Blogbuch-Gedanken …

 

 

Es hat etwas gedauert.

Auch, weil die Welt kurz stillstand -  

und ein Mensch nun nicht mehr da ist.

#notjustsad

 

 

Spaltungsirresein

 

Zum Nachdenken …

 

Eine veraltete Bezeichnung für Schizophrenie lautet:

„Spaltungsirresein“.

 

Schon oft habe ich mich deshalb gefragt, ob mit diesem Begriff nicht vielleicht (ursprünglich) ein „Gespaltensein des Gehirns“ bezeichnet wurde,

  • ein „Gespaltensein“ im Sinne einer nicht „regelrechten“ Verbindung beider Gehirnhälften durch das Corpus callosum (‚Balken‘) und evtl. weiterer Strukturen,

 

und dass das Verhalten eines Menschen mit solch „strukturell-anatomisch-neurologischen Besonderheiten“ von Außenstehenden, die nicht um diese Zusammenhänge – und insbesondere auch nicht um die seelischen und körperlichen Auswirkungen von Stress und Angst bzw. stress- und angstbesetzen Situationen - wissen, nur aus diesem Nicht-Wissen und Nicht-Verstehen heraus als nicht normal, „irre“, anti-sozial o. ä. interpretiert wird …

  • Außenstehende also „Betroffene“ nicht verstehen ...

  • „Betroffene“ nicht verstehen, warum sie nicht verstanden werden …

 

… und damit ein „Teufelskreis“, eine unsägliche „Nichtverstehens-Spirale“ in Gang gesetzt wird, die sich mehr und mehr verschlimmert/verschlimmern kann – zum großen Nachteil vor allem für „Betroffene“, letztlich aber zum Schaden aller.

 

 

Deshalb hier „Anatomisch-Neurologisches“, zum Nachdenken …

 

 

ÜBERSICHT:

Das Corpus callosum und weitere Kommissurenbahnen im Gehirn

  • Kommissurenbahnen sind Nervenbahnen in der weißen Substanz (Substantia alba) des Großhirns.

  • Sie verbinden identische Stellen beider Gehirnhälften.

.

Corpus callosum

Quere Faserverbindung zwischen den beiden Gehirnhemisphären am Grund der Längsspalte des Großhirns.

  • Die vorderen Fasern des Corpus callosum - sog. ‚vordere Balkenzwinge‘ - verbinden die Frontallappen,
  • die hinteren Fasern - sog. ‚hintere Balkenzwinge‘ - verbinden die Okzipitallappen.

 

‚Tapetum‘ des

Corpus callosum

Weitere Faserverbindungen des Corpus callosum bilden

  • Seitenwand des Cornu temporale (Unterhorn)
  • Seitenwand und Dach des Cornu occipitale (Hinterhorn)

des 1. und 2. Hirnventrikels (sog. Seitenventrikel) in den Großhirnhemisphären:

  • „Bei genauer Definition werden die beiden Seitenventrikel auch als erster (links) und zweiter (rechts) Hirnventrikel bezeichnet.“

[Wikipedia; Link unten]

 

An der medialen Wand des Unterhorns des Seitenventrikels – im Temporallappen* - liegt der Hippocampus.

  • Er verläuft im Bogen nach hinten oben bis zum Corpus callosum und weiter in den Fornix.
  • Der Fornix verbindet den Hippocampus mit dem Corpus mamillare (= Schaltstelle des Limbischen Systems) und ist ein Teil des Papez-Kreises.

 

[* Im Pschyrembel 2007 ist der Parietallappen (Lobus parietalis) angegeben.?]

 

- S. Commissura fornicis -

 

Der Hipppocampus gehört zum Limbischen System und

„… spielt eine zentrale Rolle bei der Gedächtnisbildung, bei bestimmten Formen der Epilepsie und Schizophrenie.“ [Pschyrembel]

 

Der Fornix

„leitet keine spezifische Information, sondern selektiert und moduliert die Funktion der Hippocampusformation durch verschiedene Neurotransmitter (Dopamin, Noradrenalin, Serotonin und Acetylcholin).“

[Wikipedia; Link unten]

 

Das Corpus mamillare ist die „Schaltstelle“ des Limbischen Systems; es ist paarig angelegt.

 

Die Schenkel beider Seiten des Fornix (= Crus fornicis)

„vereinigen sich zum Corpus fornicis, das mit der Unterseite des Corpus callosum verschmolzen ist und den 3. Hirnventrikel bedeckt.“

[Pschyrembel]

 

Commissura fornicis

Kreuzende Fasern aus den Fimbriae hippocampi* beider Seiten zwischen den Fornixschenkeln (Crus fornicis) unter dem hinteren Abschnitt des Corpus callosum.

 

* Fimbriae hippocampi = dünne Lamelle weißer Substanz am Ende des Corpus callosum

 

  • Die Nervenfasern der Commissura fornicis verbinden rechte und linke Großhirnhemisphäre.

 

- Glutamat, GABA - ?

 

Commissura anterior

Weiße Substanz zwischen rechter und linker Großhirnhemisphäre in der Vorderwand des 3. Ventrikels.

  • Sie verbindet die Temporallappen.
  • Hier kreuzen auch Anteile der Riechbahn.

 

- ADH, Salz- und Wasserhaushalt, Wärmeregulation, GABA, Serotonin -

 

Commissura posterior

Weiße Substanz wischen Epiphyse (Zirbeldrüse) und der oberen Mündung des Aqueductus mesencephali im Mittelhirn.

  • Verbindet Epiphyse (-> Melatonin) und obere Mündung des Aqueductus mesencephali (= Verbindung zwischen 3. und 4. Hirnventrikel).

 

Die Epiphyse liegt im Zwischenhirn; sie enthält Pinealozyten. Diese bilden Melatonin. Pinealozyten sind umgeben von Astrozyten, deren zahlreiche Zellfortsätze mit Nervenzellen und Blutgefäßen in Verbindung stehen (-> Stoffaustausch) und die sog. Gliagrenzmembran bilden.

 

- Tryptophan, Serotonin, Melatonin, Tetrahydrobiopterin, Tyrosin, DOPA, Dopamin, Noradrenalin, Glutamat -

 

Commissura

habenularum

 

  • Verbindet die Nuclei habenulae* beider Seiten miteinander sowie Epiphyse (Zirbeldrüse) und Thalamus.
  • Sie leitet v. a. Informationen aus olfaktorischen Arealen.

 

* Habenulae = Zirbelstiele.

* Die Kerngruppe (Nucleus habenularis lateralis und medialis) liegt im Trigonum habenulare, einem dreieckigen Feld beidseits der Zirbelstiele der Zirbeldrüse.

 

[- GABA, Serotonin, Melatonin, Dopamin - ?]

 

 

 

Und bitte auch lesen bei Wikipedia:

  • „The concept of disconnection syndrome emerged in the late nineteenth century when scientists became aware that certain neurological disorders result from communication problems among brain areas.”

 

[Übersetzt in etwa: Das Konzept des Diskonnektions-Syndroms entstand im späten 19. Jahrhundert, als Wissenschaftlern bewusst wurde, dass bestimmte neurologische Störungen durch Kommunikations-Probleme zwischen Gehirnregionen verursacht werden.]

 

[https://en.wikipedia.org/wiki/Disconnection_syndrome]

  • “After the right and left brain are separated, each hemisphere will have its own separate perception, concepts, and impulses to act. …

  • When two hemispheres receive competing stimuli at the same time, the response mode tends to determine which hemisphere controls behavior.”

 

[Übersetzt in etwa: Nach einer Trennung beider Gehirnhälften verfügt jede Hirnhälfte über ihre eigene Wahrnehmung, eigene Konzepte und Impulsreaktionen. …

Wenn zwei Hälften miteinander konkurrierende Reize zur gleichen Zeit erhalten, so entscheidet der ‚Antwort-Modus‘ darüber, welche Hälfte das Verhalten kontrolliert.]

 

[https://en.wikipedia.org/wiki/Split-brain]

 

 

 

Corpus callosum

 

Das Corpus callosum (‚Balken‘) ist die quere Faserverbindung zwischen den beiden Gehirnhemisphären am Grund der ‚Längsspalte des Großhirns‘ (Fissura longitudinalis cerebri).  

