Blogbuch-Glossar

L-Z

 

 

Melanine

Melanine werden in den Melanozyten aus DOPA biosynthetisiert, hormonal gesteuert durch MSH (Melanozyten-stimulierendes Hormon).

Melanozyten kommen vor:

In der äußersten Hautschicht, in Teilen des Auges und in den Leptomeningen (= weiche Hirn- und Rückenmarkhaut).

 

-> DOPA, Hormone der Hypophyse

-> Glossar – Hautschichten

 

Muttermilch

„Der eigentliche Milcheinschuss (ab dem 3. – 4. Wochenbetttag erfolgt unter dem Einfluss von Oxytocin.“ [Pschyrembel]

 

-> Oxytocin

 

Muttermilch enthält u. a. spezifische Immunglobuline, v. a. IgA (Immunglobuline der Klasse A). Säuglinge werden also zunächst über die Muttermilch mit IgA versorgt. Ihre eigene Synthese beginnt nach der Geburt und ist erst mit 16 Jahren voll ausgereift.

Fehlt IgA im Serum und in Körpersekreten, so besteht eine Neigung zu Atemwegs- und Magen-Darm-Erkrankungen, Atopie und Autoimmunerkrankungen.

 

-> Atopie, IgA, Immunglobuline

 

Weitere wichtige Bestandteile der Muttermilch sind:

Lysozym -> wirkt bakterizid

Laktoferrin -> eisenbindendes Eiweiß

Neuraminsäure -> ist am Aufbau der Zellmembran beteiligt

Eiweiß (Casein, Laktalbumin, Laktoglobulin)

Fette, Kohlenhydrate

Asche (Salze)

Vitamin A, Vitamin C

 

Muzine

-> Schleimhaut

 

Myelin, Myelinscheide

Myelin ist die isolierende Schicht der markhaltigen Nervenfasern, bildet die sog. Myelinscheide. Myelin ist ein Gemisch aus Protein und Wasser.

Nach dem jeweiligen Gehalt an Myelin werden Nervenfasern eingeteilt in markhaltig und marklos.

 

-> Glossar – Nervenzellen, Gliazellen

 

Neglect

[Von der Hemianopsie abzugrenzen ist der visuelle Neglect.]

Bei einem Neglect wird eine Hälfte des Körpers vernachlässigt, d. h. nicht oder nur schlecht wahrgenommen – motorisch, visuell, sensorisch oder supramodal. Ursache ist eine Schädigung des Parietallappens.

Eine abgeschwächte Form des Neglects ist die Extinktion:

Ein Reiz wird nicht wahrgenommen, wenn gleichzeitig ein ähnlicher Reiz auftritt.

-> Gyrus parahippocampalis, Hemianopsie, Parietallappen, Temporallappen, Tentoriumriss

 

-> Fragen, Fragen, Fragen – Hirnlokales Syndrom

 

Neglect, visueller

„Ein sehr wichtiges Merkmal dieser Störung ist, dass der Patient diese Einschränkung nicht wahrnimmt. Er kann nicht realisieren, dass er eine Raumhälfte vernachlässigt, auch wenn man ihm wiederholt experimentelle Beweise seiner Fähigkeiten vorführt. Dies ist ein wichtiges Unterscheidungskriterium zu Gesichtsfeldstörungen (siehe Hemianopsie, Skotom): In diesen Fällen ist der Patient in Teilen seines Gesichtsfeldes blind, er nimmt diese Einschränkung aber wahr. Gesichtsfeldausfälle gehen zudem auf andere Ursachen als der Neglect zurück.“ [Wikipedia]

 

Nervenfaser

Eine Nervenfaser ist der Fortsatz einer Nervenzelle des peripheren Nervensystems und dient der Erregungsleitung. Der Fortsatz kann bis zu 1 m lang sein und besteht aus dem Axon und der Schwann-Scheide (Bezeichnung für die Myelinscheide der peripheren Nervenfaser).

Nervenfasern und ihre bindegewebige Umhüllung bilden die Nerven.

