Spurenelemente – Jod

ANHANG

- Bitte zuerst lesen: Jod/Iod –

 

Hormonsekretion:

Pinozytose, hydrolytische Spaltung, Iodtyrosindehalogenasen, Mikrosomen,

NADPH, Selen ...

.

.

 

Transzytose

 

 

„... von gespeichertem Kolloid durch die Schilddrüsenzellen.“

[Pschyrembel]

 

Transzytose (syn. Vesikulartransport; veraltet ‚Zytopempsis’) ist die Durchschleusung von in Bläschen eingeschlossenen gelösten Stoffen durch die Zelle - z. B. durch Kapillarendothel, Schilddrüsenepithel.

[Pschyrembel 1994]

 

[Endothel = Innenauskleidung der Gefäße; besteht aus einschichtigem Plattenepithel.

Epithel = Bedeckung innerer oder äußerer Körperoberflächen; Aufgabe: Schutz, Stoffaustausch, Reizaufnahme.]

 

Kolloid – im physikalisch-chemischen Sinne – ist die Bezeichnung für die feinste Verteilung eines Stoffes (in Flüssigkeiten oder Gasen), der bei Osmose nicht oder nur schwer durch Membranen diffundiert.

Im pathologischen Sinne ist es die Bezeichnung für ein eiweißreiches, gallertiges Zellprodukt, z. B. in Schilddrüsenfollikeln.

 

[Diffusion = Vermischung von Gasen oder Flüssigkeiten.

Osmose = Form der Diffusion: Stoffaustausch zwischen flüssigen Körpern durch eine semipermeable (halbdurchlässige) Membran (d. h., sie ist durchlässig für das Lösungsmittel- z. B. Wasser -, nicht aber für den gelösten Stoff).

-> Siehe dazu auch: Glossar – Strukturen für Zellkontakte und Zellkommunikation (Osmose, Diffusion) etc.]

 

Zum Nachdenken, ‚Querdenken’ ...

Transzytose

„Transzytose (= Zytopempsis) ist ein rezeptorabhängiger Transport von extrazellulärem Material durch die Zelle hindurch und somit eine Kombination aus Endozytose und Exozytose. Das Vesikel wird an eine Nachbarzelle weitergegeben oder in den extrazellulären Raum transportiert, ohne dass sein Inhalt verändert wird. Sie tritt in den Epithelzellen der Gefäße und in den Epithelzellen des Darmes auf, da die Zwischenräume durch Tight junctions versperrt sind.“

[Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Transzytose#Transzytose]

 

Kolloidentartung

Ist „die Umwandlung von Zellen in eine leim- oder gallertartige Masse, die in Essigsäure löslich ist; besonders in der Schilddrüse und in der Hypophyse.“

 [Quelle: Pschyrembel 1994]

 

Zur Erinnerung ...

  • Acetyl-CoA ist sog. ‚aktivierte Essigsäure’ (-> sie verbindet Citratzyklus, Glykolyse und Fettstoffwechsel); Coenzym A (CoA) ist die biologisch aktive Form des Vitamins Pantothensäure (früher Vitamin B5; es liefert die zentralen SH-Gruppen* bei der Fettsäuresynthese).
  • Symptome bei einem Pantothensäuremangel (im Tierexperiment) sind: Parästhesien, Reflexstörungen, Nebenniereninsuffizienz und Depigmentierungen des Haar- und Federkleids. [Pschyrembel 1994]
  • Symptome bei einem Mangel beim Menschen können zeigen sich u. a. durch Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Schwäche, Schlafstörung, Dermatitis (Hautentzündung) und Parästhesien der Extremitäten (Missempfindungen, z. B. Kribbeln, sog. ‚Ameisenlaufen’ oder ‚Burning-Feet-Syndrom’).

* SH-Gruppe = Sulfhydrylgruppe; sie ist in vielen biochemisch wichtigen Verbindungen enthalten – z. B. in Glutathion und SH-Enzymen (Dehydrogenasen, Hydrolasen [z. B. Proteasen; s. o.] u. a.).

 

-> Siehe dazu auch:  Essen & Co. – Citratzyklus, Fettstoffwechsel, Kohlenhydrate, Vitamine, Glutathion; Mineralstoffe – Fluor; Hypothalamus und Hypophyse; Glossar – Hautschichten, HVL-Hormone; Zum Nachdenken – Hypogonadismus (NNR-Insuffizienz) etc.

 

Zum Weiterlesen bei Wikipedia ...

http://de.wikipedia.org/wiki/Kolloid

http://de.wikipedia.org/wiki/Membrantransport

http://de.wikipedia.org/wiki/Fettsäuren

Etc.

 

Proteolytische

(hydrolytische) Spaltung

„... des Thyreoglobulins in Phagolysosomen unter Einfluß einer Protease und Freisetzung von T3, T4 (und biologisch inaktiven Thyroninen) sowie von Mono- bzw. Diiodthyrosin [MIT bzw. DIT] in das Zytoplasma.“

[Pschyrembel]

-> Siehe dazu: Biochemie der Schilddrüse

 

Zum Weiterlesen ...