 

„In der Fissura longitudinalis cerebri verläuft eine Ausstülpung der harten Hirnhaut (Dura mater encephali), die Falx cerebri, die dem Gehirn mechanischen Halt gibt. In ihr befindet sich auch ein entlang der Mantelkante verlaufender venöser Abfluss, der Sinus sagittalis superior.“

 

[Quelle und zum Weiterlesen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Fissura_longitudinalis_cerebri]

 

 

[Zur Erinnerung …

Hirnsinus (Sinus durae matris) sind venöse Blutleiter zwischen den beiden Blättern der harten Hirnhaut (Dura mater cranialis).

Die harte Hirnhaut bildet die fibröse* Schutzkapsel des Gehirns und die Knochenhaut (Periost*) der Schädelinnenfläche.

 

* Fibrös = aus derbem Bindegewebe bestehend; faserreich. [DUDEN]

* Die Knochenhaut (Periost) ist eine bindegewebige Haut, die den Knochen umgibt.]

 

 

Das Corpus callosum enthält Kommissurenbahnen:

  • Kommissurenbahnen sind Nervenbahnen in der weißen Substanz (Substantia alba) des Großhirns.

  • Sie verbinden identische Stellen beider Gehirnhälften.

 

  • Die vorderen Fasern des Corpus callosum - sog. ‚vordere Balkenzwinge‘ - verbinden die Frontallappen,

  • die hinteren Fasern - sog. ‚hintere Balkenzwinge‘ - verbinden die Okzipitallappen.

 

[Zur Erinnerung …

 

Frontallappen = Stirnlappen:

  • „Der Frontallappen erfüllt motorische Funktionen, d.h. er steuert und kontrolliert also Bewegungen. Das Stirnhirn gilt allgemein als Sitz der individuellen Persönlichkeit und des Sozialverhaltens. …

  • Verdeckt unter dem Frontallappen liegt die Inselrinde.“

 

[Quelle und zum Weiterlesen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Frontallappen]

 

 

Okzipitallappen = Hinterhauptlappen:

  • „Als Teil des visuellen Systems verarbeitet er die visuellen Impulse, weshalb er das Sehzentrum des Gehirns ist. Er sitzt auf dem Kleinhirn, von dem er durch das Kleinhirnzelt [Tentorium cerebelli] getrennt ist.“

 

[Quelle und zum Weiterlesen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Occipitallappen]

 

- Hierzu bitte auch lesen: Blogbuch-Gedanken – Frühgeborene -

 

 

Und bei Wikipedia:

Assoziations- und Kommissurenfasern

.

.

 

Assoziationsfasern verbinden einzelne Abschnitte einer Hemisphäre miteinander, also etwa ein primäres Rindenfeld mit dem sekundären.“

 

 

 

 

Kommissurenfasern verbinden einzelne Abschnitte einer Hemisphäre mit der anderen. Diese Fasern verlaufen über den Balken (Corpus callosum) zur anderen Hemisphäre. Nach dem Lehrbuch von Benninghoff-Goertler bestehen auch die Kommissurensysteme aus Assoziationsfasern.“

 

 

Primäre Rindenfelder sind direkt über Projektionsbahnen mit der Peripherie verschaltet.

 

Sekundäre Rindenfelder sind mit anderen Hirnarealen verbunden:

- Über Assoziationsbahnen innerhalb der gleichen Hemisphäre.

- Über Kommissurenbahnen mit der Gegenseite.

 

[S. dazu auch: Wikibooks – Neuroanatomie: Telencephalon]

 

 

[Quelle und zum Weiterlesen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Projektion_(Nervensystem)]

[https://de.wikipedia.org/wiki/Assoziationskortex

https://de.wikipedia.org/wiki/Wahrnehmung]]

 

 

 

Weitere Faserverbindungen des Corpus callosum - das sog. ‚Tapetum‘ – bilden jeweils

  • Seitenwand des Cornu temporale (Unterhorn)

  • Seitenwand und Dach des Cornu occipitale (Hinterhorn)

 

des 1. und 2. Hirnventrikels (sog. Seitenventrikel) in den Großhirnhemisphären. 

 

 

Hirnventrikel sind mit Liquor cerebrospinalis* gefüllte, mit Ependym* ausgekleidete Gehirnkammern.

  • Je 1 Seitenventrikel liegt in jeder Großhirnhemisphäre (1. = links, 2. = rechts).

  • Der 3. Ventrikel liegt im Zwischenhirn (= Diencephalon; dazu gehören u. a. Thalamus und Hypothalamus). 

  • Der 4. Ventrikel liegt im Rautenhirn (= Rhombencephalon; dazu gehören das Hinterhirn mit Kleinhirn und Brücke und das ‚verlängerte Mark‘ = Medulla oblongata*).

 

* Liquor cerebrospinalis = Gehirn-Rückenmark-Flüssigkeit. Liquor ist in den 4 Hirnventrikeln und im Subarachnoidalraum (= Raum zwischen Arachnoidea und Pia mater) enthalten; gebildet wird er v. a. in den Plexus choroidei der Seitenventrikel.

[Arachnoidea = bindegewebige Membran über den Furchen und Windungen des Gehirns und Rückenmarks; Pia mater = gefäßführender Teil der weichen Hirn- und Rückenmarkhaut]

 

* Ependym ist die einschichtige Zellauskleidung der Hirnventrikel und des Zentralkanals des Rückenmarks; auf der Seite der Hirnventrikel sind Zotten und Zilien ausgebildet, an der Basis (basal) ein längerer Zellfortsatz, „der bei Tanyzyten im 3. Ventrikel bis an die piale Oberfläche [Oberfläche der weichen Hirnhaut] reicht.“ [Psychrembel]

 

* Die Medulla oblongata zählt zum Hirnstamm; sie enthält auf- und absteigende Projektionssysteme (‚Verbindungssysteme‘) der Groß- und Kleinhirnrinde, Kerne der Hirnnerven und lebenswichtige Zentren.

 

[Quelle: Pschyrembel und Wikipedia: Hirnventrikel; Link unten]

 

 

Siehe auch:

Essen & Co. – Liquor

Wahrnehmung

Lernprobleme

Wunderwerk Gehirn –

Hirnsinus, Hirnventrikel, Kleinhirn, Retina, Rindenarchitektonik, Substantia alba

Hirnnerven

Leitungsbahnen – Tractus A-Z

Wunderwerk Mensch

Fragen, Fragen, Fragen – Hirnlokales Syndrom

Glossar – Bindegewebe, Gliazellen (Ependym), Strukturen für Zellkontakte und Zellkommunikation, Zellorganellen (Zilien = Flimmerhaare = Zellorganellen des Flimmerepithels)

Zum Nachdenken – Agnosie, Projektionsbahnen, Rautengrube, Zirkumventrikuläre Organe

 

Bei Wikipedia:

https://de.wikipedia.org/wiki/Corpus_callosum

https://de.wikipedia.org/wiki/Corpus-callosum-Agenesie

https://de.wikipedia.org/wiki/Hirnventrikel

https://de.wikipedia.org/wiki/Gehirn

Etc.

 

 

 

Auch Commissura anterior und posterior, Commissura fornicis und habenularum enthalten Kommissurenbahnen:

 

 

Commissura anterior

  • = weiße Substanz zwischen rechter und linker Großhirnhemisphäre in der Vorderwand des 3. Ventrikels

 

„… verbindet als Querbahn unter anderem die beiden Temporallappen miteinander. Des Weiteren kreuzen hier Anteile der Riechbahn die Seite. Die Commissura anterior befindet sich rostral des dritten Ventrikels über der Lamina terminalis.“

 

[Quelle und zum Weiterlesen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Commissura_anterior]

 

 

Temporallappen = Schläfenlappen:

  • „Der Temporallappen enthält den primären auditorischen Cortex, das Wernicke-Sprachzentrum* und wichtige Strukturen für das Gedächtnis.“ [Wikipedia; Link unten]

 

* Jeweils in der dominanten Hirnhemisphäre:

Das Wernicke-Zentrum ist die sensorische Sprachregion im hinteren Bereich des Gyrus temporalis superior; dieser liegt an der Konvexität [Wölbung nach außen] des Temporallappens.