 

-> Myelin, Myelinscheide

-> Glossar – Nervenzellen, Gliazellen

 

Nervus facialis (VII. Hirnnerv)

Der Nervus facialis ist ein gemischter Nerv:

  • Seine motorischen Fasern versorgen die mimische Muskulatur des Gesichts.

  • Parasympathische Fasern ziehen zur Tränendrüse und zur Unterkiefer- und Unterzungendrüse.

  • Sensorische Fasern übermitteln Geschmacksempfindungen von der Zunge zum Hirnstamm.

-> Glossar – Drüsen, Nervenknoten; Zum Nachdenken – Mimik; Gedankensplitter – Bulbus olfactorius (und Zunge)

 

Nervus maxillaris

Der Nervus maxillaris ist der mittlere Ast des Nervus trigeminus (V. Hirnnerv). Er versorgt u. a. die Zähne und das Zahnfleisch des Oberkiefers, die Dura mater* der mittleren Schädelgrube (Fossa cranii media) und unteres Augenlid, Wange, Oberlippe, Nasenflügel, Schläfenhaut, Nasen- und Kieferhöhle und Gaumen.

* Dura mater = harte Hirn- und Rückenmarkhaut.

 

-> Fossa cranii  media, Nervus trigeminus

 

Nervus trigeminus (V. Hirnnerv)

Der Nervus trigeminus hat drei Hauptäste:

  • Nervus opththalmicus (versorgt sensorisch u. a. die Dura mater der vorderen Schädelgrube einschl. Tentorium cerebelli, die Augenbindehaut und die äußere und mittlere Augenhaut)

  • Nervus maxillaris

  • Nervus mandibularis (versorgt sensorisch u. a. die unteren Zähne und Zahnfleisch, motorisch die Kaumuskeln)   

-> Ganglion ciliare, Fossa cranii anterior, Nervus maxillaris, Tentorium cerebelli

 

Nuclei paraventriculares, Nucleus supraopticus

-> Oxytocin

 

Östrogene

-> Androgene

 

Ohrspeicheldrüse

-> Innenohr

-> Glossar – Drüsen, Nervenknoten

 

Okzipitallappen (Hinterhauptlappen)

„Sehzentrum des Gehirns“

Er ist Teil des visuellen Systems und verarbeitet visuelle Impulse.

  • „Er sitzt auf dem Kleinhirn, von dem er durch das Kleinhirnzelt getrennt ist. Nach vorn grenzt er an den Scheitellappen (Lobus parietalis), von dem er durch den Sulcus parietooccipitalis getrennt ist, sowie den Schläfenlappen (Lobus temporalis), zu dem keine klare Grenze erkennbar ist.“ [Wikipedia]

-> Parietallappen, Temporallappen, Tentorium cerebelli, Tentoriumriss

-> Sehen und Lernen; Wunderwerk Gehirn – Hirnsinus (Blutversorgung), Hirnventrikel, Retina; Fragen, Fragen, Fragen – Hirnlokales Syndrom; Glossar – Fossa cranii; Zum Nachdenken – Agnosie, Simultanagnosie

 

Ophthalmoplegie

Ist die Bezeichnung für die Lähmung eines oder mehrerer Augenmuskeln mit Lähmungsschielen und meist auch Sehen von Doppelbildern. Um diese zu vermeiden, wird meist in die Richtung geblickt, in der keine Abweichung besteht.

 

Oxytocin

Oxytocin, das sog. „Kuschelhormon“, wird in den Hypothalamuskernen

  • Nucleus supraopticus

  • Nucleus paraventricularis

gebildet und im Hypophysenhinterlappen (HHL) gespeichert.

„Der eigentliche Milcheinschuss (ab dem 3. – 4. Wochenbetttag erfolgt unter dem Einfluss von Oxytocin.“ [Pschyrembel]

Noch einmal:

  • Der HHL besteht aus marklosen Nervenfasern, einem Kapillarnetz und den Pituizyten, einer spezellen Gliaform.

