati*

Rr. hippocampi

Rr. corporis amygdaloidei

Rr. tuberis cinerei* (inkonstant)

Rr. nucleorum hypothalami (inkonstant)

Rr. nucleorum thalami

Rr. substantiae nigrae

Rr. nuclei rubri

 

* Der Schweif (Cauda) des Nucleus caudatus begleitet das Unterhorn des Seitenventrikels.

 

* Tuber cinereum = ‚Grauer Höcker’ des Hypothalamus; liegt hinter dem Hypophysenstiel (Infundibulum) am Boden des 3. Hirnventrikels.

 

Rr. corticales

Rr. orbitales

Rr. frontales

Rr. parietales

Rr. temporales

Rr. centrales

Rr. striati

Rr. corticales

Rr. temporales

Rr. occipitales

Rr. parieto-occipitales

Rr. centrales

R. chorioideus

Versorgungs-

gebiet

Tela choroidea der Seitenventrikel (1. und 2. Hirnventrikel)

Strukturen der Hirnbasis

Rindenanteile des Großhirns

Kerne des Groß-, Zwischen- und Mittelhirns

 

Telae choroideae = „aus dem Dach des 3. und 4. Hirnventrikels und der Pia mater (= weiche Hirn- und Rückenmarkhaut) gebildete Grundlage der Plexus choroidei.“

Plexus choroidei = Entstehungsort des Liquor cerebrospinalis

[Pschyrembel]

 

Insula (Insel)

Laterale Fläche von:

Frontal-,

Parietal-,

Temporallappen

Schläfenpol

Okzipitallappen

Temporallappen (basale und mediale Fläche)

Quelle:

Pschyrembel

1994, 2007

Pschyrembel 1994

Pschyrembel 1994

 

 

Zu ‚Arteria carotis interna’ ...

Sie wird in 4 Abschnitte eingeteilt:

 

Pars cervicalis im Spatium lateropharyngeum (= Bindegeweberaum seitlich des Rachens) mit:

  • Nervus glossopharyngeus – IX. Hirnnerv; Nerv des 3. Kiemenbogens
  • Nervus vagus – X. Hirnnerv; Nerv des 4. – 6. Kiemenbogens; Hauptnerv des Parasympathikus
  • Nervus accessorius – XI. Hirnnerv; versorgt den Kopfwender- und Kapuzenmuskel (M. sternocleidomastoideus, M. trapezius)
  • Nervus hypoglossus – XII. Hirnnerv; versorgt Muskulatur der Zunge
  • Arteria carotis interna; versorgt Paukenhöhle, Hirnhaut, Ganglion trigeminale, Hypophyse, Augenhöhle einschl. Bulbus olfactorius, Teile des Gehirns, vordere Teile der Nasenhöhle, Stirn
  • Vena jugularis interna (= innere Drosselvene); sie ‚sammelt’ das venöse Blut aus: Schädelhöhle, Gehirn, Gesicht, Pharynx (Rachen), Zunge, Kehlkopf, Schilddrüse

-> Siehe dazu auch: Wunderwerk Gehirn – Hirnsinus; Hirnnerven; Glossar – Bindegewebe, Drüsen (Schilddrüse); Gedankensplitter – Bulbus olfactorius und Verbindung zu Paukensaite, Zunge etc.

 

Pars petrosa im Canalis caroticus des Os temporale (= Schläfenbein; dieses bildet die knöcherne Hülle für Teile des Mittelohrs - u. a. die Paukenhöhle - und für das ‚knöcherne Labyrinth’ des Innenohrs). Der ‚Canalis caroticus’ enthält die Arteria carotis interna und den ‚Plexus caroticus’.

-> Siehe dazu auch: Glossar – Plexus (Plexus caroticus internus)

 

Pars cavernosa im Sinus cavernosus beidseits der ‚Sella turcica’ (= sog. Türkensattel: Vertiefung in der Schädelhöhlenbasis; hier liegt die Hypophyse – daher auch der Name ‚Hypophysengrube’).