[Das Broca-Zentrum ist die motorische Sprachregion im unteren Bereich des Gyrus frontalis inferior, einer Windung des Stirnhirns (= Frontallappens, Stirnlappen).] [Pschyrembel]

 

 

[Zur Erinnerung …

 

Die Lamina terminalis ist ein (unpaares) Blättchen ‚grauer Substanz‘ (Substantia grisea*) vor und über der Sehnervenkreuzung (Chiasma opticum); sie bildet die Vorderwand des 3. Ventrikels.

 

* Substantia grisea ist die aus Nervenzellen aufgebaute ‚graue Substanz‘ des Gehirns und Rückenmarks.

- S. auch u.: PAG (Substantia grisea centralis) und Commissura fornicis –

 

 

Die Sehnervenkreuzung liegt vor dem Hypophysenstiel (Infundibulum).

Hier vereinigen sich beide Sehnerven (Nervi optici) und werden jeweils als Tractus opticus weitergeführt.

 

Die Fasern aus den nasalen (‚nasenwärts gelegenen‘) Hälften der Netzhaut werden gekreuzt; ungekreuzt bleiben die Fasern der temporalen (‚schläfenwärts gelegenen‘) Netzhauthälften.

 

[Quelle und zum Weiterlesen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Chiasma_opticum]

 

 

- Hierzu bitte auch lesen: Wunderwerk Mensch – Sehbahn; Zum Nachdenken – Kontrastwahrnehmung –

 

 

WICHTIG:

 

Das Organum vasculorum der Lamina terminalis und das Organum subfornicale sind mit dem medianen Nucleus preopticus des Hypothalamus verbunden (interconnected).

 

[Quelle und zum Weiterlesen:

https://en.wikipedia.org/wiki/Vascular_organ_of_lamina_terminalis]

  • Organum vasculosum laminae terminalis -> kontrolliert Durstgefühl und die Ausschüttung von ADH (syn. Vasopressin)

  • Organum subfornicale -> steuert den Salz- und Wasserhaushalt

  • Nucleus preopticus -> Wärmeregulationszentrum des Hypothalamus 

 

- Hierzu bitte auch lesen: Glossar – Zirkumventrikuläre Organe –

  • „Der Nucleus preopticus wiederum projiziert über GABAerge Neurone in das zentrale Höhlengrau (Periaquäduktales Grau, PAG) und in die Raphekerne, von wo aus die Thermogenese gesteuert wird.“

 

[Quelle und zum Weiterlesen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Organum_vasculosum_laminae_terminalis]

https://de.wikipedia.org/wiki/Periaqu%C3%A4duktales_Grau [Periaquäduktales Grau]

https://de.wikipedia.org/wiki/Formatio_reticularis

https://en.wikipedia.org/wiki/Reticular_formation

 

 

PAG = Periaquäduktales Grau = Substantia grisea centralis = graue Substanz um den Aqueductus mesencephali, die Seitenwände und den Boden des 3. Hirnventrikels; tritt als Tuber cinereum (‚grauer Höcker‘ des Thalamus) an die freie Oberfläche des Gehirns.

  • „Dieser Kernkomplex ist wichtig für die opioiderge, absteigende Schmerzunterdrückung. In diesem Zusammenhang sendet er Efferenzen zu den serotoninergen Raphe-Kernen.

  • Außerdem hat [dieser Kernkomplex] noch eine wichtige Funktion im limbischen System und koordiniert nebenbei Angst- und Fluchtreflexe, weshalb er auch oft zur Formatio reticularis gezählt wird.“ [Wikipedia: Periaquäduktales Grau; Link oben]

 

 

Raphekerne = Nuclei raphes:

Neurotransmitter der Raphekerne ist Serotonin.

 

Die Formatio reticularis ist ein System aus markhaltigen Fasern* und diffus verteilten Ganglienzellen*; sie reicht von der Medulla oblongata bis ins Zwischenhirn und setzt sich fort in das mediale Vorderhirnbündel (Fasciculus telencephali).]

 

* Markhaltige Fasern: Myelinisiert = markhaltig …

„Je nach Dicke der Myelinscheide bzw. Anzahl der Markscheidenlamellen unterscheidet man die markhaltigen Nervenfasern in markreiche (stark myelinisierte) und markarme Nervenfasern. Sogenannte marklose Nervenfasern (besser: markscheidenlose) haben keine Markscheide, doch im PNS [Peripheren Nervensystem] ebenfalls eine Umhüllung durch Gliazellen, …“

 

[Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Nervenfaser]

 

Dazu auch noch einmal …

 

[https://de.wikipedia.org/wiki/Wei%C3%9Fe_Substanz (Weiße Substanz) etc.]

- Und s. a. u.: Gliazellen –

 

[Nervenfaser = Nervenzellfortsatz im peripheren Nervensystem (PNS); besteht aus Axon und Schwann-Scheide (= Bezeichnung für die Myelinscheide im PNS). Die Myelinscheide dient der elektrischen Isolierung; nach dem Gehalt an Myelin werden Nervenfasern eingeteilt in markhaltige und marklose Nervenfasern.]

 

 

* Ganglienzellen:

„Ein Ganglion (Plural Ganglien) ist eine Anhäufung von Nervenzellkörpern im peripheren Nervensystem. Ganglien werden auch als Nervenknoten bezeichnet, …“

 

[Quelle und zum Weiterlesen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Ganglion_(Nervensystem)]

 

 

WICHTIG:

Nervenknoten sind von einer Bindegewebekapsel (Capsula ganglii) umgeben.

[Pschyrembel]

 

[Siehe auch: https://de.wikipedia.org/wiki/Bindegewebskapsel]

 

 

Und noch einmal …

Temporallappen = Schläfenlappen

WICHTIG:

  • „Das Wernicke-Areal [sensorisches Sprachzentrum im Temporallappen] kommt nur in der dominanten Hirnhemisphäre vor (das heißt, in der Hirnhälfte, in welcher die Sprache sowohl motorisch als auch sensorisch verarbeitet wird), die bei Rechtshändern normalerweise links lokalisiert ist, sich bei Linkshändern jedoch wahlweise links oder rechts befinden kann. …

  • Der mediale Teil des Temporallappens enthält den Hippocampus, den entorhinalen, perirhinalen und parahippocampalen Cortex, die das bedeutendste „Koordinationszentrum“ des deklarativen (expliziten) Gedächtnisses darstellen. …

  • Läsionen des assoziativen temporalen Cortex können zu multiplen visuellen und auditorischen Defiziten führen (Agnosien). …

  • Weiterhin kann es zu Wort- und Sprachverständnisstörungen (Aphasien) kommen, wenn der linke obere und mittlere Bereich des Temporallappens betroffen ist (Wernicke-Areal).“

[Quelle und zum Weiterlesen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Temporallappen]

 

 

Siehe auch:

Hypothalamus, Area preoptica, Hypophyse

Wunderwerk Gehirn –

Substantia alba, Substantia grisea (‘graue Substanz’), Substantia nigra (und Nucleus ruber, Nuclei raphes, Serotonin, Dopamin, GABA)

Glossar – Nervenzellen, Gliazellen, Schmerzleitung (und Serotonin)

Zum Nachdenken – Agnosie, Simultanagnosie, Aphasie, Händigkeit, Hypopituitarismus, Kontrastwahrnehmung (RAS/ARAS)

 

Bei Wikipedia:

https://de.wikipedia.org/wiki/Area_tegmentalis_ventralis

https://en.wikipedia.org/wiki/Ventral_tegmental_area

Etc.

 

 

Commissura posterior

  • = Brücke weißer Substanz zwischen Epiphyse (Zirbeldrüse) und der oberen Mündung des Aqueductus mesencephali (Verbindung zwischen 3. und 4. Hirnventrikel)

 

„… ist eine Kommissurbahn des Gehirns im Bereich des Übergangs vom Zwischenhirn zum Mittelhirn und quert die Medianebene in der Hinterwand des III. Ventrikels am Eingang zum Aquaeductus mesencephali.

  • Diese dem Epithalamus zugeordnete Querverbindung spielt für den beidseitigen Pupillenlichtreflex eine besondere Rolle, da sie die Nuclei pretectales beider Hirnhälften miteinander verbindet.