  • HHL und Hypothalamus sind über Nervenfasern verbunden.

  • Die Hypophyse ist über den Hypophysenstiel mit dem Boden des 3. Ventrikels verbunden, der Hypophysenvorderlappen (HVL) über ein spezifisches Gefäßsystem (sog. Pfortadergefäße der Hypophyse) mit dem Zwischenhirn.

-> Hypophyse, Hypothalamus, Muttermilch, Myelin, Nervenfaser

-> Glossar – Myoepithelien (und Oxytocin), Nervenzellen, Gliazellen

 

Parasympathikus

-> Nervensystem; Glossar – Plexus

 

Parietallappen (Scheitellappen)

Der Parietallapen spielt eine wichtige Rolle bei der Integration sensorischer Informationen und ist beteiligt an somatosensorischen Funktionen. Der obere Bereich ist mitbeteiligt bei der Steuerung von Bewegungen und dem Erkennen von Reizen und damit für die räumliche Aufmerksamkeit und den Wechsel von einem Reiz auf den anderen, der untere Bereich ist wichtig für räumliches Denken und z. B. Rechnen und Lesen. [Wikipedia]

 

-> Lernprobleme; Fragen, Fragen, Fragen – Hirnlokales Syndrom; Zum Nachdenken - Kontrastwahrnehmung

 

PDA (Periduralanästhesie)

Hierbei wird ein Lokalanästhetikum in den spinalen Epiduralraum (Raum auf der Dura mater) injiziert, um eine vorübergehende Blockade an den Wurzeln der Spinalnerven zu erreichen (je nach Konzentration Sympathikusblockade, sensorische und motorische Blockade).

 

-> Dura mater

-> Nervensystem (Sympathikus)

 

Photorezeptoren / Photosensoren

Zapfen und Stäbchen in der Netzhaut (Retina) sind Photosensoren:

Zapfen

  • vermitteln das Farben- und Tagessehen;

  • stehen besonders dicht in der Macula lutea (= „gelber Fleck“ der Netzhaut: er enthält die Fovea centralis = Ort des schärfsten Sehens);

  • die Fovea centralis enthält nur Zapfen, keine Stäbchen;

  • Zapfen enthalten den Farbstoff Iodopsin/Jodopsin.

Stäbchen

  • vermitteln das Dämmerungssehen;

  • ihre Außenglieder enthalten den Farbstoff Rhodopsin.

-> Zum Nachdenken - Kontrastwahrnehmung

 

Pyridoxalphosphat (PALP)

-> DOPA

 

Reduktasen

Reduktasen gehören zu den flavinhaltigen Oxidoreduktasen. Sie besitzen meist Zytochrome als Redoxsystem und können Elektronen auf Pyridinnukleotid-Coenzyme übertragen.

[Flavine werden – je nach Herkunft – als Lakto-, Ovo- oder Haptoflavin bezeichnet; zu den Flavinen gehört z. B. das Riboflavin (Vitamin B2).]

 

-> Zytochrome

-> Essen & Co. – Atmungskette, Citratzyklus, ‚Wasser-Vitamine‘; Glossar - Redoxsystem

 

Schalltrauma

Bei einem Schalltrauma kommt es durch die Einwirkung hoher Schalldruckpegel zur Schädigung der Sinneszellen des Corti-Organs*, evtl. auch des Mittelohrs, mit Hörminderung und/oder Tinnitus.  

* Das Corti-Organ ist das Sinnesepithel der Gehörschnecke mit den Hörzellen (innere und äußere Haarzellen und verschiedenen Arten von Stützzellen; versorgt wird es durch den Nervus vestibulocochlearis (VIII. Hirnnerv).