Phagolysosomen

„Dieser gebildete Komplex aus Phagosom und Lysosom heißt sekundäres Phagosom oder Phagolysosom.“

[Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Phagosom]

http://de.wikipedia.org/wiki/Programmierter_Zelltod

 

Thyronine

“The thyronines act on nearly every cell in the body.”

[Quelle: http://en.wikipedia.org/wiki/Thyroid_hormone]

 

Zur Erinnerung ...

Tetraiodthyronin (T4) und Triiodthyronin (T3):

T3 entsteht zu 80 % außerhalb der Schilddrüse - v. a. in der Leber und in der Niere - durch Deiodierung von T4.

 

Zytoplasma ist das von einer Membran umschlossene Plasma der Zelle.

Es enthält v. a. Wasser (75 – 95 %) und darin gelöste Proteine, Lipide, Kohlenhydrate, Mineralsalze, Spurenelemente, Granula, Vesikel und Zellorganellen.

 

-> Siehe dazu auch: Glossar – Bindegewebe, Makrophagen, Zellorganellen, Zeroidlipofuszinose; Zum Nachdenken – Myasthenie etc.

 

 

  • Bis zu 50 Mikrogramm T3 und etwa 80 Mikrogramm T4 werden pro Tag in die Blutkapillaren abgesondert.
  • Die iodierten Tyrosine werden – innerhalb der Zelle - durch ‚mikrosomale* Iodtyrosindehalogenasen’ enzymatisch deiodiert; das dabei freigesetzte Iodid wird z. T. für die Iodination wiederverwendet.

 

Zum Weiterlesen, Nachdenken ...

“In the thyroid, iodotyrosine dehalogenase acts on the mono (L-MIT) and diiodotyrosines (L-DIT) released during thyroglobulin hydrolysis and liberates iodide, which can then reenter hormone-producing pathways. This deiodinating activity is so efficient that only negligible amounts of iodotyrosines are secreted by the thyroid. It has been reported that iodotyrosine deiodination occurs predominantly in the microsomes* and is mediated by NADPH*.

[Quelle: http://www.fasebj.org/content/18/13/1574.full]

 

* Mikrosomen = Bruchstücke des ‘endoplasmatischen Retikulums’ (ER) der Zelle.

* NADPH = Nicotinamid-Adenin-Dinukleotid-Phosphat: Ist ein Pyridinnukleotid-Coenzym, d. h. ein nictotinamidhaltiges Coenzym (-> Pyridinnukleotid-Coenzyme sind an zahlreichen biologischen Redoxprozessen beteiligt).

-> Siehe dazu: Mineralstoffe – Phosphor; Glossar – ATP, Zellorganellen etc.

http://de.wikipedia.org/wiki/NADPH, http://de.wikipedia.org/wiki/Redoxprozess etc.

 

Und noch einmal ...

  •  “T4 is converted as required in the tissues by iodothyronine deiodinase. Deficiency of deiodinase can mimic an iodine deficiency. ...
  • All three isoforms of the deiodinases are selenium-containing enzymes, thus dietary selenium is essential for T3 production. ...
  • Also, unlike the iodothyronine deiodinases, the tyrosine deiodinase does not use selenium in the active site.”

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Funktion ...

Prosthetische Gruppe

(Coenzym) ...

Iodothyronine deiodinase

“Iodothyronine deiodinases ... are a subfamily of deiodinase enzymes important in the activation and deactivation of thyroid hormones. Levothyroxine (T4), the precursor of 3,5,3’-triiodothyronine (T3) is transformed into T3 by deiodinase activity.

... Iodothyronine deiodinases are unusual in that these enzymes contain selenium, in the form of an otherwise rare amino acid selenocysteine.”

 

Zum Nachdenken ...

Selenocystein ist Cystein mit Selen (anstelle des Schwefel-Atoms).

Vorkommen:

  • In einigen pro- und eukaryotischen Enzymen.

Vorkommen beim Menschen:

[Zu den Prokaryoten gehören alle Bakterien, Blaualgen und Mykoplasmen (zellwandlose Bakterien).

Kennzeichen von Eukaryoten sind:

  • Der typische Zellkern, in dem das genetische Material (Chromosomen) zusammengefasst ist.
  • Die Kernmembran, die den Zellkern vom Zytoplasma trennt.]

Selen

Iodotyrosine deiodinase

(Iodotyrosine dehalogenase 1)

„It helps scavenge iodine by removing it from iodinated tyrosines, after these are produced when thyroid hormones that have been broken down as metabolites from their double-tyrosine residue structure.”

 

Flavin

(‚Vitamin B 2’)

 

[Quellen und zum Weiterlesen:

http://en.wikipedia.org/wiki/Thyroid_hormone

http://en.wikipedia.org/wiki/Iodotyrosine_deiodinase

http://en.wikipedia.org/wiki/Iodothyronine_deiodinase]

 

-> Siehe dazu auch: Essen & Co. – Glutathion; Mineralstoffe – Schwefel etc.

 

Bei Wikipedia:

http://en.wikipedia.org/wiki/: Prokaryote, Eukaryote etc.

http://de.wikipedia.org/wiki/: Glutathionperoxidase etc.

 

 

 

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