Zur Erinnerung ...

 

KURZKETTIGE FETTSÄUREN

Werden als ‚freie Fettsäuren’ an Albumin gebunden und transportiert.

 

Vorkommen der Albumine:

In Körperflüssigkeiten (z. B. Liquor cerebrospinalis = Gehirn-Rückenmark-Flüssigkeit, Lymphe).

In der Muttermilch als ‚Laktalbumin’ (Bestandteil der Laktosesynthase).

Im Muskelgewebe.

 

Präalbumin (syn. Transthyretin; TBPA) ist Transportprotein für das Schilddrüsenhormon Thyroxin,

sog. ‚T4’.

 

In der Gehirn-Rückenmark-Flüssigkeit (= Liquor cerebrospinalis) ist Präalbumin in höherer Konzentration nachweisbar.

 

-> Siehe auch: Fettstoffwechsel, Albumin, Lymphe etc.

 

Liquor cerebrospinalis

 

Der ‚Liquor cerebrospinalis’ entsteht v. a. im Plexus choroideus - bzw. in den PLEXUS CHOROIDEI, den ‚Adergeflechten’.

 

Dies sind gefäß- und nervenreiche Bildungen der ‚Pia mater’ (= inneres Blatt der Hirn- und Rückenmarkhaut), die sich in die Hirnventrikel ‚einstülpen’:

Am Dach des 3. und 4. Ventrikels und an einem Teil der mittleren Wandung der Seitenventrikel

(1. und 2. Ventrikel).

 

Der 1. und 2. Hirnventrikel liegen in den Großhirnhemisphären.

Den 3. und 4. Hirnventrikel verbindet der ‚Aqueductus mesencephali’ im Mittelhirn.

 

-> Siehe: Wunderwerk Gehirn - Hirnventrikel

 

Resorbiert (‚aufgenommen’) wird der Liquor cerebrospinalis v. a. in den ‚Foveolae granulares’:

Das sind Grübchen an der Innenfläche des Schädeldachs, v. a. in der Nähe der ‚Medianlinie’

(SINUS SAGITTALIS SUPERIOR; s. u.).

 

Der SINUS SAGITTALIS SUPERIOR gehört zu den ‚Hirnsinus’:

Hirnsinus sind starrwandige, klappenlose venöse Blutleiter zwischen den beiden Blättern der ‚harten Hirnhaut’ (= Dura mater cranialis; ‚Schutzkapsel des Gehirns’). Sie ‚sammeln’ das venöse Blut aus dem Gehirn und den Hirnhäuten, zum Teil auch aus Knochen des Schädeldachs, der Augenhöhle und des Innenohrs.

 

Der SINUS SAGITTALIS SUPERIOR verläuft am Ansatz der ‚Falx cerebri’ (= Hirnsichel). Es ist eine Duraduplikatur zwischen den Großhirnhemisphären in der FISSURA LONGITUDINALIS CEREBRI.

Sie teilt das Großhirn in seine zwei Hemisphären.

In der Tiefe reicht sie bis zum CORPUS CALLOSUM (= ‚Balken’).

 

-> Siehe auch z. B. bei de.wikipedia.org/wiki: Falx cerebri; Tentorium cerebelli

 

Unter der Geburt – v. a. bei Frühgeborenen - kann es – durch eine Verschiebung der Schädelknochen - zu einem TENTORIUMRISS kommen, d. h., zu einem Einriss des Tentorium cerebelli (Kleinhirnzelt) oder der FALX CEREBRI (Hirnsichel).

 

Bei einer HIRNDRUCKSTEIGERUNG können sich die Form des Kleinhirns oder des Schläfenlappens (Temporallappen) verändern, und es kann zu Einklemmungen kommen:

  • Einklemmung der KLEINHIRNTONSILLEN in das Foramen magnum (= großes Hinterhauptsloch).
  • Einklemmung von Anteilen des Schläfenlappens oder des Mittelhirns im TENTORIUMSCHLITZ (= Öffnung für den Hirnstamm).

