Blogbuch-Gedanken …

 

[Gehört zu: Schlafparalyse]

 

 

Glutamin und Glutaminsäure

 

 

Glutamin

 

Abk. Gln oder Glu(NH2)

 

Glutamin ist „Amid* der Glutaminsäure; zentraler Metabolit* im Stickstoffmetabolismus der Pflanzen und Tiere; Aminogruppendonor bei vielen biochemischen Reaktionen (z. B. Transaminierung, Purin-, Tryptophan-, Glukosaminsynthese).“ [Pschyrembel]

 

- S.a.: Aminosäuresequenzen –

 

 

* Amid und Amin – Definition lt. DUDEN:

 

Amid = a) chemische Verbindung des Ammoniaks, bei der ein Wasserstoffatom des Ammoniaks durch ein Metall ersetzt ist; b) Ammoniak, dessen H-Atome durch Säurereste ersetzt sind.

 

Amin = chemische Verbindung, die durch Ersatz von einem oder mehreren Wasserstoffatomen durch Alkyle [Alkyl = einfacher Kohlenwasserstoffrest] aus Ammoniak entsteht.

 

 

* Ein Metabolit ist eine im Stoffwechsel durch Enzymreaktionen entstandene oder veränderte Verbindung. Enzyme sind … meist Proteine, zum Teil auch Ribonukleinsäuren, … und ermöglichen den Ablauf chemischer Reaktionen bei Körpertemperatur.

 

 

Glutamin (Gln, Q) ist Amid (Definition s. o.) der Glutaminsäure (Glu, E);

beide gehören zu den nicht-essentiellen Aminosäuren …

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VORKOMMEN von Glutamin:

Getreide, Linsen, Bohnen, Käse, Fleisch

 

VORKOMMEN von Glutaminsäure: 

In jedem eiweißhaltigen Nahrungsmittel

 

 

 

[Zur Erinnerung – DEFINITION „essentiell“:

 

Essentiell ist die Bezeichnung für lebenswichtige Bestandteile der Nahrung, die dem Körper (von außen/mit der Nahrung) zugeführt werden müssen, da er sie nicht selbst bilden (synthetisieren) kann. Dazu gehören: Vitamine, bestimmte Aminosäuren und Fettsäuren, Mineralien (v. a. Natrium, Kalium, Calcium, Chlorid, Phosphate) und Spurenelemente.

 

-> Siehe dazu auch: Essen & Co.; Mineralstoffe; Spurenelemente; Glossar – Puffersysteme etc.]

 

 

… aber WICHTIG:

 

„Bei hyperkatabolen und hypermetabolen Krankheitszuständen wie z. B. nach Operationen, schweren Verletzungen, Verbrennungen und Infektionen ist stets eine ausgeprägte Glutaminverarmung zu beobachten.“ [Wikipedia; Link unten]

 

 

ZUSAMMENHÄNGE:

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Glutamin ist Aminogruppendonor bei vielen biochemischen Reaktionen (z. B. bei Transaminierung, bei der Purin-, Tryptophan- und Glukosaminsynthese).

- S. a. Aminosäuresequenzen –

 

„Für nahezu alle anderen Aminogruppen, die im Stoffwechsel benötigt werden, ist Glutamin der Donor.“ [Wikipedia]

 

Glutaminsäure ist Vorstufe der Biosynthesen von GABA, Ornithin, Prolin und Hydroxyprolin und Baustein der Folsäure.

- S. u. –

 

 

Glutaminsäure bindet das beim Protein- und Aminosäureabbau freiwerdende Zellgift Ammoniak unter Bildung von Glutamin:

α-Ketoglutarat → Glutaminsäure → Glutamin“ [Wikipedia]

 

 

 

 

„In Biologie und Medizin wird die Glutaminsäure meist Glutamat genannt, da die Verbindung im Körper dissoziiert vorliegt. Glutaminsäure ist ein wichtiger Baustein von Proteinen; daneben ist Glutamat einer der wichtigsten erregenden Neurotransmitter im zentralen Nervensystem (ZNS) auch des menschlichen Organismus. Als Lebensmittelzusatzstoff werden L-Glutaminsäure (E 620) sowie einige ihrer Salze (siehe Glutamate) als Geschmacksverstärker eingesetzt, …“

 

[Wikipedia - Glutaminsäure; Link unten]

 

 

Prolidase und Prolinase

 

Prolidase und Prolinase sind Exopeptidasen* in den Mukosazellen (Schleimhautzellen) des Dünndarms. Ihre Funktion:

 

- Prolidase spaltet spezifische Dipeptide mit Prolin oder Hydroxyprolin als C-terminaler Aminosäure.