 

-> Hirnnerven

-> Wunderwerk Gehirn – Hirnsinus (Membrana tectoria und Corti-Organ); Wunderwerk Mensch – Hörbahn; Zum Nachdenken – Cochlea; Gedankensplitter – Bulbus olfactorius und Paukensaite

 

Schleimhaut (Tunica mucosa, Mukosa)

Ist die Schutzschicht, die das Innere von Hohlorganen (Speiseröhre, Magen-Darm-Trakt, Gallenblase, Gallengänge, Kehlkopf, Luftröhre, Bronchien, Herz, Blut- und Lymphgefäße, Eileiter, Gebärmutter, Vagina, Nierenbecken, Harnleiter, Harnblase, Harnröhre) auskleidet. Diese Hohlorgane sind meist muskuläre Hohlorgane mit einer äußeren Schicht aus glatter Muskulatur bzw. Herzmuskulatur.

Schleimhäute bilden Schleimstoffe (Muzine) zum Schutz gegen chemische und mechanische Einwirkungen. Muzine kommen außerdem vor in Knorpel, Sehnen, Haut, im Serum, im Glaskörper des Auges und im Harn. Muzine sind außerdem ein wesentlicher Bestandteil des Speichels.

 

-> Speichel, Muzine

-> Glossar – Drüsen

 

Sehbahn

Schädigungen der Sehbahn führen zu spezifischen Gesichtsfeldausfällen oder zur visuellen Agnosie (sog. Seelenblindheit).

 

-> Agnosie, Hemianopsie  

-> Zum Nachdenken – Agnosie, Simultanagnosie

 

Sekundäre Geschlechtsmerkmale

Sie entwickeln sich während der Pubertät.

Beim Mann: Bart, Körperbehaarung, tiefe Stimme.

Bei der Frau: Brüste, weiblicher Behaarungstyp, charakteristische Fettverteilung.

 

-> Androgene

 

Sinus-cavernosus-Syndrom

-> Wunderwerk Gehirn – Hirnsinus

 

Sharpey-Fasern

-> Alveolus dentalis

 

Skoliose

Wachstumsdeformität der Wirbelsäule mit seitlicher Verbiegung, Drehung der einzelnen Wirbel und Rotation der Wirbelsäule im Krümmungsbereich.

 

-> Zähneknirschen (Bruxismus)

 

Speichel

Ist das Sekret der Speicheldrüsen (Ohrspeicheldrüse, Unterkiefer- und Unterzungendrüse. Speichel enthält u. a. Bestandteile der Blutgruppen und Antikörper, IgA, Calcium, Kalium, Natrium und Chlorid.

Regulation der Speichelsekretion:

  • Erregung des Parasympathikus führt zur Sekretion (v. a. der Ohrspeicheldrüse).

  • Erregung des Sympathikus führt zur Sekretion von mukösem Speichel (v. a. der Unterkieferdrüse).

 

„Ursächlich für die unterschiedliche Verteilung ist, dass der Speichel der Unterkieferspeicheldrüse doppelt so viel Calcium enthält, wie der Speichel der Ohrspeicheldrüse. Dies wird drauf zurückgeführt, dass das Calcium insbesondere für die Remineralisation der Zähne zuständig ist. Sichtbar wird dies an der bevorzugten Zahnsteinbildung an den Lingualflächen der Unterkieferfrontzähne.“ [Wikipedia]

 

-> Immunglobuline, Muttermilch, Schleimhaut

-> Mineralstoffe – Calcium; Nervensystem; Glossar – Dentin, Drüsen, Plexus; Zum Nachdenken - Blutgruppen und Kohlenhydrate

 

Stapedius-Reflex und Musculus stapedius

Der Stapedius-Reflex ist wichtig, um das Ohr vor zu großem Lärm zu schützen. Die dazu nötige Feineinstellung der Gehörknöchelchenkette* erfolgt über den Musculus stapedius, der versorgt wird über den Nervus facialis (VII. Hirnnerv).

  • Motorisch versorgt der Nervus facialis u. a. die mimischen Muskeln und den Musculus stapedius.

  • Parasympathisch versorgt er u. a. Tränen-, Nasen- und Speicheldrüsen (außer der Ohrspeicheldrüse), den äußeren Gehörgang und die Ohrmuschel.