  • Daneben führt sie angrenzende Regionen des Mittelhirns verbindende Fasern aus mesencephalem Tegmentum und Tectum, insbesondere von den oberen Hügeln der Vierhügelplatte, die in enger Nachbarschaft den Aquädukt überdacht.“

 

[Quelle und zum Weiterlesen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Commissura_posterior]

 

 

Der Epithalamus ist Teil des Zwischenhirns (Diencephalon) und besteht aus den Zirbelstielen (Habenulae) und der Zirbeldrüse (Epiphyse, Glandula pinealis).

 

Aqueductus mesencephali, auch: Aqueductus cerebri, Sylvius-Leitung

= Verbindung zwischen 3. und. 4. Hirnventrikel im Mittelhirn (Mesencephalon).

 

Nuclei pretectales = s. Area pretectalis [Wikipedia; Link unten]

 

Tegmentum = Mittelhirnhaube zwischen Substantia nigra und Aqueductus mesencephali; enthält u. a. die Hirnnervenkerne des III. (Nervus oculomotorius), IV. (Nervus trochlearis) und Teile des V. Hirnnerven (Nervus trigeminus), Nucleus ruber und Nuclei raphes.

 

Tectum mesencephali = Mittelhirndach = u. a. dorsaler Anteil der Substantia grisea centralis [PAG; s. o.] und Colliculi superiores und Colliculi inferiores, die die Vierhügelplatte (Lamina tecti) bilden.

 

Die oberen Hügel (Colliculi superiores) sind an die Sehbahn angeschlossen, die unteren Hügel (Colliculi inferiores) an die Hörbahn.

 

 

WICHTIG:

 

„In der Zirbeldrüse [Epiphyse] wird von den Pinealozyten das Hormon Melatonin* produziert. Die Hormonproduktion findet überwiegend nachts statt. Über das Melatonin werden der Schlaf-Wach-Rhythmus und andere zeitabhängige Rhythmen des Körpers gesteuert.“

 

[Quelle und zum Weiterlesen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Zirbeldr%C3%BCse (Zirbeldrüse)]

 

Und bitte auch lesen bei Wikipedia:

 

https://en.wikipedia.org/wiki/Pineal_gland

 

 

Melatonin ist ein Hormon, das von den Pinealozyten in der Zirbeldrüse (Epiphyse) – einem Teil des Zwischenhirns – aus Serotonin produziert wird und den Tag-Nacht-Rhythmus des menschlichen Körpers steuert. …

Die Biosynthese erfolgt aus Serotonin, das aus der Aminosäure Tryptophan* erhalten wird, in zwei Schritten: …“

 

[Quelle und zum Weiterlesen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Melatonin]

 

 

* Ausgangssubstanz für die Synthese von Melatonin und Serotonin (und auch für Nicotinsäure) ist die essentielle Aminosäure Tryptophan. Cofaktor: Tetrahydrobiopterin (-> ist Redoxcofaktor bei der Hydroxylierung aromatischer Aminosäuren).

 

 

Auch WICHTIG:

 

Melatonin might improve sleep in autistic people. Children with autism have abnormal melatonin pathways and below-average physiological levels of melatonin. …

In vertebrates, melatonin secretion is regulated by norepinephrine. …

Subsequently, however, melatonin has been found in all plants that have been investigated. It is present in all the different parts of plants, including leaves, stems, roots, fruits, and seeds in varying proportions. …”

 

[Übersetzt in etwa: Melatonin kann bei autistischen Menschen den Schlaf verbessern. Kinder mit Autismus haben anormale Melatonin-Stoffwechselwege und erniedrigte Melatonin-Level. … In Vertebraten* wird die Melatonin-Ausschüttung durch Noradrenalin* reguliert. … Melatonin wurde auch in allen Pflanzen, die untersucht wurden, gefunden. Es findet sich in unterschiedlichen Teilen der Pflanze - in Blättern, Stämmen, Wurzeln, Früchten und Samen - in unterschiedlichen Ausmaßen.]

 

[Quelle und zum Weiterlesen:

https://en.wikipedia.org/wiki/Melatonin]

https://en.wikipedia.org/wiki/Tetrahydrobiopterin

 

 

* Vertebraten = Wirbeltiere (Fische, Amphibien, Reptilien, Vögel, Säugetiere).

* Noradrenalin wird im Nebennierenmark (NNM) und im sympathischen Nervensystem (Sympathikus) gebildet; Biosynthese: aus der semi-essentiellen Aminosäure Tyrosin über DOPA und Dopamin. „… im Gegensatz zu Adrenalin ist die Aminogruppe bei Noradrenalin unmethyliert.“ [Pschyrembel]

 

 

Und WICHTIG:

 

Außer im Nucleus suprachiasmaticus (SCN) finden sich weitere spezifische Melatonin-Rezeptoren auch im Hirnstamm (-> Wärmezentren), in Blutgefäßen des Gehirns und in Immunzellen (= immunkompetente Zellen, v. a. Lymphozyten*).

[Pschyrembel 2007: Melatonin]

 

* Lymphozyten gehören zu den ‚weißen Blutkörperchen‘; sie werden im Knochenmark, in Lymphknoten, Thymus und Milz gebildet, gelangen ins Blut uns rezirkulieren über die Lymphbahnen.

 

Und bitte auch lesen bei Wikipedia:

 

Melatoninrezeptoren beim Menschen 

Im Hypophysenvorderlappen (HVL; Pars tuberalis), im Nucleus suprachiasmaticus (SCN), im Hypothalamus und in der Retina.

 

https://en.wikipedia.org/wiki/Melatonin_receptor

 

Und: https://en.wikipedia.org/wiki/Melanin

 

 

Und WICHTIG:

 

Pinealozyten sind von Astrozyten umgeben.

Astrozyten sind große, zur Phagozytose* befähigte, sternförmige Zellen. Ihre zahlreichen Zellfortsätze stehen mit Nervenzellen und Blutgefäßen in Verbindung (zwecks Stoffaustausch) und bilden die sog. Gliagrenzmembran (Membrana limitans gliae superficialis und perivascularis).

 

Die Membrana limitans gliae superficialis ist eine selektiv permeable Grenzmembran der Neuroglia an der Oberfläche des ZNS (Zentrales Nervensystem = Gehirn und Rückenmark).

 

Die Membrana limitans gliae perivascularis ist eine selektiv permeable Grenzmembran um die Blutgefäße des ZNS; sie bildet zusammen mit dem Endothel (einschichtiges Plattenepithel als Innenauskleidung der Gefäße) der Kapillaren (kleinste Blutgefäße, ‚Haargefäße‘) die Blut-Hirn-Schranke.

 

Neuroglia = Gliazellen = vom Ektoderm (= äußeres der drei embryonalen Keimblätter) abgeleitetes Hüll- und Stützgewebe des Nervensystems; Astrozyten gehören zur Neuroglia.

 

 

Gliazellen

  • „…sind im Gegensatz zu den Nervenzellen auch nach der Pränatalperiode noch vermehrungsfähig.“ – Die Pränatalperiode ist „die gesamte vorgeburtliche Entwicklung von der Befruchtung bis zur Geburt.“ [Pschyrembel]

 

  • „… bilden nicht nur ein Stützgerüst für Nervenzellen, sondern sorgen auch durch ihre Umhüllung für deren elektrische Isolation. Weiterhin sind Gliazellen maßgeblich an Stofftransport und Flüssigkeitsaustausch sowie an der Aufrechterhaltung der Homöostase im Gehirn beteiligt. Darüber hinaus wirken sie auch im Prozess der Informationsverarbeitung, -speicherung und -weiterleitung mit.“ [Wikipedia; Link unten]

 

* Phagozytose = Aufnahme fester Partikel (z. B. Gewebetrümmer, Fremdkörper, Mikroorganismen) in das Zellinnere von zur Phagozytose befähigten Makrophagen und Monozyten, neutro- und eosinophilen Granulozyten und Chondroklasten und Abbau (enzymatisch, oxidativ).

 

Makrophagen/Monozyten und Granulozyten gehören zu den ‚weißen Blutkörperchen‘ (Leukozyten); Chondroklasten sind knorpelabbauende Zellen. [Pschyrembel]

  • Der Metabolismus (Stoffwechsel) von Phagozyten ist sauerstoffabhängig.