 

- Prolinase spaltet spezifische Dipeptide mit Prolin oder Hydroxyprolin als N-terminaler Aminosäure.

 

 

[Hier noch einmal …

 

Peptidasen (auch: Proteasen, Proteinasen) sind „Hydrolasen, die Proteine und Peptide proteolytisch spalten, d. h. Peptidbindungen hydrolysieren (C-N-Hydrolasen);“ eingeteilt werden sie nach ihrem ‚Angriffsort‘ in Endo- und Exopeptidasen.

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Peptidasen

… sind Hydrolasen, die Proteine und Peptide proteolytisch spalten (d. h., Peptidbindungen hydrolysieren). Es gibt zwei Formen:

Endo- und Exopeptidasen.

 

Endopeptidasen spalten innerhalb der Polypeptidkette, meist spezifisch nach bestimmten Aminosäuren.

Zu den Endopeptidasen gehören: Serinproteasen, Aspartatproteasen, Cysteinproteasen, Metalloproteasen.

 

Exopeptidasen spalten einzelne Aminosäuren vom Kettenende ab:

- Aminopeptidasen vom N-terminalen Ende

- Carboxypeptidasen vom C-terminalen Ende

- Tri- und Dipeptidasen spalten Tri- bzw. Dipeptide

 

- Vgl.: POMC und Nucleus arcuatus (Endopeptidasen) –

- Vgl.: MIH (Oxytocin, Exopeptidasen) –

 

Bitte lesen bei Wikipedia:

https://de.wikipedia.org/wiki/Peptidase

 

 

 

 

VORKOMMEN und Funktion der Peptidasen:

 

In allen Zellen, besonders in Lysosomen.

 

Lysosomen gehören zu den Zellorganellen; sie werden im Golgi-Apparat gebildet und enthalten Hydrolasen (= 3. Hauptklasse der Enzyme; Hydrolasen katalysieren die Spaltung chemischer Verbindungen unter Wasseraufnahme).

 

Im Magen und in der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) werden sie als Proenzyme ausgeschüttet (Endopeptidasen Trypsin, Chymotrypsin, Elastase).

 

In den Mukosazellen (Schleimhautzellen) des Dünndarms finden sich Di- und Tripeptidasen (Exopeptidasen Prolidase, Prolinase).

 

- S. a.: Aminosäuresequenzen: Prolin, Hydroxyprolin –

 

 

Peptidasen sind auch an der Blutgerinnung und Fibrinolyse* beteiligt (Endopeptidasen Thrombin, Plasmin).

 

* Fibrin ist Endprodukt der Blutgerinnung; Fibrinolyse ist der Abbau von Fibrin durch Plasmin.

 

 

-> Siehe dazu auch: Spurenelemente – Zink; Glossar – Blutgerinnung, Zellorganellen; Zum Nachdenken – Eiweißabbau (Aufgaben des Dünn- und Dickdarms); bei Wikipedia:

 

https://en.wikipedia.org/wiki/X-Pro_dipeptidase

 

https://en.wikipedia.org/wiki/PEPD

 

https://en.wikipedia.org/wiki/Cytosol_nonspecific_dipeptidase]

 

 

Glutaminase und Glutaminsynthetase

 

Im Vergleich:

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Glutaminase

 

Glutaminsynthetase

Die Glutaminase ist eine Amidase (gehört zu den Hydrolasen* = 3. Hauptklasse der Enzyme):

Amidasen spalten aus Säureamiden NH3 (Ammoniak) ab.

 

Synthetasen gehören zu den Ligasen (= 6. Hauptklasse der Enzyme):

Sie verknüpfen zwei Substrate unter Hydrolyse* energiereicher Phophate, z. B. ATP (Adenosintriphosphat).

