Spurenelemente – Jod

ANHANG ...

- Bitte zuerst lesen: Jod/Iod, Biochemie, Hormonsekretion –

 

Regelkreis:

TSH = Thyreoidea stimulierendes Hormon aus dem HVL (Hypophysenvorderlappen)

TRH = Thyrotropin-Releasing-Hormon aus dem Hypothalamus

TRIH

bzw. STH = Somatotropes Hormon aus dem HVL (-> TRIH und STH sind identisch)

.

.

 

TSH

Thyreoidea stimulierendes Hormon aus dem HVL (Hypophysen-vorderlappen)

... führt über eine Steigerung von Iodaufnahme, Iodeinbau in das Thyreoglobulin, Hormonsynthese bzw. -sekretion gleichzeitig zu einer Erhöhung der Hormonkonzentration von T3 bzw. T4.

 

... stimuliert auch das Follikelwachstum.

 

[Follikel = Drüsenbläschen =  kolloidhaltige Follikel, in denen das Thyreoglobulin gespeichert wird; aus Thyreoglobulin werden die Schilddrüsenhormone T3 und T4 und inaktive Iodtyronine ins Blut abgegeben.

-> Siehe dazu: Hormonsekretion ]

 

Zusammenhänge ...

„Die Ausschüttung von TSH wird durch negative Rückkopplung mit T3 und durch TRH aus dem Hypothalamus reguliert.“

[Pschyrembel 1994]

  • Bei niedrigem Hormonspiegel wird im Hypothalamus TRH gebildet und ausgeschüttet.
  • Bei hohem Hormonspiegel wird STH (-> ist identisch mit TRIH) gebildet und ausgeschüttet.

Beide Releasing-Hormone (Abk. RH; Freisetzungs- bzw. Hemmhormone) gelangen über den ‚hypothalamo-hypophysären Kreislauf’ zu den Betazellen im HVL:

  • TRH steigert die Sekretion von TSH.
  • TRIH (bzw. STH) wirkt antagonistisch (‚als Gegenspieler’).

Zur Erinnerung ...

Die Betazellen des HVL produzieren TSH.

 

Im Hypophysenstiel (= Infundibulum) ist die Konzentration der Releasing-Hormone am höchsten. Über die neurovaskuläre Kette gelangen diese in die Pfortadergefäße der Hypophyse:

 

Die ‚neurovaskuläre Kette’ transportiert Releasing-Hormone aus Kernen des Hypothalamus über Nervenaxone zum Hypophysenstiel; dort werden sie freigesetzt und über Pfortadergefäße zum Hypophysenvorderlappen (HVL) weitertransportiert.

Der HVL ist der größere Teil der Hypophyse (-> beträgt ca. 75 % des Gesamtgewichts) und besteht aus drüsigem Gewebe; der kleinere Hypophysenhinterlappen (HHL [speichert Oxytocin und ADH]) besteht v. a. aus Nervenzellfortsätzen (Axonen), deren Zellkörper im Hypothalamus liegen.

 

[Axon = Nervenzellfortsatz: Leitet Nervenimpulse zu anderen Zellen.

Pfortadergefäße der Hypophyse = spezielle Gefäßverbindungen zwischen Hypothalamus und Hypophysenvorderlappen.]

 

Und zur Erinnerung ...

Über den Hypophysenstiel ist die Hypophyse mit dem Boden des 3. Hirnventrikels verbunden. Der 3. Ventrikel verläuft durch den ‚Aqueductus mesencephali’ in den 4. Ventrikel. Dieser läuft aus in den Zentralkanal des Rückenmarks und steht mit dem Subarachnoidalraum in Verbindung. Der Boden des 4. Ventrikels ist die sog. ‚Rautengrube’ (= Fossa rhomboidea).

 

Der Subarachnoidalraum liegt zwischen Arachnoidea mater und Pia mater und enthält Liquor. Bei einem ‚Hydrocephalus externus’ (Hydrozephalus = sog. ‚Wasserkopf’) ist dieser Raum krankhaft erweitert.

  • Die Arachnoidea mater (= ‚Spinnwebenhaut’) ist eine bindegewebige Membran über den Furchen und Windungen des Gehirns.
  • Die Innenfläche der Arachnoidea mater ist mit der Pia mater (= gefäßführender Teil der weichen Hirn- und Rückenmarkhaut [Leptomeninx]) durch ein bindegewebiges Bälkchenwerk verbunden.

-> Siehe dazu auch: Essen & Co. – Liquor; Hypothalamus, Hypophyse; Wunderwerk Gehirn – Hirnventrikel; Glossar – Bindegewebe, Nervenzellen; Zum Nachdenken – Rautengrube etc.

 

WICHTIG ...

Nur die freien Hormone regulieren die Rückkopplung im Regelkreis:

Frei sind T3 zu 0,4 %, T4 zu 0,04 %.

 

TRH

Thyrotropin-Releasing-Hormon aus dem Hypothalamus

TRH stimuliert v. a. die Freisetzung von TSH aus dem HVL.

Reguliert wird die TRH-Ausschüttung durch:

  • Noradrenalin -> stimuliert die Freisetzung.
  • Serotonin -> hemmt die Freisetzung.
  • T4 und T3 -> wirken über einen negativen Feedback-Mechanismus.

Zur Erinnerung ...

Noradrenalin entsteht aus der Aminosäure Tyrosin (über DOPA und Dopamin; s. u.).

Serotonin entsteht aus der Aminosäure Tryptophan.

Tryptophan ist auch Ausgangssubstanz für die Biosynthese von Melatonin (dem sog. ‚Schlafhormon’) und von Nicotinsäure (Niacin, ‚Vitamin B3’, dem ‚Anti-Pellagra-Vitamin’).

Vorkommen von Serotonin:

In enterochromaffinen Zellen der Darmschleimhaut.

In Thrombozyten (‚Blutplättchen’).

Im Granula der basophilen Granulozyten (diese gehören zu den Leukozyten = ‚weiße Blutkörperchen’).

Im ZNS (v. a. in den ‚Raphe-Kernen’).

 

-> Siehe dazu auch: Dopamin & Co. – Serotonin; Essen & Co. – Aminosäuren, Vitamine; Wunderwerk Gehirn – Substantia nigra (und Nucleus ruber, Nuclei raphes ...)  ... und mehr: Enterochromaffin; Glossar – Leukozyten; Gedankensplitter – ‚Layer to layer’ (Schmerzleitung) etc.

 

STH

Somatotropes Hormon aus dem HVL

 

Sog. ‚Wachstumshormon’.

  • Bei Hypoglykämie (‚Unterzuckerung’), erhöhtem Aminosäure- und Glucagonspiegel und im Schlaf* wird vermehrt STH freigesetzt.
  • Glukose und Cortisol vermindern die Freisetzung.

[* Pschyrembel 2007]

 

Zur Erinnerung ...

Glucagon ist ‚Gegenspieler’ von Insulin: Es wird in den A-Zellen der Langerhans-Inseln der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) gebildet.

Cortisol (sog. ‚Stresshormon’) ist im Blutplasma zu 75 % an Transcortin, zu 15 % an Albumin gebunden und zu 10 % frei.

-> Siehe dazu auch: Dopamin & Co. – Ein Anfang, Die Stress-Reaktion, Insulin & Co.; Glossar – GABA und Pankreas etc.

 

 

 

-> Siehe auch: Essen & Co. – Ergänzungen; Hormone & Co.; Glossar – Drüsen etc.

 

Quellen und zum Weiterlesen:

Klinisches Wörterbuch ‚Pschyrembel’

Naturheilpraxis heute

 

 

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