 

 

Bitte hierzu auch lesen bei Wikipedia:

https://de.wikipedia.org/wiki/Gliazelle

https://en.wikipedia.org/wiki/Phagocyte

https://de.wikipedia.org/wiki/Phagocytose

https://de.wikipedia.org/wiki/Makrophage

https://de.wikipedia.org/wiki/Nicotinamidadenindinukleotid (Oxidativer Metabolismus)

Etc.

 

Siehe auch:

Diskussionsseite - Migrälepsie

Dopamin & Co. – Noradrenalin, Serotonin etc.

Essen & Co. – Aminosäuren, Biosynthese von Sphingosin, Phenylalanin/Tyrosin

Spurenelemente – Jod/Iod (Regelkreis, Stoffwechselwirkungen etc.)

Wunderwerk Gehirn – Mittelhirn etc.

Hirnnerven

Wunderwerk Mensch – Sehbahn, Hörbahn

… und mehr: Chromaffin, enterochromaffin, disseminiert

Fragen, Fragen, Fragen - Katalase

Glossar –

ATP, cAMP/cGMP, Drüsen, Leukozyten (Granulozyten, Lymphozyten), Nervenzellen, Gliazellen (Astrozyten), Keimblätter, Zirkumventrikuläre Organe (Blut-Hirn-Schranke), Zellorganellen

Zum Nachdenken – EDRF (endothelium derived relaxing factor), Lymphatisches System

Gedankensplitter – ‚Layer to layer‘, SCN (Nucleus suprachiasmaticus)

 

Bei Wikipedia:

https://de.wikipedia.org/wiki/Area_pretectalis

https://en.wikipedia.org/wiki/Pretectal_area

Etc.

 

 

 

Commissura fornicis

  • = kreuzende Fasern - aus den Fimbriae hippocampi beider Seiten - zwischen den Fornixschenkeln unter dem hinteren Abschnitt des Corpus callosum

 

„Der Fornix (lat. fornix „Wölbung“, „Gewölbe“) ist eine Struktur des Limbischen Systems im Großhirn. … Er leitet keine spezifische Information, sondern selektiert und moduliert die Funktion der Hippocampusformation durch verschiedene Neurotransmitter (Dopamin, Noradrenalin, Serotonin und Acetylcholin).“

 

[Quelle und zum Weiterlesen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Fornix_(Gehirn)]

 

 

Der Hippocampus liegt im Temporallappen* an der medialen Wand des Seitenventrikels (1. und 2. Ventrikel); er verläuft im Bogen nach hinten oben bis zum Corpus callosum (s. o.) und weiter als Alveus hippocampi und Fimbria hippocampi in den Fornix.

 

[* Im Pschyrembel 2007 ist angegeben, dass der Hippocampus im Lobus parietalis (Parietallappen = Scheitellappen) liegt. ?]

 

Alveus und Fimbria hippocampi = weiße Substanz (Substantia alba) auf der Oberfläche des Hippocampus mit überwiegend efferenten (‚herausführenden‘) Fasern.

 

Alveus hippocampi und Fimbria hipppocampi sind Bereiche innerhalb des Ammonshorns im Temporallappen. Dazu aus Wikipedia:

 

„Innerhalb des Ammonshorns unterscheidet man (nach Art der dort vorkommenden Zellen) verschiedene Bereiche beziehungsweise Oberflächenstrukturen. Dazu zählen

  • Gyrus dentatus
  • Sulcus hippocampi
  • Sulcus fimbriodentatus
  • Fimbria hippocampi
  • Alveus hippocampi“

[Quelle und zum Weiterlesen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Subiculum]

 

 

Weitere Strukturen:

Subiculum und Septum pellucidum

 

Das Subiculum – als Teil des Limbischen Systems bzw. des Hippocampus -

  • „verbindet den Hippocampus mit dem Gyrus parahippocampalis und man ist heute der Ansicht, dass es die letzte Instanz der Informationsverarbeitung des Hippocampus darstellt.

Es befindet sich in der Nachbarschaft des Ammonshorns (Cornu Ammonis), das … im Temporallappen lokalisiert ist.“ [Ebd.]

  • Gyrus dentatus = Hirnwindung aus grauer Substanz (Substantia grisea*) zwischen Hippocampus und Gyrus parahippocampalis (glutamaterg, GABAerg).

  •  Gyrus parahippocampalis = Windung aus grauer Substanz (Substantia grisea*) an der Basalfläche des Temporallappens.

 

* Substantia grisea ist die aus Nervenzellen aufgebaute graue Substanz des Gehirns und Rückenmarks.

- S. auch o.: Substantia grisea und Substantia grisea centralis bei Commissura anterior, Commissura posterior -

 

 

Das Septum pellucidum ist …

  • „… eine aus Gliazellen [s. o.] bestehende anatomische Struktur … in der Mitte des Gehirns zwischen den beiden Gehirnhälften, unterhalb des Balkens und ist membranartig zwischen Balken und Fornix gespannt. Das Septum pellucidum bildet einen Teil der medialen Wand des Vorderhorns der Seitenventrikel und gehört strukturell zum limbischen System.“

 

[Quelle und zum Weiterlesen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Septum_pellucidum]

(Balkenmangel, Septo-optische Dysplasie)

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Cavum_septi_pellucidi

(Liquor, Frühgeborene, Hydrozephalus)

 

 

ALSO:

 

Der Hippocampus im Temporallappen an der medialen Wand des 1. und 2. Ventrikels

-> verläuft im Bogen bis zum Corpus callosum -> weiter als Alveus hippocampi (weiße Substanz [Substantia alba] auf der Oberfläche des Hippocampus mit überwiegend efferenten [herausführenden] Fasern) und Fimbria hippocampi (dto.) -> in den Fornix.

  • Neurotransmitter: Dopamin, Noradrenalin, Serotonin, Acetylcholin

 

Unterhalb des Balkens zwischen Balken und Fornix verläuft das Septum pellucidum (Gliazellen; s. o.); gehört zum Limbischen System.

 

Der Alveus hippocampi (weiße Substanz) entsteht aus den Zellkörpern (graue Substanz) des Subiculum und des Hippocampus

 

Ammonshorn im Hippocampus:

Innerhalb des Ammonshorns unterscheidet man (nach Art der dort vorkommenden Zellen) verschiedene Bereiche beziehungsweise Oberflächenstrukturen:

  • Gyrus dentatus, Sulcus hippocampi, Sulcus fimbriodentatus, Fimbria hippocampi, Alveus hippocampi.

 

Der Gyrus dentatus ist eine Hirnwindung aus grauer Substanz (Substantia grisea) zwischen Hippocampus und Gyrus parahippocampalis, einer Windung aus grauer Substanz an der Basalfläche des Temporallappens.

  • Neurotransmitter: Glutamat, GABA

 

Das Subiculum (Teil des Limbischen Systems bzw. des Hippocampus in der Nachbarschaft des Ammonshorns im Temporallappen)

-> verbindet den Hippocampus mit dem Gyrus parahippocampalis.

 

 

Bitte hierzu auch lesen bei Wikipedia:

 

 

Gyrus dentatus 

 

“Both endogenous and exogenous glucocorticoids are known to cause psychosis and depression, implying that neurogenesis in the dentate gyrus may play an important role in modulating symptoms of stress and depression. …

Studies by researchers at Columbia University Medical Center indicate poor glucose control can lead to deleterious effects on the dentate gyrus.”

 

[Übersetzt in etwa: Es ist bekannt, dass sowohl endogene als auch exogene Glukokortikoide [sog. Stresshormone*] Psychosen und Depressionen verursachen können, was darauf schließen lässt, dass die Neurogenese im Gyrus dentatus eine wichtige Rolle spielt bei der Modulation von Stress und Depressionen.

Studien am Columbia University Medical Center zeigen, dass eine schlechte Blutzucker-Kontrolle schädliche Auswirkungen auf den Gyrus dentatus hat.]