 

Sie spaltet Glutamin in Glutaminsäure und Ammoniak (NH3);

  • „besonders in der Niere dient Ammoniak der Resorption von Kalium- und Natriumionen.“

 

 

Sie katalysiert die Amidbildung aus Glutaminsäure und NH4+ (Ammonium*) unter ATP-Verbrauch;

  • „dient damit v. a. in der Muskulatur der Ammoniakentgiftung.“

 

* Das Ammonium-Ion ähnelt dem Kalium-Ion; es kann dessen Stelle einnehmen, blockiert aber Synapsen dauerhaft (Nervengift!). [Wikipedia]

 

* Hydrolasen = 3. Hauptklasse der Enzyme, die verschiedene chemische Verbindungen hydrolysieren; dazu gehören: Amidasen, Glykosidasen, Esterasen (Cholinesterasen, Phosphatasen, Lipasen), Proteasen.

* Hydrolyse = Spaltung chemischer Verbindungen unter Wasseraufnahme, katalysiert durch Hydrolasen; formal ist ein Spaltprodukt Akzeptor für OH-, das andere für H+.

 

 

 

- S. dazu a.: Aminosäuresequenzen und Melatonin (und ATP) –

 

 

Glutaminsäure - Abk. Glu, E - ist Vorstufe der Biosynthesen von GABA, Ornithin, Prolin und Hydroxyprolin und Baustein der Folsäure.

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GABA

Gammaminobuttersäure, 4-Aminobuttersäure:

Wird - durch die Glutamatdecarboxylase* - aus Glutamat synthetisiert, durch Transaminierung und Oxidation weiter abgebaut zu Bernsteinsäure.

Bernsteinsäure ist Metabolit im Fett- und Kohlenhydratstoffwechsel (Salze: Succinate).

 

* Decarboxylierung ist die Kohlendioxidabspaltung aus einer Carbonsäure; Coenzyme sind v. a. Thiamindiphosphat (bei Alphaketosäuren) und Pyridoxalphosphat (bei Aminosäuren).

[Thiamin = Vitamin B1; Pyridoxin = Vitamin B6]

 

Ornithin

… entsteht im Harnstoffzyklus aus Arginin (s.o.: Harnstoffyklus).

 

Prolin

Wird aus Glutaminsäure oder aus (von außen) zugeführtem Ornithin gebildet;

Vorkommen von Prolin: bes. in Kollagen (s. a. o.: Aminosäuresequenzen).

 

Folsäure

„… zählt allgemein zu den kritischen Nährstoffen fast aller Bevölkerungsgruppen.“

  • Folsäure wird v. a. mit der Nahrung aufgenommen und kommt vor in Leber, Eidotter, Getreidekeimen, Gemüse, Nüssen, Hefe und Milch.
  • Im Dünndarm wird es bakteriell synthetisiert.

 

Die biologisch aktive Form der Folsäure ist Tetrahydrofolsäure (Abk. FH4).

 

 

 

[Quellen: Pschyrembel und Wikipedia]

 

 

Bitte lesen bei Wikipedia – und s. a.: Aminosäuresequenzen:

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Fols%C3%A4ure [Folsäure]

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Tetrahydrofols%C3%A4ure [Tetrahydrofolsäsure] etc.

 

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Glutamin

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Glutamins%C3%A4ure [Glutaminsäure]

 

 

https://en.wikipedia.org/wiki/Alpha-Ketoglutaric_acid

 

 

GABA, Serotonin und Melatonin:

 

“GABA enhanced the catabolism of serotonin into N-acetylserotonin (the precursor of melatonin) in rats. It is thus suspected that GABA is involved in the synthesis of melatonin and thus might exert regulatory effects on sleep and reproductive functions.”

 

[Übersetzt in etwa: GABA verbessert den Abbau von Serotonin zu N-Acetylserotonin (= Präkursor [‚Vorläufer‘] von Melatonin) in Ratten. Es wird angenommen, dass GABA in die Synthese von Melatonin einbezogen ist und damit regulatorische Effekte auf Schlaf und Fortpflanzungsfunktionen ausübt.“]

 

https://en.wikipedia.org/wiki/Gamma-Aminobutyric_acid

 

https://de.wikipedia.org/wiki/%CE%93-Aminobutters%C3%A4ure [Gamma-Aminobuttersäure]

 

- S.a.: Schlaf und Melatonin -

 

 

Succinic acid and GABA shunt:

 

“Enzymes required for the GABA shunt are expressed in neurons, glial cells, macrophages and pancreatic cells.”