[Hirnstamm: Medulla oblongata, Pons (Brücke) und Mesencephalon (Mittelhirn)]

 

Mögliche Folgen:

  • Zentrale Atemlähmung durch Schädigung des Atemzentrums in der Medulla oblongata.
  • Akutes Mittelhirnsyndrom mit Schläfrigkeit bis hin zum Koma und evtl. Übergang in ein akutes BULBÄRHIRNSYNDROM - durch eine schwere Schädigung der MEDULLA OBLONGATA.

Symptome bei akutem BULBÄRHIRNSYNDROM:

 

- Tiefes Koma

- Erloschene Spontanmotorik

- Fehlende Reaktion auf Schmerzreize

- Abnehmender Muskeltonus

- Pupillenerweiterung

- Flache, unregelmäßige Atmung

- Erloschener okulozephaler Reflex* (‚Puppenaugenphänomen’)

 

... bis zur völligen Regungslosigkeit, Atemstillstand ...

 

* Alte Bezeichnung; er gehört zu den frühkindlichen Reflexen.

Neue Bezeichnung: Vestibulookulärer Reflex (VOR).

 

-> Siehe auch: Wunderwerk Mensch – Reflexe; de.wikipedia.org/wiki – Puppenkopf-Phänomen

 

Zur Erinnerung ...

 

Der SCHLÄFENLAPPEN enthält das Hörzentrum und das Wernicke-Zentrum für die Spracherkennung.

 

Das KLEINHIRN ist wichtig für den Tonus der Skelettmuskulatur, das Gleichgewicht und die Koordination von Bewegungsabläufen.

 

Das MITTELHIRN enthält u. a. die Colliculi superiores und inferiores, die an die Seh- bzw. Hörbahn angeschlossen sind.

 

-> Siehe auch: Wunderwerk Gehirn – Kleinhirn, Mittelhirn; Leitungsbahnen; Wunderwerk Mensch – Sehbahn, Hörbahn

 

Der ‚Balken’ enthält KOMMISSURENBAHNEN; dies sind Nervenbahnen in der ‚weißen Substanz’ (Substantia alba) des Großhirns. Sie verbinden ‚identische’ Stellen beider Hälften des Gehirns:

 

Die vorderen Fasern (= ‚vordere Balkenzwinge’) verbinden die FRONTALLAPPEN.

Die hinteren Fasern (= ‚hintere Balkenzwinge’) verbinden die OCCIPITALLAPPEN.

.

.

FRONTALLAPPEN

(Stirnlappen)

Assoziationsareale

Broca-Sprachzentrum (motorisch)

OCCIPITALLAPPEN

(Hinterhauptlappen)

Sehzentrum

Visuelles Assoziationsgebiet

 

 

 

Der SINUS SAGITTALIS SUPERIOR mündet im CONFLUENS SINUUM an der ‚Protuberantia occipitalis interna’ (= Knochenerhebung an der ... Innenseite der Schuppe des Hinterhauptbeins – [Os occipitale]).

 

Hier fließen auch zusammen:

 

SINUS TRANSVERSI - an der 'okzipitalen' Befestigung des Kleinhirnzelts

SINUS RECTUS - in der Verschmelzungslinie zwischen Hirnsichel und Kleinhirnzelt

SINUS OCCIPITALIS - am Ansatz des Kleinhrnzelts

 

-> Siehe auch: Wunderwerk Gehirn - Hirnsinus

 

 

Und siehe auch:

Vestibularapparat oder Kleinhirn

Wahrnehmung

Hirnnerven

Leitungsbahnen

Wunderwerk Gehirn – Hirnsinus, Hirnventrikel, Kommissurenbahnen

Nuclei

Fragen, Fragen, Fragen – Hirnlokales Syndrom

Zum Nachdenken – Rautengrube etc.

 

 

Quelle und zum Weiterlesen:

Klinisches Wörterbuch ‚Pschyrembel’

 

 

 

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