 

https://en.wikipedia.org/wiki/Dentate_gyrus

 

* Bildung und Ausschüttung der natürlichen Glukokortikoide (dazu gehören u. a. Cortisol und Cortison) werden durch Hypothalamus und Hypophyse reguliert und zeigen einen ausgeprägten zirkadianen Rhythmus (Minimum um Mitternacht, Maximum zwischen 6-8 Uhr morgens mit 70 % der Cortisol-Tagesproduktion).

[Pschyrembel; und s. a. Wikipedia – Link unten]

 

 

[[ Psychose: Eine Stress-/Angst-Reaktion?

Die Begriffe Psychose und Schizophrenie werden oft synonym verwendet, und bereits seit einiger Zeit herrscht unter Fachleuten nahezu Einigkeit darüber, dass der Schizophrenie-Begriff nicht mehr verwendet und ersetzt werden sollte. ]]

 

 

Sulcus hippocampi 

 

“Enlargement of the hippocampal sulcus has been associated with medial temporal lobe atrophy occurring in Alzheimer's disease.”

 

[Übersetzt in etwa: Eine Vergrößerung des Sulcus hippocampi wird in Verbindung gebracht mit einer Atrophie (Rückbildung) des medialen Temporallappens bei Alzheimer-Erkrankung.]

 

https://en.wikipedia.org/wiki/Limbic_lobe

 

 

Fimbria hippocampi 

 

“The fimbria is an accumulation of myelinated axons (mostly efferent) that first collect on the ventricular surface of the hippocampus as the alveus (a thin layer resembling an inverted trough).”

 

[Übersetzt in etwa: Die Fimbria hippocampi ist eine Ansammlung myelinisierter, (meist herausführender) Nervenzellfortsätze [Axon/Neurit], die sich zunächst auf der ventrikulären Oberfläche des Hippocampus als Alveus (einer dünnen Schicht, die einer umgekehrten Furche [richtig übersetzt?] ähnelt), sammeln.]

 

https://en.wikipedia.org/wiki/Fimbria_of_hippocampus

 

 

Alveus hippocampi 

 

“The alveus of the hippocampus borders the wall of the lateral ventricle and is composed of white, myelinated fibers. The alveus arises from cell bodies in the subiculum and hippocampus, and eventually merges with the fimbria of the hippocampus. The fimbria goes on to become the fornix. These structures are part of the limbic system.”

 

[Übersetzt in etwa: Der Alveus hippocampi grenzt an die Wand des Seitenventrikels [1. und 2. bzw. linker und rechter Ventrikel] und besteht aus weißen, myelinisierten Fasern. Der Alveus entsteht aus Zellkörpern des Subiculum und des Hippocampus, die sich schließlich zu den Fimbria hippocampi und zum Fornix vereinigen. Diese Strukturen sind Teil des Limbischen Systems.]

 

https://en.wikipedia.org/wiki/Alveus_of_hippocampus

 

 

Lateral ventricle 

 

“Each cerebral hemisphere contains a lateral ventricle, known as the left or right ventricle, respectively. …

Each lateral ventricle resembles a C-shaped structure that begins at an inferior horn in the temporal lobe, travels through a body in the parietal lobe and frontal lobe, and ultimately terminates at the interventricular foramina where each lateral ventricle connects to the single, central third ventricle. Along the path, a posterior horn extends backward into the occipital lobe, and an anterior horn extends farther into the frontal lobe. …

Ependyma cover the inside of the lateral ventricles and are epithelial cells.”

 

[Übersetzt in etwa: Jede Gehirnhälfte enthält einen Seitenventrikel, bekannt als linker und rechter Ventrikel …

Jeder Seitenventrikel ähnelt einer C-förmigen Struktur, die am unteren Horn im Temporallappen beginnt, durch einen Körper im Parietal- und Frontallappen verläuft, und letztlich im Foramen interventriculare [Monro-Foramen = Verbindung zwischen 3. Hirnventrikel und den Seitenventrikeln] endet, in welchem sich beide Ventrikel zu einem, nämlich dem zentralen 3. Ventrikel, vereinigen. Entlang dieses Pfades erstreckt sich ein hinteres Horn in den Okzipitallappen und ein vorderes Horn in den Frontallappen. …

Ependym bedeckt die Innenseite des Seitenventrikels; die Zellen sind Epithelzellen.]

 

https://en.wikipedia.org/wiki/Lateral_ventricles

 

 

Siehe dazu auch:

Diskussionsseite

Dopamin & Co. – Ein Anfang, Die Stressreaktion, Neurotransmitter

Essen & Co. – Phenylalanin/Tyrosin, Liquor

Wahrnehmung, Lernprobleme, Sehen und Lernen

Wunderwerk Gehirn

Wunderwerk Mensch – Sehbahn, Reflexe

Fragen, Fragen, Fragen – Epilepsie, Hirnlokales Syndrom

Glossar – Dentin (Reelin, GABA), Drüsen, GABA, Limbisches System

Zum Nachdenken –

Agnosie, Simultanagnosie, Hypogonadismus, Hypopituitarismus, Kontrastwahrnehmung, Septooptische Dysplasie, Vitiligo

Gedankensplitter – ‘Layer to layer’, Hippocampus, SCN

Etc.

 

Bei Wikipedia:

https://de.wikipedia.org/wiki/Gyrus_dentatus

https://de.wikipedia.org/wiki/Glucocorticoide

https://de.wikipedia.org/wiki/Nebennierenrindeninsuffizienz

https://en.wikipedia.org/wiki/Hippocampus

https://en.wikipedia.org/wiki/Limbic_lobe

Etc.

 

 

 

Commissura habenularum

  • = kreuzende Fasern aus den Nuclei habenulares beider Seiten zwischen den Habenulae*

 

* Habenulae = Zirbelstiele: 2 dünne Markbündel; sie verbinden die Epiphyse (= Zirbeldrüse) mit den Striae medullares thalami (= markhaltige Faserbündel [s.o.] auf dem Thalamus).

 

Sie liegt am 3. Hirnventrikel und verbindet also die Nuclei habenulares* beider Seiten miteinander sowie mit der Epiphyse und dem Thalamus.

  • „Sie leitet vor allem Informationen aus olfaktorischen Arealen.“

 

[Quelle und zum Weiterlesen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Commissura_habenularum]

 

 

* Die Nuclei habenulares sind Kerngruppen im Trigonum habenulare der Zirbelstiele.

Man unterscheidet jeweils: Nucleus habenularis lateralis und medialis.

 

 

[Noch einmal, zur Erinnerung …

 

„In der Zirbeldrüse [Epiphyse] wird von den Pinealozyten das Hormon Melatonin* produziert. Die Hormonproduktion findet überwiegend nachts statt. Über das Melatonin werden der Schlaf-Wach-Rhythmus und andere zeitabhängige Rhythmen des Körpers gesteuert.“ S. o.: Commissura posterior -

 

[Quelle und zum Weiterlesen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Zirbeldr%C3%BCse (Zirbeldrüse)]

 

 

* Ausgangssubstanz für die Synthese von Melatonin - und Serotonin (und auch für Nicotinsäure - ist die essentielle Aminosäure Tryptophan. Cofaktor: Tetrahydrobiopterin (-> ist Redoxcofaktor bei der Hydroxylierung aromatischer Aminosäuren).]

 

 

Bitte hierzu auch lesen bei Wikipedia:

https://en.wikipedia.org/wiki/Habenular_trigone etc.

 

 

Daraus ein paar Stichworte:

  • Das Trigonum habenulare ist eine kleine dreieckige Region, die vor den Sehhügeln (Colliculi superiores; sind an die Sehbahn angeschlossen) und seitlich am hinteren Teil der Taenia thalami liegt.

  • Es enthält Nervenzellen, die das Ganglion* habenulae bilden.

  • Fasern treten ein aus den Zirbelstielen der Zirbeldrüse (Epiphyse), und weitere Fasern, die die Commissura habenularum bilden, ziehen mitten hindurch zum entsprechenden Ganglion der gegenüberliegenden Seite.

  • Die meisten der Fasern formen den Fasciculus retroflexus (= Meynert-Bündel = Tractus habenulointerpeduncularis), der zum ‚Roten Kern‘ (= Nucleus ruber; Teil des extrapyramidalen Systems) zieht und nach Kreuzen mit dem entsprechenden Fasciculus der Gegenseite [richtig übersetzt?] im Ganglion* interpeduncularis endet.