 

[Übersetzt in etwa: Enzyme, die im GABA-Shunt nötig sind, werden ausgeschüttet in Nerven- und Gliazellen, in Makrophagen (Zellen des Monozyten-Makrophagen-Systems; frühere Bezeichnungen: retikuloendotheliales System [RES], retikulohistiozytäres System [RHS], monozytäres Phagozytensystem) und in Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas-Zellen).]

 

https://en.wikipedia.org/wiki/Succinic_acid

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Bernsteins%C3%A4ure [Bernsteinsäure]

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Makrophage

 

https://en.wikipedia.org/wiki/Macrophage

 

- S.a.: Schlaf und Melatonin (Pinealozyten) -

 

Etc.

 

 

Zur Erinnerung, zum Nachdenken, ‚Querdenken‘ …

  • „Bei Mangel an Bicarbonat erfolgt eine Umstellung vom Harnstoffzyklus auf den Glutamatzyklus zur Ammoniakentgiftung.“ [Pschyrembel]

 

Vergleich Harnstoff- und Glutamatzyklus:

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Harnstoffzyklus

(syn. Ornithinzyklus, Arginin-Harnstoff-Zyklus)

 

Glutamatzyklus

 

Entgiftung von Ammoniak in der ‚Periportalzone*‘ der Leber.

 

Entgiftung von Ammoniak in den perivenösen Zellen* der Leber.

Im Harnstoffzyklus werden „stickstoffhaltige Abbauprodukte, vor allem Ammonium [NH4+], zu Harnstoff umwandelt, der dann über die Niere ausgeschieden wird. …

 

Die Harnstoffbildung findet in den Leberzellen (Hepatozyten) und zu einem kleineren Teil in der Niere statt. Der Zyklus ist teilweise im Mitochondrium, teilweise im Cytosol lokalisiert, weshalb Transportproteine notwendig sind.“

[Wikipedia; Link unten]

 

-> Siehe auch: Glossar – Zellorganellen; Zum Nachdenken – Hyperammonämie etc.

 

- S.a.: Aminosäuresequenzen (Harnstoffzyklus) –

 

Im Glutamatzyklus wird Ammoniak [NH3] in den perivenösen Zellen der Leber unter Umsetzung von Glutaminsäure zu Glutamin entgiftet.

 

 

 

 

 

[Perivenös = ‚um die Venen herum‘ …

 

Periportalfelder (syn. Glisson-Dreiecke, Canales portales) sind dreieckige Bindegewebefelder zwischen benachbarten Leberläppchen mit je einem Ast der Arteria und Vena interlobularis und einem Gallengang (sog. Glisson-Trias).

 

Die Arteriae interlobulares hepatis sind Äste der Arteria propria (-> versorgt Leber und Gallenblase) zwischen den Leberläppchen.

 

Die Venae interlobulares hepatis haben ihren Ursprung in der Pfortader der Leber (Venae portae) und verlaufen im Bindegewebe zwischen den Leberläppchen. Die Pfortader sammelt das venöse Blut aus Magen, Darm (Ausnahme: Analkanal), Bauchspeicheldrüse und Milz.]

 

[Pschyrembel]

 

-> Siehe dazu auch: Glossar – A-Z:  Bilirubin und enterohepatischer Kreislauf, Puffersysteme etc.

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Leber#Feinbau_der_Leber

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Harnstoffzyklus etc.

 

 

Und bitte lesen bei Wikipedia:

 

https://en.wikipedia.org/wiki/Glutamate-glutamine_cycle / GABA-glutamine cycle

 

[Epilepsy, Alzheimer’s disease, Hepatic Encephalopathy, Autism]

 

https://en.wikipedia.org/wiki/Urea_cycle

 

Etc.

 

 

Und siehe auch:

Mineralstoffe - Kalium, Natrium

Glossar – ATP, Citratzyklus, GABA

Zum Nachdenken – Hyperammonämie etc.