-> Siehe dazu auch: Hypophyse; Wunderwerk Gehirn – Hirnsinus

 

Pars cerebralis neben dem Processus clinoideus anterior (= Knochenzacken des Keilbeins an der Vorderwand der Hypophysengrube). Dieser Abschnitt reicht bis zur Aufteilung in die Arteria cerebri anterior und die Arteria cerebri media.

Die Arteria cerebri anterior versorgt:

Balken, mediale Teile des Frontal- und Parietallappens, Thalamus und Corpus striatum, Auge

Die Arteria cerebri media versorgt:

Insel, laterale Fläche des Frontal-, Parietal- und Temporallappens, Schläfenpol

[Pschyrembel 1994]

 

Zum Weiterlesen ...

„Die Großhirnschenkel (Crura cerebri, Singular Crus cerebri) sind der vordere Teil des Mittelhirns, wobei Crura cerebri und Pedunculi cerebri von einigen Autoren auch synonym verwendet werden. ... Die Großhirnschenkel enthalten u. a. die langen Bahnen aus der Capsula interna.“

[Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Hirnschenkel]

 

-> Siehe auch: Wunderwerk Gehirn – Hirnsinus (Arterielle Versorgung des Gehirns, Arteria carotis int. etc.), Kleinhirn, Kleinhirnstiele; Nervensystem; Leitungsbahnen – Pyramidenbahn, Tractus; Glossar – Fossa cranii; Zum Nachdenken - Simultanagnosie

 

 

ANHANG – Basalganglien ...

(auch: Basale Stammganglien)

 

Einteilung lt. Pschyrembel ...

 

Entwicklungsgeschichtlich:

  • Corpus striatum (Nucleus caudatus und Putamen), Claustrum, Corpus amygdaloideum, Globus pallidus

Funktionell:

  • Nucleus caudatus, Putamen, Globus pallidus, Nucleus subthalamicus, Nucleus ruber, Substantia nigra

Und weitere Kerngebiete des ‘extrapyramidalen Systems’:

  • Nuclei tegmenti, Nucleus vestibularis lateralis, Nucleus dentatus, Nucleus olivaris principalis

.

.

Corpus striatum

Sog. ‘Streifenhügel’; Teil des ‚extrapyramidalen Systems’.

Bestandteile:

 

Putamen

Äußere Schicht des Linsenkerns (Nucleus lentiformis) im Großhirn

Nucleus caudatus

Sein Kopfteil bildet die Seitenwand des Vorderhorns des Seitenventrikels, sein Schweif ‚begleitet’ das Unterhorn des Seitenventrikels; der mittlere Teil liegt dem Thalamus an

 

Seitenventrikel = 1. und 2. Hirnventrikel (in den Großhirnhemisphären)

 

Claustrum

Sog. ‚Vormauer’: Graue Substanz (Substantia grisea) zwischen Putamen und Inselrinde.

 

Corpus amygdaloideum

Amygdala, Mandelkern: Liegt an der Innenseite des Temporallappens (Schläfenlappen) an der Spitze des Unterhorns des Seitenventrikels (1. und 2. Hirnventrikel in den Großhirnhemisphären); gehört zum ‚Limbischen System’.

 

Globus pallidus

(Pallidum)

Teil des Linsenkerns, Teil des ‘extrapyramidalen Systems’.

Das Pallidum wird ‚hemmend’ kontrolliert durch das ‚Corpus striatum’.

 

Es „gilt als Zentrum der Trieb- und primitiven Reaktionsbewegungen und des unmittelbaren motorischen Ausdrucks.“ [Pschyrembel]

 

-> Siehe auch: Wunderwerk Gehirn - Pallidum

 

Nucleus

subthalamicus

(Luys’ body)

Kern im Zwischenhirn; gehört zum ‘extrapyramidalen System’.

 

Bei einer Schädigung – z. B. durch einen Schlaganfall oder eine Enzephalitis - kommt es zum Ballismus (= Hyperkinesen [gesteigerte Motorik] mit plötzlich einsetzenden ... Schleuderbewegungen der Arme oder Beine).