 

* Ganglion = Nervenknoten; Anhäufung von Ganglienzellen im Peripheren Nervensystem (PNS); mit Bindegewebekapsel (s.o.).

 

 

[Zur Erinnerung …

Meynert-Bündel = Faserzug von den Nuclei habenulares zum Nucleus interpeduncularis.

 

Das ‚extrapyramidale System‘ reguliert: Muskeltonus, willkürliche und Koordinationsbewegungen, Körperhaltung, Ausdrucks- und Abwehrbewegungen, Gleichgewicht. – Die Pyramidenbahn leitet willkürliche Bewegungsimpulse und wirkt hemmend auf die Regulation des Muskeltonus und auf das Zustandekommen von Muskeleigenreflexen; sie wird u. a. durch extrapyramidale Faserzüge unterstützt, „so dass auch bei Ausschaltung der Pyramidenbahn ein Teil der motorischen Impulse auf Umwegen zu den Vorderhornzellen bzw. der Muskulatur gelangen kann.“ [Pschyrembel]

 

Nucleus interpeduncularis, Ganglion interpeduncularis und Mittelhirnhaube:

 

Der Nucleus interpeduncularis liegt in der Mittelhirnhaube (= Tegmentum mesencephali) zwischen Substantia nigra und der Höhe des Aqueductus mesencephali.

 

Die Mittelhirnhaube enthält u. a. Hirnnervenkerne der Hirnnerven:

  • III. = Nervus oculomotorius -> motorischer und parasympathischer Nerv; versorgt parasympathisch über das Ganglion ciliare den Musculus ciliaris (= Ziliarmuskel; ermöglicht die Nah- und Fernakkomodation des Auges);

  • IV. = Nervus trochlearis -> motorischer Nerv;

und (zum Teil)

  • V. = Nervus trigeminus -> sensorischer und motorischer Nerv; versorgt sensorisch u. a. die Dura mater der mittleren Schädelgrupe (Fossa cranii media) und motorisch die Kaumuskeln (-> Nervus mandibularis = ‚Unterkieferast‘; vgl. dazu: Nervus maxillaris = sensorischer Nerv -> versorgt u. a. Dura mater der mittleren Schädelgrube, Zähne und Zahnfleisch des Oberkiefers); 

und 

  • Nucleus ruber (wichtiger Schaltkern für das extrapyramidale System)

  • Nuclei raphes (Neurotransmitter der Raphe-Kerne ist Serotonin)  

 

[Pschyrembel und Wikipedia]]

 

 

WICHTIG – Zusammenhänge:

 

“The depressed area between the crura is termed the interpeduncular fossa, and consists of a layer of gray matter, the posterior perforated substance, which is pierced by small apertures for the transmission of blood vessels; its lower part lies on the ventral aspect of the medial portions of the tegmenta, and contains a nucleus named the interpeduncular ganglion; its upper part assists in forming the floor of the third ventricle.”

 

[Übersetzt in etwa: Die … Region zwischen den Hirnschenkeln* heißt Fossa interpeduncularis; sie besteht aus ‘grauer Substanz’, der Substantia perforata posterior; diese enthält kleine Öffnungen (‚Perforationen‘) für den Durchtritt von Blutgefäßen; der untere Teil - am ventralen Teil des medialen Teils des Mittelhirndachs – enthält einen Nervenkern, der Ganglion interpeduncularis genannt wird, und dessen obere Teile dabei helfen, den Boden des 3. Ventrikels zu bilden.]

 

[Quelle: Wikipedia - Posterior perforated substance; Link unten]

 

 

* Crus cerebri (Mz. Crura cerebri) = Großhirnschenkel; enthalten u. a. die Pyramidenbahn.

“In some older texts this is called the cerebral peduncle but presently it is usually limited to just the anterior white matter portion of it.”

 

[Quelle: Wikipedia – Cerebral_crus; Link unten]

 

 

Und WICHTIG:

 

Nucleus interpeduncularis

  • “The Interpeduncular nucleus is primarily GABAergic and contains at least two neuron clusters of different morphologies. The region is divided into 7 paired and unpaired subnuclei.”

 

[Übersetzt in etwa: Der Nucleus interpeduncularis ist vorwiegend GABAerg und enthält zumindest zwei verschiedenartige Neuronengruppen. Die Region ist aufgeteilt in 7 paarig und 7 unpaarig angelegte nachgeschaltete Kerne.]

 

[Quelle: Wikipedia – Interpeduncular_nucleus; Link unten]

 

 

Bitte lesen bei Wikipedia:

https://de.wikipedia.org/wiki/Mittelhirn

https://de.wikipedia.org/wiki/Mittelhirn#Mittelhirnhaube

https://de.wikipedia.org/wiki/Nervus_trigeminus

https://de.wikipedia.org/wiki/Raphe-Kerne

https://de.wikipedia.org/wiki/Pyramidales_System#Pyramidenbahn

 

https://en.wikipedia.org/wiki/Red_nucleus

https://en.wikipedia.org/wiki/Substantia_nigra

https://en.wikipedia.org/wiki/Raphe_nuclei

 

https://en.wikipedia.org/wiki/Interpeduncular_nucleus

https://en.wikipedia.org/wiki/Interpeduncular_fossa

https://en.wikipedia.org/wiki/Cerebral_crus

https://en.wikipedia.org/wiki/Posterior_perforated_substance

https://en.wikipedia.org/wiki/White_matter

Etc.

 

 

Und WICHTIG:

 

Taenia thalami 

  • “In the front, superior surface of the thalamus but separate from the inner, medial surface by a salient margin is the taenia thalami (Latin for "flat band"). The bottom epithelial lining of the third ventricle is in between the tela chorioidea* and the taenia thalami.”

 

[Übersetzt in etwa: Auf der Vorderseite in der oberen Schicht des Thalamus … liegt die Taenia thalami (lateinisch: „flaches Band“). Die epitheliale Auskleidung des Bodens des 3. Ventrikels liegt zwischen der Tela choroidea und der Taenia thalami.]

 

https://en.wikipedia.org/wiki/Taenia_thalami

 

 

* Tela bzw. Telae choroideae ist die aus dem Dach des 3. und 4. Hirnventrikels und der Pia mater gebildete Grundlage der Plexus choroidei.  

 

Plexus choroidei = sog. ‚Adergeflechte‘ = Entstehungsort des Liquor cerebrospinalis:

 

In die Hirnventrikel eingestülpte gefäß- und nervenreiche Bildungen der Pia mater (= gefäßführender Teil der weichen Hirn- und Rückenmarkhaut) am Dach des 3. und 4. Ventrikels und an einem Teil der medialen Wandung der Seitenventrikel (1. und 2. Ventrikel); ihre zottenbesetzte Oberfläche ist von Ependym [s.a.o.] überzogen. [Pschyrembel]

  • „Der Plexus choroideus der beiden Seitenventrikel und der des III. Ventrikels stehen in Verbindung und sind an den Taenien des Thalamus (Taenia thalami), der Fornix (Taenia fornicis) und der Fimbria fornicis (Taenia fimbriae) aufgehängt.“

 

[Quelle und zum Weiterlesen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Plexus_choroideus]

https://en.wikipedia.org/wiki/Choroid_plexus

 

 

Taenia des 4. Ventrikels 

  • “… the taenia of the fourth ventricle (lingula, tenia of fourth ventricle) are two narrow bands of white matter, one on either side, which complete the lower part of the roof of the fourth ventricle.”

 

[Übersetzt in etwa: … die Taenia des 4. Ventrikels besteht aus zwei schmalen Bändern aus weißer Substanz, einem Band auf jeder Seite, die den unteren Teil des Bodens des 4. Ventrikels [= sog. ‚Rautengrube‘] vervollständigen.]

 

[Quelle und zum Weiterlesen:

https://en.wikipedia.org/wiki/Taenia_of_fourth_ventricle]

https://de.wikipedia.org/wiki/Rautengrube

https://en.wikipedia.org/wiki/Rhomboid_fossa

 

 

Und zur Erinnerung …

 

Nucleus = Nervenkern, Zellkern

Nervenkern = Ansammlung von Nervenzellen im Zentralen Nervensystem (ZNS = Gehirn und Rückenmark).