 

 

Und noch einmal zurück zur Glutaminsäure …

 

 

Biosynthese:

 

Glutaminsäure entsteht biosynthetisch durch Transaminierung aus Alphaketoglutarsäure.

 

Die Synthese erfolgt v. a. in Leber, Niere, Gehirn und Lunge.

.

.

Transaminierung

Ist die Übertragung der Aminogruppe einer Aminosäure auf eine Alphaketosäure, katalysiert durch Transaminasen. 

 

* Transaminasen (syn. Aminotransferasen; 2. Hauptklasse der Enzyme) sind Enzyme mit der ‚prosthetischen Gruppe‘ (‚Coenzym‘) Pyridoxalphosphat (PALP).

  • PALP ist wichtigstes gruppenübertragendes Coenzym bei Transaminierungs-, Decarboxylierungs- und Eliminierungsreaktionen des Aminosäurestoffwechsels.

-> Siehe dazu auch: Essen & Co. – Wasserlösliche Vitamine (Vitamin B6 = Pyridoxin)

 

Alphaketosäuren

Sind Carbonsäuren mit … einer Ketogruppe, Zwischenprodukte des Aminosäurestoffwechsels bei Transaminierung und oxidativer Desaminierung. 

– S.u. -

 

[-> Siehe dazu auch: Essen & Co. – Ketonkörper]

 

Alphaketoglutarsäure

„Ist Zwischenprodukt im Citratzyklus und beim Abbau von Glutaminsäure durch oxidative Desaminierung.“ [Pschyrembel]

S.u. -

 

[-> Siehe dazu auch: Essen & Co. – Citratzyklus]

 

Desaminierung, Ammoniak und Alphaketosäuren

„Desaminierung ist die Abspaltung von NH3 (Ammoniak) aus Aminen durch Elimination, Oxidation oder Hydrolyse.

Physiologisch wichtig ist v. a. die oxidative Desaminierung der biogenen Amine und der Aminosäuren zu Alphaketosäuren sowie von Medikamenten, die v. a. in der Leber und Niere stattfindet.“

[Pschyrembel]

 

WICHTIG – Zusammenhänge:

„Das bei der Desaminierung von Aminosäuren frei gewordene Ammoniak stellt ein Zellgift dar und muss dementsprechend gebunden oder ausgeschieden werden. Er kann einerseits an alpha-Ketosäuren gebunden werden, die damit zu Aminosäuren werden oder er wird über den Urin ausgeschieden. Letzteres erfolgt im menschlichen Körper hauptsächlich durch die Synthese von Harnstoff im Harnstoffzyklus, der in der Leber abläuft. Anschließend wird der Harnstoff an das Blut abgegeben und über die Niere im Urin ausgeschieden. Weiterhin verfügt die Niere über einen Mechanismus, der zur direkten Ausscheidung von Ammoniak über den Urin führt.“

[Wikipedia – Desaminierung; Link unten]

 

- S.a.: Aminosäuresequenzen (und Harnstoffzyklus)

 

 

 

 

Abbau:

 

Glutaminsäure wird abgebaut im Citratzyklus … 

 

- nach Transaminierung zu Alphaketoglutarsäure

 

oder nach

 

- Decarboxylierung zu 4-Aminobuttersäure (= GABA, Gammaaminobuttersäure).

.

.

Transaminierung zu Alphaketoglutarsäure

 

Decarboxylierung zu 4-Aminobuttersäure

(= GABA, Gammaaminobuttersäure)

 

4-Aminobuttersäure wird weiter umgesetzt zu Bernsteinsäure:

Bernsteinsäure (s.u.) ist Metabolit im Fett- und Kohlenhydratstoffwechsel; Salze: Succinate.

 

 

Transaminierung ist die Übertragung der Aminogruppe einer Aminosäure auf eine Alphaketosäure, katalysiert durch Transaminasen (Enzyme mit der prosthetischen Gruppe Pyridoxalphosphat [PALP; s.o.]).

 

 

[Pyridoxin = Vitamin B6]

Decarboxylierung ist die Kohlendioxidabspaltung aus einer Carbonsäure; Coenzyme sind v. a. Thiamindiphosphat (bei Alphaketosäuren) und Pyridoxalphosphat (bei Aminosäuren).