 

Substantia nigra

Kern zwischen dem Pedunculus cerebri (= sog. ‚Hirnstiel’) und dem Tegmentum mesencephali (= Mittelhirnhaube).

Er enthält melaninhaltige Nervenzellen.

 

Zur Erinnerung ...

  • Die ‚Pars ventralis’ des Pedunculus cerebri enthält den ‚Hirnschenkel’ (Crus cerebri bzw. Crura cerebri; s. o.) als ... Anbau für die ‚langen Bahnen’ zur Brücke und zum Kleinhirn, die Pyramidenbahn und die Verbindungen zu den motorischen Hirnnervenkernen.
  • Die Mittelhirnhaube liegt - im Querschnitt – zwischen der Substantia nigra und dem Aqueductus mesencephali; sie enthält u. a. Hirnnvervenkerne (III, IV, zum Teil V*), den Nucleus ruber und die Nuclei raphes*.
  • Melanine werden in den Melanozyten aus DOPA biosynthetisiert.
  • Vorkommen der Melanozyten: In der Haut, in Teilen des Auges und in den Leptomeningen (= weiche Hirn- und Rückenmarkhaut).

* Hirnnerven:

III. = Nervus oculomotorius (-> motorisch, parasympathisch)

IV. = Nervus trochlearis (-> motorisch)

V. = Nervus trigeminus (-> sensorisch, motorisch; Nerv des 1. Kiemenbogens)

 

Die Nuclei raphes (Raphe-Kerne) verteilen sich über den gesamten Hirnstamm; Neurotransmitter der Raphe-Kerne ist Serotonin.

 

Zum Nachdenken ...

„... die Efferenzen [‚Wegführungen, Herausführungen’] gehen in viele Teile des Gehirns, funktionell am wichtigsten aber zum noradrenergen* Locus caeruleus, der sich ebenfalls im Hirnstamm befindet, und zum Hinterhorn des Rückenmarks, ..."

* Noradrenerg = auf Noradrenalin bezogen ...

[Quelle und zum Weiterlesen: http://de.wikipedia.org/wiki/Nuclei_raphes etc.]

 

DOPA – zur Erinnerung ...

Aus der Aminosäure Phenylalanin entsteht durch Hydroxylierung Tyrosin; Tyrosin ist die Vorstufe der Biosynthese von DOPA, Dopamin, Adrenalin (... und Noradrenalin ...), Thyroxin (Schilddrüsenhormon ‚T4’) und der Melanine.

 

-> Siehe dazu auch: Essen & Co. – Phenylalanin/Tyrosin etc.; Hirnnerven; Glossar – Hautschichten (Melanin, Melanozyten etc.); Zum Nachdenken - Vitiligo

 

Nucleus ruber

Kern im Tegmentum mesencephali (Mittelhirnhaube).

Teil des ‚extrapyramidalen Systems’.

 

Nuclei tegmenti

Kerngruppe in der ‚Formatio reticularis’ im Bereich des Tegmentum mesencephali (= Mittelhirnhaube).

 

Die ‚Formatio reticularis’ ist ein Netz aus weißer und grauer Substanz (Substantia alba und grisea); sie verläuft von der Medulla oblongata bis ins Zwischenhirn.

 

Nucleus vestibularis lateralis

Einer der - insgesamt - vier Endkerne des VIII. Hirnnervs, der sog. ‚Deiters-Kern’: Er ist der Ursprung des ‚Tractus vestibulospinalis’.

 

Die vier Endkerne des VIII. Hirnnervs (NERVUS VESTIBULOCOCHLEARIS) liegen in der ‚Area vestibularis’ im Boden der Rautengrube. Sie haben Verbindungen zu:

Rückenmark, Kleinhirn, Fasciculus longitudinalis medialis.

 

Zur Erinnerung ...