 

 

Eine Nervenzelle (auch: Ganglienzelle) besteht aus: 

  • Zellkörper, Nucleus, Nucleolus, Zytoplasma (mit Neurofibrillen, Mitochondrien, Nissl-Schollen, Golgiapparat), Fortsätzen (ein oder mehrere Dendriten*, ein Axon* mit Myelinscheide);

  • Nervenzellen bilden Kollateralen, verzweigen sich, enden an einer Synapse, über die sie untereinander und mit den jeweiligen ‚Erfolgsorganen‘ (Zielorganen) verknüpft sind.

  • „Eine Nervenzelle mit all ihren Fortsätzen wird auch als Neuron bezeichnet.“ [Pschyrembel]

 

 

* Ausnahme: Unipolare Nervenzellen mit einem Axon, aber ohne Dendriten -  z. B. in der Netzhaut des Auges (Retina).

  • Axone (mit Myelinscheide) leiten Impulse weiter, Dendriten empfangen Signale oder Reize anderer Nervenzellen.

  • Myelinscheide = Markscheide aus Myelin = isolierende Schicht der markhaltigen Nervenfasern (Substantia alba, ‚weiße Substanz‘ = die aus markhaltigen Nervenfasern aufgebaute weiße Substanz des Gehirns und Rückenmarks; nach dem Gehalt an Myelin werden Nervenfasern eingeteilt in markhaltige und marklose Nervenfasern; s.o.).]

 

 

Siehe auch:

Hypothalamus und Thalamus

Essen & Co. - Liquor

Wahrnehmung, Lernprobleme

Wunderwerk Gehirn

Epiphyse, Hirnventrikel, Retina, Substantia alba, Substantia nigra (und Nucleus ruber, Nuclei raphes, Serotonin, Dopamin, GABA)

Hirnnerven

Leitungsbahnen

Nuclei

Wunderwerk Mensch – Riechbahn, Sehbahn, Reflexe

Fragen, Fragen, Fragen – Galaktose, Fruktose, Glutathion und GABA

Glossar –

Bindegewebe, Drüsen, Fibrillen, Fossa cranii, Nervenzellen, Gliazellen (Ependym), Zellorganellen, Zirkumventrikuläre Organe

Zum Nachdenken – Kontrastwahrnehmung, Rautengrube

Gedankensplitter –

‚Layer to layer‘, Bulbus olfactorius, Nervus terminalis, Nervus-terminalis-Komplex

Etc.

 

 

Bei Wikipedia:

https://en.wikipedia.org/wiki/Preoptic_area

 

https://en.wikipedia.org/wiki/Ventrolateral_preoptic_nucleus

 

(“The role of the VLPO in sleep and wakefulness, and its association with sleep disorders – particularly insomnia and narcolepsy – is a growing area of neuroscience research.”)

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Assoziationskortex

https://de.wikipedia.org/wiki/Parietallappen

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Hirnventrikel

https://de.wikipedia.org/wiki/Axon

https://de.wikipedia.org/wiki/Myelin

https://de.wikipedia.org/wiki/Myelinscheide

https://de.wikipedia.org/wiki/Wei%C3%9Fe_Substanz (Weiße Substanz)

https://en.wikipedia.org/wiki/White_matter

Etc.

 

 

Und bitte auch lesen (evtl. auch schon oben genannt):

Blogbuchgedanken –

Frühgeborene, Insulinschocktherapie, Propriozeption, Streckmuskeln

Diskussionsseite – Begriffsentstehung, Zuschreibungen

Noch ein Nachtrag

Wunderwerk Gehirn – Kommissurenbahnen

Glossar – Drüsen, Fossa cranii, Limbisches System, Nervenzellen, Zellorganellen

Zum Nachdenken – Agnosie, Simultanagnosie, PDA, Theory of Mind

Gedankensplitter – ‚Layer to layer‘, Bulbus olfactorius etc.

 

 

Bei Wikipedia:

https://de.wikipedia.org/wiki/Corpus_callosum

https://de.wikipedia.org/wiki/Ziliopathie

 

 

https://en.wikipedia.org/wiki/Agenesis_of_the_corpus_callosum

https://en.wikipedia.org/wiki/Ciliopathy

 

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Projektion_(Nervensystem)

https://de.wikipedia.org/wiki/Kommissur (Kommissurenbahnen)

 

 

https://en.wikipedia.org/wiki/Face_perception

- In individuals with autism spectrum disorder

- In individuals with schizophrenia

 

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Prosopagnosie

https://en.wikipedia.org/wiki/Prosopagnosia

 

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Klinische_Neuropsychologie

https://en.wikipedia.org/wiki/Clinical_neuropsychology

 

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Neuropsychologie

https://en.wikipedia.org/wiki/Neuropsychology

 

 

Und ... 

 

 

„Meilensteine: Die geteilten Gehirne“

 

https://www.dasgehirn.info/entdecken/meilensteine/die-geteilten-gehirne

 

 

„The concept of schizophrenia is dying. … Japan recently renamed schizophrenia as ‘integration disorder’. We have seen the idea of a new “psychosis spectrum disorder". … Whatever emerges from the ashes of schizophrenia, it must provide better ways to help those struggling with very real experiences.”

 

https://theconversation.com/the-concept-of-schizophrenia-is-coming-to-an-end-heres-why-82775

 

 

---------------------------------------------------------------------------------------------

Psychopharmaka heilen nicht.

Sie zeigen - oder vielmehr ‚lehren‘ - auch nicht, wie Leben gelingen kann.

Sie heilen auch keine Beziehungen.

Aber gerade Beziehungen sollten doch heilen, heil werden.

Weil das Leben so kurz und kostbar und unwiederbringlich ist.

Und jedes unglücklich gelebte Leben unendlich traurig ist.

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01.09.2017

 

 

 

 

 

Ein Nachtrag …

 

 

Noch etwas Persönliches, weil ich denke, dass es zum Thema gut passt und die Problematik etwas mehr verdeutlichen kann: 

  • Unlängst fragte mich jemand, auf meine Augen bezogen, ob ich „switchen“ kann.

 

Ja, das kann ich, also ganz bewusst nur mit meinem rechten Auge schauen oder nur mit meinem linken.

 

Wenn ich dies z. B. beim Fernsehen - bewusst - praktiziere*, so nehme ich das Bild auch jeweils unterschiedlich wahr: Mit dem rechten Auge betrachtet erscheint das Bild kleiner, mit dem linken größer, und auch die Farben (und auch etwas die „räumliche Tiefe“, wie mir scheint) unterscheiden sich geringfügig.

 

* … was eher selten beim Fernsehen nötig ist, oft aber im normalen Alltag, nämlich immer dann, wenn ich etwas suche oder ganz genau betrachten möchte (oder muss) oder sichergehen will, dass ich nichts übersehe (was aber leider nicht immer funktioniert - auch bei größter Sorgfalt nicht).

Ansonsten verläuft dieser Prozess des „Augen-Abwechselns“ unbewusst und automatisch ab.

 

-> Siehe dazu auch: Sehen und Lernen

 

 

Und bei Temple Grandin habe ich auch noch Interessantes gefunden, was hier gut passt (wobei aus diesem Buch natürlich noch sehr viel mehr an Interessantem und Passendem zu zitieren wäre). ♥

 

Sie schreibt in ihrem Buch „Ich bin die Anthropologin auf dem Mars“ (Knaur 1997) u. a.:

  • „Untersuchungen haben deutlich gezeigt, daß der Autismus eine neurologische Störung ist, die auf deutlichen Anomalien im Gehirn beruht. … Die Frage ist, was die Ursache für die Anomalien ist. [S. 60, 61]

  • Sie [Dr. Burleigh] erklärte mir, dass Probleme wie jene, die ich beim Verarbeiten von Sprache habe, auf Defekte in meinem Hirnstamm und möglicherweise im Balken (Corpus callosum) hindeuten.“ [S. 85]

 

[[ Temple hat – wie auch ich – Probleme mit dem LINKEN Ohr. [Ebd. S. 85] ]]

-> Siehe dazu auch: Hören und Lernen

 

20.09.2017

 

 

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