 

[Thiamin = Vitamin B1; Pyridoxin = Vitamin B6]

 

 

 

[Quelle, wenn nicht anders angegeben: Pschyrembel]

 

 

Und bitte lesen bei Wikipedia:

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Essentielle_Aminos%C3%A4ure [Essentielle Aminosäure]

 

https://en.wikipedia.org/wiki/Essential_amino_acid

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Desaminierung

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Transaminierung

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Decarboxylierung

 

https://de.wikipedia.org/wiki/%CE%93-Aminobutters%C3%A4ure [4-Aminobuttersäure]

 

 

https://en.wikipedia.org/wiki/Reelin

 

[Possible pathological role: Lissencephaly/Microlissencephaly, Schizophrenia, Bipolar Disorder, Autism, Temporal lobe epilepsy, Alzheimer’s Disease, Other Conditions, e.g. Otosclerosis]:

  • “The expression of the protein has been found to be significantly lower in schizophrenia and psychotic bipolar disorder, but the cause of this observation remains uncertain as studies show that psychotropic medication itself affects reelin expression.”

  • “In the eyes, reelin is secreted by retinal ganglion cells and is also found in the endothelial layer of the cornea.– S.a.: Cornea –

  • “The protein is also produced by the odontoblasts [Zahnbeinbildner], which are cells at the margins of the dental pulp [Zahnpulpa; Bindegewebe mit Blutgefäßen und Nervenfasern].”

 

Bernsteinsäure (Succinic acid):

 

„Im Stoffwechsel aller Organismen kommt das Salz der Bernsteinsäure beim Abbau von Glucose als Zwischenstufe bei der Regeneration des Akzeptors Oxalessigsäure vor. Es ist entsprechend ein Stoffwechsel-Zwischenprodukt des Citratcyclus, außerdem kommt sie im Harnstoffzyklus vor. In der Natur kommt Bernsteinsäure zudem in vielen Pflanzensäften (Rhabarber, Tomaten sowie in Algen und Pilzen vor. Bernsteinsäure kann bei einigen anaerob lebenden Bakterien zudem ein Endprodukt des Stoffwechsels sein, so zum Beispiel im Rinderpansen. …“

 

– S.a.o. -

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Bernsteins%C3%A4ure [Bernsteinsäure]

 

 

Succinic acid and GABA shunt:

 

“… Enzymes required for the GABA shunt are expressed in neurons, glial cells, macrophages and pancreatic cells.” – S.a.: Aminosäuresequenzen -

 

[Übersetzt in etwa: Enzyme, die im GABA-Shunt nötig sind, werden ausgeschüttet in Nerven- und Gliazellen, in Makrophagen* und in Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas-Zellen).]

 

https://en.wikipedia.org/wiki/Succinic_acid

 

[Effect on adipocytes, on liver and retina, on the heart, immune cells, platelets, kidneys]

 

-> Siehe dazu auch: Glossar – Blutgerinnung, GABA und Pankreas (Bauchspeicheldrüse), Drüsen, Leber, Nervenzellen, Gliazellen, Makrophagen, Zellorganellen etc.

 

 

[* Makrophagen sind Zellen des Monozyten-Makrophagen-Systems (frühere Bezeichnungen: retikuloendotheliales System [RES], retikulohistiozytäres System [RHS], monozytäres Phagozytensystem)

- S.a.o.: Pinealozyten -]

 

 

Weitere Substrate der Isoform im Gehirn:

 

„Glutamat wird zu GABA decarboxyliert. Weitere Substrate der Isoform im Gehirn: L-Cysteat, 3-Sulfino-L-alanin und L-Asparaginsäure.“ – S.a.: Aminosäuresequenzen -

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Glutamat-Decarboxylase

 

https://en.wikipedia.org/wiki/Glutamate_decarboxylase

 

 

Störungen des Glutamat-Stoffwechsels:

 

„Es wurden Hinweise gefunden, dass Störungen des endogenen Glutamat-Stoffwechsels mit chronischen Erkrankungen wie Morbus Alzheimer, Morbus Parkinson, Chorea Huntington und amyotrophischer Lateralsklerose (ALS) in Zusammenhang stehen, allerdings scheint mit der Nahrung aufgenommenes Glutamat (exogenes Glutamat) hierbei keine Rolle zu spielen.“