* Die Gehörknöchelchen (Hammer, Amboss und Steigbügel) liegen in der Paukenhöhle. Die Paukenhöhle ist Teil des Mittelohrs.

-> Hyperakusis, Nervus facialis

 

Steroidhormone

-> Cholesterin (Cholesterol)

 

Sympathikus

-> Nervensystem; Glossar – Plexus

 

System, magnozelluläres

„Daher sieht man in den magnozelluläre Schichten einen wesentlichen Input zur ‚dorsalen Route‘ der visuellen Verarbeitung im Gehirn, welche v. a. Bewegungs-, Ort- und Handlungswahrnehmung verarbeitet.“ [Wikipedia]

 

-> Zum Nachdenken - Kontrastwahrnehmung

 

Temporallappen (Schläfenlappen)

Er enthält den primären auditorischen Cortex, das Wernicke-Sprachzentrum (sensorisches Sprachzentrum) und wichtige Strukturen für das Gedächtnis.

  • „Viele Bereiche des Temporallappens sind auch für die Erkennung von komplexen nichträumlichen auditorischen und visuellen Reizen zuständig, wie z. B. dem Erkennen von Körperteilen – insbesondere Gesichtern – und anderer bedeutungsvoller Gegenstände (Nahrung, Beute).“ [Wikipedia]

 

Blutversorgung und Blutabfluss:

  • Arteria cerebri posteriores (basaler und hinterer Teil; versorgt auch den Okzipitallappen/Hinterhauptlappen)

  • Arteria cerebri mediae (lateraler und vorderer medialer Teil; versorgt die seitliche Hirnoberfläche)

Der Blutabfluss erfolgt über die Venae superficiales descendentes cerebri und die Vena media superficialis cerebri (sind oberflächliche Hirnvenen).

 

-> Okzipitallappen, Wernicke-Sprachzentrum

-> Sehen und Lernen; Wunderwerk Gehirn – Hirnsinus; Zum Nachdenken – Agnosie, Kontrastwahrnehmung; Fragen, Fragen, Fragen – Epilepsie; Gedankensplitter – ‚Layer to layer‘

 

Tentorium cerebelli

Das Kleinhirnzelt. Der Tentoriumschlitz ist die Öffnung für den Hirnstamm.

 

-> Hirnstamm, Tentoriumriss

 

Tentoriumriss

Durch eine Verschiebung der Schädelknochen unter der Geburt kann es zu einem Tentoriumriss und einer geburtstraumatischen Hirnblutung kommen, v. a. bei Frühgeborenen.

 

-> Fossa cranii media, Frühgeburt, Hirnschäden, frühkindliche, Zerebrale Herniation

-> Essen & Co. – Liquor

 

Tetrahydrobiopterin

-> DOPA

 

Thalamus

Der Thalamus (sog. „Sehhügel“) ist die größte graue Kernmasse im Zwischenhirn (Diencephalon). Er ist über entsprechende Fasersysteme mit anderen Teilen des Zentralen Nervensystems (ZNS = Gehirn und Rückenmark) verbunden, v. a. mit der Großhirnrinde, dem extrapyramidalen System, Kleinhirn und Rückenmark.

 

-> Chiasma opticum, Hypothalamus

-> Hypothalamus und Thalamus; Limbisches System; Leitungsbahnen; Wunderwerk Gehirn; Wunderwerk Mensch - Bahnen, Reflexe

 

Uncus

Der Uncus ist das hakenförmig umgebogene Ende des Gyrus parahippocampalis (Windung an der Basalfläche des Schläfenlappens/Temporallappens).

 

-> Gyrus parahippocampalis, Temporallappen, Tentoriumriss, Zerebrale Herniation

 

Vitamin B12

Ein Mangel an Vitamin B12 führt sekundär zu einem Folsäuremangel.