  • Der Fasciculus longitudinalis medialis ist ein auf- und absteigendes Fasersystem im Hirnstamm; es verbindet u. a. die motorischen Hirnnervenkerne miteinander und den Vestibularapparat mit der Augen-, Hals- und Rumpfmuskulatur und koordiniert z. B. die Kau-, Zungen- und Schlundmuskulatur beim Sprechen und Schlucken.
  • Die Fasern des Tractus vestibulospinalis verlaufen im Vorderstrang (= Funiculus ventralis) des Rückenmarks zu den Vorderwurzelzellen.
  • Die Rautengrube (= Fossa rhomboidea) liegt am Boden des 4. Hirnventrikels.

-> Siehe dazu auch: Hirnnervenkerne; Leitungsbahnen – Tractus; Zum Nachdenken – Rautengrube etc.

 

Nucleus dentatus

Kern im Marklager des Kleinhirns (Cerebellum).

 

Das Marklager (Corpus medullare) im Kleinhirn wird gebildet von ‚weißer Substanz’; diese wiederum wird von der Kleinhirnrinde (Cortex cerebelli) vollständig umhüllt.

 

Zur Erinnerung ...

  • Das Mark enthält vier paarige zentrale ‚graue Kerne’: Nucleus dentatus, emboliformis, globosus, fastigii. Hier werden v. a. ‚wegführende, herausführende’ (efferente) Bahnen umgeschaltet.
  • Das Mark ist über die drei paarigen Kleinhirnstiele durch auf- und absteigende (afferente und efferente) Bahnen verbunden mit: Großhirn, Hirnstamm, Vestibularissystem und Rückenmark. [Die mittleren Kleinhirnstiele enthalten nur afferente Fasern.]

-> Siehe dazu auch: Vestibularapparat ... oder Kleinhirn; Wunderwerk Gehirn – Kleinhirn, Kleinhirnkerne, Kleinhirnstiele

 

Nucleus olivaris principalis

Der ‚Nucleus olivaris’ ist ein Kern unter der Olive der Medulla oblongata (= ‚verlängertes Mark’, Nachhirn).

Er hat Verbindungen zum Rückenmark und zum Kleinhirn.

 

Die Olive (Oliva) ist eine olivenförmige Vorwölbung im oberen Bereich der Medulla oblongata, seitlich von der ‚Pyramide’ (= Vorwölbung durch die Nervenfasern der Pyramidenbahn).

 

 

 

-> Siehe auch: Hirnnerven; Wunderwerk Gehirn; Leitungsbahnen; Nervensystem etc.

 

Und zur Erinnerung ...

  • Die ‚herausführenden’ (= efferenten) Bahnen der Kerne des ‚extrapyramidalen Systems’ sind u. a. verbunden mit dem Rückenmark und den Colliculi superiores und indirekt über den Thalamus mit der Großhirnrinde.
  • Der Thalamus (‚Tor zum Bewusstsein’) ist die größte ‚graue Kernmassse’ des Zwischenhirns.

[Colliculi superiores = ‚obere Hügel’ der Vierhügelplatte (Lamina tecti): Die Colliculi superiores sind an die Sehbahn angeschlossen.

Thalamus (‚Tor zum Bewusstsein’): Größte ‚graue Kernmassse’ des Zwischenhirns.

Großhirnrinde (= Cortex cerebri): Eine Schicht ‚grauer Substanz’.]

  • Der ‚Tractus tectospinalis’ leitet optisch und akustisch ausgelöste Flucht- und Abwehrreflexe. Diese Bahn verläuft aus dem Mittelhirndach (Tectum mesencephali) ebenfalls im Vorderseitenstrang des Rückenmarks.

[Das Mittelhirndach besteht u. a. aus dem dorsalen (rückseitigen ...) Anteil der Substantia grisea centralis und den Colliculi superiores und inferiores, die an die Seh- bzw. Hörbahn angeschlossen sind und die ‚Vierhügelplatte’ bilden.]

 

-> Siehe dazu auch: Leitungsbahnen; Wunderwerk Mensch – Reflexe, Sehbahn, Hörbahn

 

Quellen und zum Weiterlesen:

Klinisches Wörterbuch ‚Pschyrembel’ (1994, 2007)

Naturheilpraxis heute

de.wikipedia.org/wiki/Nucleus_(ZNS) etc.

 

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