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Glutamate

 

https://en.wikipedia.org/wiki/Glutamate_(neurotransmitter)

 

 

https://en.wikipedia.org/wiki/NMDA_receptor

 

[NMDA receptor agonists: e.g. Glutamate, Glycine, Serine; 

 

NMDA receptor antagonists: e.g. Phenylalanine (glycine site antagonist)]

 

- S.a..: Aminosäuresequenzen –

 

 

https://en.wikipedia.org/wiki/Cysteine

 

- S.a..: Aminosäuresequenzen –

 

 

https://en.wikipedia.org/wiki/Cysteate_synthase

 

“This enzyme is a pyridoxal-phosphate protein [PALP; s.o.].”

 

 

https://en.wikipedia.org/wiki/Cysteic_acid [Cysteate]

 

“Cysteic acid is an intermediate in cysteine metabolism.” – S.a.: Aminosäuresequenzen -


 

“In human cysteine metabolism, L-cysteine is consumed in several ways as shown below. L-cysteine is also consumed in methionine and glutathione metabolism as well as pantothenate/Coenzyme A biosynthesis. …

 

L-cysteine is the product of several processes as well. In addition to the reactions below, L-cysteine is also a product of glycine, serine, and threonine metabolism.”

–S.a.: Aminosäuresequenzen -

 

https://en.wikipedia.org/wiki/Cysteine_metabolism

 

-> Siehe dazu auch: Zum Nachdenken – Cholin/Methionin/Glycin/Threonin etc.

 

 

Und siehe auch:

Diskussionsseite

Nachtrag, Noch ein Nachtrag

Essen & Co. – ‚Wasser-Vitamine’, Fettstoffwechsel, Albumin, Glutathion

Fragen, Fragen, Fragen – Galaktose/Fruktose/Glutathion/GABA

 

Glossar –

A-Z (Thiaminmangel); Dentin (Reelin, GABA, Odontoblasten), GABA, Redoxsystem, Zellorganellen

 

Zum Nachdenken –

Ballaststoffe (Aufgaben des Dünn- und Dickdarms, Bakterien im Dünn- und Dickdarm), EDRF (NO; Stickstoffmonoxid), Eiweißabbau, Hyperammonämie, Mimik, Myasthenie, Myotonie

 

Gedankensplitter – ‚Layer to layer‘, Neuroleptika, UAWs

Etc. 

 

 

 

Und zum Weiterlesen, Nachdenken …

 

 

What Should We Really Call Psychiatric Drugs? – “Neurotoxin”

 

https://www.madinamerica.com/2018/01/what-really-call-psychiatric-drugs/

 

 

Wir sollten Psychopharmaka ehrlicherweise auch als das bezeichnen, was sie sind, nämlich „Nervengifte“, schreibt Dr. Peter Breggin. – Ja. Zumindest, was Neuroleptika anbelangt, so kann ich diese Aussage aus eigener Erfahrung nur bestätigen - und hoffe inständig auf ein „Umdenken“ in der Psychiatrie.

 

 

Und ebenso hoffe ich, dass auch der Schizophrenie-Begriff abgeschafft/ersetzt wird …

 

 

APA: Drop the Stigmatizing Term “Schizophrenia”

 

https://www.madinamerica.com/2017/12/apa-drop-stigmatizing-term-schizophrenia/

 

 

… auch, weil ich „psychiatrische Diagnosen“ allgemein sowieso nicht besonders hilfreich finde, und zwar vor allem,

 

 

1. weil oft keine Ursachen benannt werden, weder körperlich-organische noch mögliche „Umfeld-Ursachen“,  

 

2. weil nach einer einmal erfolgten Diagnose diese in der Regel nie wieder hinterfragt, in Frage gestellt wird, und damit auch im weiteren Lebensverlauf nicht mehr nach Ursachen geforscht, sondern alles nur noch unter dem Blickwinkel „psychisch/geistig krank“ gesehen und einsortiert wird.

 

 

Und ich möchte nicht, dass die Psychiatrie einfach so weitermacht wie bisher.

Bitte nicht.

 

 

01.02.2018

 

 

#TimeToTalk

 

 

 

 

 

 

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