Mögliche Symptome bei einem Folsäuremangel:

  • Depressionen
  • Reizbarkeit
  • Leistungsminderung
  • Konzentrationsprobleme
  • Schlafstörungen

Bei einem Mangel an Vitamin B12 kann es oft zu psychischen Veränderungen kommen, bevor sich dieser Zustand klinisch erkennen lässt - z. B. als Perniziöse Anämie. Erste Symptome dieser Anämieform sind oft:

  • Entzündung der Zunge

  • Magen-Darm-Beschwerden (z. B. Appetitlosigkeit, Bauchschmerzen, Durchfälle und Verstopfung im Wechsel)

 

Mögliche seelische Veränderungen bei einem Vitamin-B12-Mangel:

  • Vergesslichkeit, Gedächtnisschwäche

  • Konzentrationsprobleme, Ruhelosigkeit

  • Leistungsminderung, Müdigkeit, Antriebsschwäche

  • Depression, Apathie

  • Halluzinationen, Zustände ähnlich einer Schizophrenie

  • Persönlichkeitsveränderung

 

-> Essen & Co. - 'Wasser-Vitamine'; Zum Nachdenken – Vitamin B12 etc.

 

Vitamin D

-> Cholesterin, Zytochrome

 

Vitiligo (Weißfleckenkrankheit)

Vitiligo zeigt sich durch weiße, pigmentfreie Hautflecken, v. a. an Unterarmen, Handgelenken, Händen, Fingern, Ellenbogen, Füßen und Genitalien. Auch Haare, Augen, Schleimhäute und das Innenohr können betroffen sein. Die Flecken können gleichbleiben, sich weiter ausbreiten, aber sich auch völlig zurückbilden (repigmentieren) oder gänzlich depigmentieren (im Endstadium).

 

Als Ursache wird eine Blockierung bzw. Zerstörung der Melanozyten vermutet. Vitiligo zeigt sich oft auch zusammen mit Autoimmunerkrankungen (z. B. Diabetes mellitus, Lupus erythematodes, Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse, Unterfunktion der Nebenschilddrüsen). Als beschleunigende Faktoren gelten u. a. UV-Licht und Stress.

 

-> Innenohr, Melanine, Schleimhäute

-> Glossar – Drüsen, Hautschichten; Zum Nachdenken - Vitiligo

 

Wernicke-Sprachzentrum

Sensorisches Sprachzentrum; wichtig für das Sprachverständnis. Es kommt nur vor in der dominanten Hirnhemisphäre, d. h., in der Hirnhälfte, in der die Sprache sowohl motorisch als auch sensorisch verarbeitet wird. Bei Rechtshändern ist dies normalerweise die linke Hirnhälfte, bei Linkshändern kann es die rechte oder die linke Hirnhälfte sein.

 

-> Lernprobleme – Zum Weiterlesen (Linkshändigkeit); Zum Nachdenken - Händigkeit

 

Zahnsteinbildung

-> Speichel

 

Zähneknirschen (Bruxismus)

Nächtliches, oft unbewusstes Zähneknirschen; kann zu Schäden an Zähnen und Kiefergelenken führen. Ursachen: Stress, Störungen der Kaufunktionen, Schiefhaltungen oder neurologische Erkrankungen (z. B. Multiple Sklerose).

  • „Es gibt in der amerikanischen Literatur Untersuchungen, die einen Zusammenhang zwischen ‚idiopathischen‘ Skoliosen beim Jugendlichen und funktionsgestörtem Kauorgan sehen. Bruxismus bei Kindern kann jedoch auch ein Zeichen für Anspannung, Angst, Stress oder Überforderung sein.“ [Wikipedia]

-> Angst; Dopamin & Co. – Die Stress-Reaktion; Zum Nachdenken - Stress

 

Zerebrale Herniation

Definition lt. Psychrembel:

Hirnmassenverschiebung bei raumfordernden Prozessen innerhalb des Schädels (intrakraniell).

 

Formen:

.

.

Transtentorielle

Herniation

Horizontale Verschiebung v. a. des Hirnstamms* und des Uncus* in den Tentoriumschlitz (tentorial notch).

 

*Der Hirnstamm enthält:

Medulla oblongata (verlängertes Mark)

Pons (Brücke)

Mesencephalon (Mittelhirn)

Bei Schädigungen des Hirnstamms kommt es zu Hirnstammsyndromen.

 

* Der Uncus ist das hakenförmig umgebogene Ende des Gyrus parahippocampalis (Windung an der Basalfläche des Schläfenlappens/Temporallappens).

 

Wikipedia schreibt zur „Uncal herniation“:

„Der Uncus kann den Nervus oculomotorius (III. Hirnnerv) quetschen, was sich auf den parasympathischen Input ins Auge der betroffenen Seite auswirken und damit zu einer erweiterten Pupille führen kann, die auch nicht mehr entsprechend reagiert und sich verengt bei Lichteinfall.“ [en.wikipedia: Brain herniation]

 

Der Tentoriumschlitz (tentorial notch) ist eine rundliche Öffnung für den Hirnstamm im Tentorium cerebelli (Kleinhirnzelt). 

 

Tonsilläre

Herniation

Verdrängung einer oder beider Kleinhirntonsillen in das Foramen magnum (Hinterhauptloch; Durchtritt der Medulla oblongata*).

 

* Die Medulla oblongata (verlängertes Mark; Nachhirn; Bulbus) gehört zum Hirnstamm; sie enthält:

-        Auf- und absteigende Projektionssysteme der Groß- und Kleinhirnrinde

-        Kerne der Hirnnerven

-        Lebenswichtige Zentren (z. B. Atemzentrum)

 

Subfalkäre

Herniation

Verschiebung von innersten Teilen des Frontallappens und von Teilen des Gyrus cinguli unter die Falx cerebri.  

 

[Frontallappen = Stirnlappen

Gyrus cinguli = Hirnwindung parallel zum Corpus callosum = Balken

Falx cerebri = Hirnsichel = Duraduplikatur zwischen den Großhirnhemisphären]

 

Bei den Einklemmungen werden zwei Formen unterschieden:

-        Die Einklemmung des Temporallappens in den Tentoriumschlitz mit Kompression des Mittelhirns wird als „obere Einklemmung“ bezeichnet.

-        Die Einklemmung der Kleinhirntonsillen in das Foramen magnum und Kompression der Medulla oblongata wird als „untere Einklemmung“ bezeichnet.

 

Wichtige Symptome sind u. a.:

Kopfschmerz, Erbrechen, Schwindel, Bewusstseinsstörungen, lichtstarre und erweiterte Pupille, Lähmungserscheinungen durch Pyramidenbahnschädigung, Hirnnervenausfälle, Parästhesien (Missempfindungen)

 

 

-> Frontallappen, Temporallappen, Tentorium cerebelli, Tentoriumriss

-> Limbisches System; Wunderwerk Gehirn; Hirnnerven; Leitungsbahnen; Zum Nachdenken – Projektionsbahnen

 

Zytochrome, Zytochrom-P-450-Isoenzyme

Zytochrome sind Hämoproteine der inneren Mitochondrienmembran. Sie transportieren Elektronen in der Atmungskette.

Zytochrom-P-450-Isoenzyme (CYP) kommen praktisch in allen Formen des Lebens vor. Sie leisten einen wichtigen Beitrag bei der Verstoffwechselung wasserunlöslicher Stoffe und sind an wichtigen Schritten der Synthese von Steroidhormonen, Prostaglandinen, Retinoiden und von Vitamin D3 beteiligt. [Wikipedia]

 

-> Androgene, Aromatase, Reduktasen, Steroidhormone, Vitamin D

-> Essen & Co. – Atmungskette; Mineralstoffe – Schwefel; Spurenelemente – Eisen; Glossar – Biotransformation, Redoxsystem, Zellorganellen (‚Innere Atmung‘); Gedankensplitter – Neuroleptika

 

 

[Auch hier der Hinweis: Vielleicht kann es hilfreich sein, dieses Glossar in ein Textverarbeitungsprogramm zu kopieren und eine Gliederung zu erstellen - zwecks besserer "Übersichtlichkeit".]

 

 

 

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